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Botschafter Ma: Interview mit Hallo-Gratiszeitung
2008/07/01

Wie ist die Stimmung in China - freuen sich die Chinesen auf Olympia?

Ma Canrong: Der 13. Juli 2001 ist für uns Chinesen ein unvergesslicher Tag, an dem Beijing (andere Bezeichnung für Peking, Anm. d. Red.) das Austragungsrecht für die 29. Olympiade zugesprochen wurde. Damit ist ein tausendjähriger Traum Chinas in Erfüllung gegangen. Die Olympiade wird vom ganzen Volk unterstützt. Wenn Sie jetzt in China wären, könnten Sie überall die Freude und Begeisterung darüber spüren. China erwartet mit großer Freude Freunde aus aller Welt.

Ist China auf Olympia vorbereitet - oder gibt es noch viele Baustellen?

Ma Canrong: „We are ready - Wir sind bereit", das ist schon längst die Wahrheit. Nicht nur alle für die Olympischen Spielen benötigten Stadien sind fertiggestellt, auch die Vorbereitungen auf anderen Gebieten laufen planmäßig.

Im Vorfeld der Olympischen Spiele hat es im Zusammenhang mit dem Vorgehen Chinas in Tibet heftige Proteste in aller Welt gegeben. Sehen Sie Chancen, dass sich das Verhältnis Chinas zu Tibet durch Gespräche mit dem Dalai Lama nachhaltig verbessern kann?

Ma Canrong: China verfolgt eine konsequente und klare Politik gegenüber dem Dalai Lama. Die Tuer zum Gespräch mit ihm bleibt immer offen. Bisher hat es sechs Gesprächrunden gegeben, die nächste steht für heute an. Ob Gespäche oder Kontakte zu Ergebnissen führen, kommt darauf an, ob der Dalai Lama tatsächlich auf seine separatistischen Bestrebungen verzichtet, von der Anstachelung zu Gewalttaten und Unterstützung der Störaktion auf Olympische Spiele in Beijing absieht.

Das verheerende Erdbeben in der Provinz Sichuan hat in Deutschland und aller Welt viele Menschen geschockt. Wie ist im Moment die Situation im Erdbebengebiet?

Ma Canrong: Derzeit hat sich die Lage im Katastrophengebiet stabilisiert. Die Überlebenden sind in Sicherheit gebracht worden. Die Epidemie-Gefahr ist gebannt, 90 Prozent der vom Erdebeben lahm gelegten Straßen sind wieder für den Verkehr freigegeben worden. Die Strom- und Trinkwasserversorgung ist ausreichend gesichert.

Wie lange wird es dauern, bis die Folgen des Erdbebens dort beseitigt sind?

Ma Canrong: Wir haben vor, das Erdbebengebiet innerhalb von drei Jahren im großen und ganzen wieder aufzubauen. Die vollständige Beseitigung der Erdbebenschäden wird aber noch länger dauern. Wir sind dankbar, dass die internationale Gemeinschaft einschließlich Deutschland uns mit großzügigen Spenden und Hilfsgütern geholfen hat. Das chinesische Volk wird diese freundschaftliche Hilfe nie vergessen.

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