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Chinas Botschafter in Deutschland zum Besuch von Premier Li Keqiang
2014/10/08

Der am Donnerstag beginnende Deutschland-Besuch von Chinas Premier Li Keqiang wird die chinesisch-deutschen Beziehungen bereichern und die umfassende strategische Partnerschaft beider Länder weiter fördern.

Dazu betont der chinesische Botschafter in Deutschland, Shi Mingde, dass es bereits die zweite Deutschland-Reise von Li Keqiang seit dessen Amtsantritt vor über einem Jahr und das dritte Spitzentreffen beider Länder in diesem Jahr ist, nach dem Deutschland-Besuch von Xi Jinping im März und dem China-Besuch von Angela Merkel im Juli.

Auf Einladung der Bundeskanzlerin wird der chinesische Premier nun ab Donnerstag gemeinsam mit Merkel die dritten chinesisch-deutschen Regierungskonsultationen leiten.

Die gemeinsamen Regierungskonsultationen waren 2010 ins Leben gerufen worden. Die beiden vorangegangenen Runden haben für die Entwicklung der bilateralen Beziehungen eine wichtige Leitungs- und Planungsrolle gespielt. Nach den Worten von Botschafter Shi Mingde verkörpert dies die Breite und Tiefe der chinesisch-deutschen Beziehungen:

„Zur Begleitung von Li Keqiang gehören mehr als 20 Minister, von deutscher Seite werden 13 Bundesminister an den Konsultationen teilnehmen. Wir können also von einer ‚gemeinsamen Sitzung der Kabinette von China und Deutschland' reden. Dies repräsentiert das hohe Niveau, die Breite und die Tiefe der chinesisch-deutschen Beziehungen."

Shi Mingde bekräftigte, dass beide Seiten die künftige Zusammenarbeit planen und eine neue „Roadmap" ausarbeiten werden. Zudem soll ein zukunftsorientierter Aktionsgrundriss zur chinesisch-deutschen Zusammenarbeit veröffentlicht werden, in dem neue Kooperationsorientierungen und entsprechende Bereiche und Maßnahmen festgelegt werden. Dabei gelte die Erneuerung der Partnerschaft als Haupttenor des Aktionsgrundrisses für die bilaterale Kooperation, erklärt Shi Mingde:

„Der Begriff ‚Erneuerung' erfasst nicht nur Wirtschaft und Handel, sondern auch im wichtigeren Sinne Innovationen in der Zusammenarbeit insgesamt, bei den Mechanismen, dem Modell und den Grundideen der Kooperation also. Diese Erneuerung betrifft viele Bereiche - von Politik, Wirtschaft, Kultur, Diplomatie, Landwirtschaft und Bildung bis hin zu für beide Staaten wichtigen Aspekten wie zum Beispiel moderne Fabrikation oder die deutsche Industrie-4.0-Strategie. Unsere zukunftsorientierte Kooperation bekommt neue Impulse."

Im März des laufenden Jahres hatten China und Deutschland ihre umfassende strategische Partnerschaft etabliert. Der geplante Aktionsgrundriss basiert auf der Erneuerung dieser Partnerschaft und gilt als eine wichtige Maßnahme zur Bereicherung der strategischen Beziehungen. Beide Länder haben beschlossen, 2015 zum „Jahr der Erneuerung der Partnerschaft" zu machen. Dazu gehört auch, dass China im nächsten Jahr offizielles Gastland der CeBit in Hannover sein wird.

Mittlerweile befinden sich China und Deutschland in einer Schlüsselphase verstärkter Reformen und struktureller Anpassungen. Beide Staaten stehen vor gemeinsamen Herausforderungen und Möglichkeiten und haben wachsende gemeinsame Interessen. Dies verstärkt in beiden Ländern das Interesse an einer engen Kooperation. Dabei, so Shi Mingde, legen China und Deutschland großen Wert auf Innovationen. Die deutsche Bundesregierung betrachte die Erneuerung als eine staatliche Strategie. Insofern sei die Kooperation in diesem Aspekt geradezu wie ein goldener Schlüssel und werde das gesamte Potential der bilateralen Kooperation völlig zur Geltung bringen. In der Zukunft werde dies für die bilateralen Beziehungen leiten.

„Innovationen sind die Seele des Fortschritts einer Nation, Erneuerung ist die Quelle der Entwicklung eines Landes. Damit werden Innovationen zu neuen Impulsen für die chinesisch-deutschen Beziehungen. Die Wirtschaft beider Staaten ist stark komplementär und es gibt große gegenseitige Interessen. China und Deutschland sollten im Interesse der Welt und auch in ihrem ganz eigenen Interesse als weltweit größte Handelsländer und auch größte Volkswirtschaften und Produzenten mit vereinigten Kräften ihre Zusammenarbeit ausbauen. Die Perspektiven dafür sind enorm."

Shi Mingde fügte hinzu, Deutschland sei das erste Land, mit dem China eine umfassende Erneuerungskooperation entfaltet habe. In vielen Bereichen biete China Nachfrage und Markt und Deutschland eine entsprechende Überlegenheit. Beide Länder hätten reiche Kooperations-Bedingungen und -Grundlagen. Die Erneuerung werde zu einem neuen Impuls für die bilateralen Beziehungen und die Kooperation insgesamt.

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