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Ansprache des Botschafters in Kassel am 2.Oktober 2012
2012/10/08
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
sehr geehrter Herr Direktor Fan Di-an,
liebe Künstlerinnen und Künstler aus China
meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Freunde,

ich danke Herrn Oberbürgermeister sehr herzlich für Ihre freundlichen Worte. Es ist mir eine große Freude, zum Anlass der feierlichen Eröffnung der Ausstellung „Zeitgenössische chinesische Kunst im öffentlichen Raum" nach Kassel zu kommen. Zuerst begrüße ich recht herzlich die Kuratoren, die chinesischen Künstlerinnen und Künstler sowie alle anwesenden Gäste und Freunde.

Es ist das erste Mal, dass ich als neuer chinesischer Botschafter Kassel besuche. Es freut mich ganz besonders, dass mein Besuch in Kassel mit Kultur und Kunst zu tun hat. Im Rathaus habe ich ein sehr gutes Gespräch mit Herrn Oberbürgermeister geführt, bei dem wir gemeinsam auf die Erfolge zurückgeschaut haben, die Kassel und China seit langer Zeit in den Bereichen von Wirtschaft, Handel, Wissenschaft und Technik sowie Umweltschutz erzielt haben. Aber, was ich an dieser Stelle unterstreichen möchte, ist, dass China und Kassel nicht nur durch Wirtschaft und Handel verbunden sind, Kultur und Kunst haben in unseren Beziehungen schon immer eine wichtige Rolle gespielt. Kassel ist bei Chinesen vor allem durch Brüder Grimm und „Documenta" bekannt. Die 13. Dokumenta, die vor kurzem mit über 800,000 Besuchern beendet wurde, ist die erfolgreichste seit dem Etablieren überhaupt. Dazu möchte ich Ihnen, Herrn Oberbürgermeister, meine herzliche Gratulation aussprechen.

Meine Damen und Herren,

die seit mehr als 30 Jahren durchgeführte Reform- und Öffnungspolitik hat nicht nur der chinesischen Wirtschaft Vitalität gebracht, sondern auch der Kunst Tür und Tor geöffnet. Mit der wirtschaftlichen Entwicklung hat auch die zeitgenössische chinesische Kunst ihre Vielfalt aufgewiesen. Die Gedanken der chinesichen Künstler, insbesondere der jüngeren Generation sind sehr lebhaft und sensibel. Sie genießen die volle Freiheit, ihre Gedanken durch ihre Kunst darzustellen. Aber wie man in der Zeit der Globalisierung neue Inspiration und Ausdrucksformen für Kunst finden kann, ist es für alle Künstler in der Welt eine große Herausforderung. Die gewaltigen Veränderungen in der chinesichen Gesellschaft, im Leben der Menschen und der rege internationale Austausch haben den chinesischen Künstlern unendliche Möglichkeiten gegeben, darüber nachzudenken und vieles auszuprobieren. Die Arbeiten, die Sie in der Ausstellung sehen, haben individuelles Konzept, einzigartigen Blickwinkel und neue Ausdruckformen des jeweiligen Künstlers präsentiert. Ich bin überzeugt, dass diese Ausstellung ein Fenster für die deutsche Öffentlichkeit eröffnen wird, die zeitgenössische chinesische Kunst kennenzulernen und auch durch Kunst die chinesische Gesellschaft besser zu verstehen.

Meine Damen und Herren,

vor 40 Jahren haben die Volkrepublik China und die Bundesrepublik Deutschland diplomatitsche Beziehungen aufgenommen. Seither hat sich der Austausch zwischen unseren beiden Ländern kontinuierlich erweitert. 2010 haben beide Staaten die strategische Partnerschaft geschlossen. Vor vier Wochen hat die Bundeskanzlerin mit ihrem fast halben Kabinett China besucht und mit dem chinesischen Ministerpräsidenten gemeinsam an der zweiten Regierungs-

konsultationen teilgenommen, die auch großen Erfolg erzielt haben.

Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Aufnahme diplomatisher Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern führt China 2012 in Deutschland ein Kulturjahr durch. Kooperation und Dialog bilden das Motto des Kulturjahrs. Es freut mich sehr, feststellen zu können, dass die Projekte des Kulturjahrs nicht einseitig von China initiiert wurden, sondern durch gemeinsame Konzeption und Kooperation von Kulturinstitutionen und Fachleuten beider Seiten entstanden sind. Die Ausstellung von heute liefert das beste Beispiel dafür.

In diesem Sinne möchte ich hier vor allem Herrn Direktor Fan Di-an, Prof. Yu ding, Prof. Siebenhaar und alle Künstlerinnen und Künstlern ganz herzlich danken. Mit dieser Ausstellung haben Sie dem Publikum eine Gelegenheit geboten, China aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Mein Dank gilt auch Ihnen, Herrn Oberbürgermeister. Ohne Ihr persönliches Engagement und die Unterstützung Ihrer Kollegen wäre das Projekt nie zustandegekommen. Nicht zuletzt danke ich allen Mitarbeitern aus Namoc, Cafa und Freie Universität Berlin für ihre ausgezeichnete Arbeit.

Ich wünsche der Ausstllung viel Erfolg.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit!

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