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Ansprache des Botschafters am 15.9.2012 in Mannheim
2012/09/19

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

Lieber Herr Botschafter Mei,

Lieber Herr Dr. Egger,

sehr geehrter Herr Generaldirektor,

Meine Damen und Herren, liebe Freunde,

ich danke Ihnen sehr herzlich für Ihre freundlichen Worte. Es ist mir eine große Freude, zum Anlass der feierlichen Eröffnung der beiden Ausstellungen „Architekturen China 100“ und „Kunst von Ma Fudan“ nach Mannheim zu kommen. Ich begrüße recht herzlich Kurator und Künstler aus China sowie alle anwesenden Gäste und Freunden.

Vor 40 Jahren haben die Volkrepublik China und die Bundesrepublik Deutschland diplomatitsche Beziehungen aufgenommen. Seither nimmt der Austausch zwischen unseren beiden Ländern kontinuierlich zu. Im Juli 2010 haben beide Staaten ein „gemeinsames Kommunique zur Förderung der strategischen Partnerschaft“ unterzeichnet, in dem vereinbart ist, Regierungskonsultationen zwischen China und Deutschland einzurichten. So fanden vor zwei Wochen in Peking diese Konsultationen zum 2. Mal erfolgreich statt, an denen die Bundeskanzlerin Merkel mit neun Ministern teilnahmen. Seit Jahren ist Deutschland der größte Handelspartner Chinas in Europa und auch China ist inzwischen der größte Handelspartner Deutschlands in Asien. Auch die Zusammenarbeit in den Bereichen von Kultur, Bildung, Wissenschaft und Umweltschutz hat reiche Früchte getragen.

Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums wird 2012 an vielen Städten und Orten in Deutschland ein chinesisches Kulturjahr mit unzähligen Veranstaltungen durchgeführt. Ziel der Veranstaltungen besteht darin, der deutschen Bevölkerung eine Gelegenheit zu bieten, die chinesische Tradition und die Vielfalt der zeitgenössischen Kunst in China besser kennenzulernen. Dabei wird besonderen Wert auf die Dialoge zwischen Künstlern, Wissenschaftlern und Intellektuellen zu aktuellen Fragen im kulturellen und gesellschaftlichen Leben in China gelegt. Sie dienen als Plattform für die nachhaltige Kooperation zwischen Kulturinstitutionen beider Länder und bilden eine Grundlage für den Austausch zwischen chinesichen Provinzen und deutschen Bundesländern.

Kooperation und Dialog sind Motto des Kulturjahres. Mit Freude stelle ich fest, dass die Projekte und Programme des Kulturjahres nicht einseitig von China, sondern durch gemeinsame Konzeption und Kooperation von beiden Seiten zustande gebracht sind.

Seit langem pflegen Mannheim und Reiss und Engelhorn Museen gute Partnerschaft mit chinesischen Städten wie Zhenjiang, Qingdao, Nanjing und chinesischen Kulturinstitutionen. Beide Seiten haben viele effektive Kooperationsprojekte entwickelt.

Herr Generaldirektor, ich weiss, dass Ihre Museen in der Vergangenheit eine Reihe von chinesischen Ausstellungen konzipiert haben, 1997 die Ausstellung „Verbotene Stadt“ in Zusammenarbeit mit dem Palastmuseum Beijing, 2008 die Ausstellung „Ursprung der Seidenstraße“ in Kooperation mit Museum Xinjiang, nur um einige Beispiele zu nennen. Die chinesischen Künstler wie Ding Guanjia, Lu Chuntao haben ebenfalls ihre Kunst bei Ihnen präsentieren können.

An dieser Stelle möchte ich zwei Persönlichkeiten hervorheben, die sich besonders um die Zusammenarbeit zwischen Mannheim und China verdient gemacht haben. Das sind Dr. Egger und Botschafter Mei Zhaorong. Sowohl im als auch außer Dienst haben Sie, lieber Herr Dr. Egger, lieber Herr Botschafter Mei, Ihnen unermüdlich um die gute und fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Mannheim und China bemüht. Sie sind mit gutem Beispiel vorangegangen. Dafür möchte ich mich bei Ihnen recht herzlich bedanken.

Meine Damen und Herren,

in den letzten 30 Jahren hat die chinesische Wirtschaft eine rasante Entwicklung erfahren. Atemberaubende Veränderungen im Land, vor allem im gesellschaftlichen Leben sind mit dieser Entwicklung einhergekommen. Inzwischen zählt China zu den schnellsten Urbanisierungsgebiet der Welt, wobei Architektur eine immer bedeutendere Rolle spielt. International renommierte Architekten betrachten China als einen großen Experimentplatz, sie stürmten dahin und haben ihre Spuren hinterlassen.

Die Ausstellung „Architekturen China 100“ fokussiert sich auf die jünge Generation im chinesischen Architektenkreis. Einerseits sind sie Gewinner der Globalisierung, andererseits haben sie angesichts der negativen Einwirkung der Überkonsumierung der Naturressourcen angefangen nachzudenken, wie sie diese Widersprüche begegnen, wie sie sich mit ihren eigenen Kulturerbe umgehen sollen. Das gebrauchte Baumaterial in die neuen Bauwerke einzusetzen ist eine solche Begegnung. Herr Wang Shu, der Pritzker Architekturpreisträger 2012 ist ein herausragendes Beispiel dafür. Seine Arbeiten werden Sie in der Ausstellung sehen.

An dieser Stelle möchte ich Herrn Fang Zhenning, dem Kurator der Ausstellung, auch Kurator von China Pavillion bei der Architekturbiennale Venedig 2012 meinen herzlichen Dank aussprechen. Mit dieser Ausstellung haben Sie dem Publikum eine Gelegenheit geboten, China aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Mein Dank gilt auch dem Künstler Ma Fudan. Ihre Arbeiten erinnern uns an die Kunst in Dunhuang. Ich bedanke mich ebenfalls bei Reiss und Engelhorn Museen, China Assosiation of inernational Culture Exchange, China Art Exhibition Center für ihre Mühe und Organisationen. Ohne sie wären beide Projekte nicht zustande gekommen. Nicht zuletzt danke ich Ihnen, Herrn Oberbürgermeister, für Ihre tatkräftige Unterstützung.

Ich wünsche beiden Ausstllungen viel Erfolg!

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