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Shi Mingde: Deutschlandbesuch Li Keqiangs wird neue Kooperationsperspektive eröffnen
2017/05/31

2017-05-30 18:30:01 cri

Am Mittwoch und Donnerstag wird der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang Deutschland einen offiziellen Staatsbesuch abstatten. Dabei wird er am Jahrestreffen mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel teilnehmen. Über das Programm und die Schwerpunkte des diesjährigen Deutschlandbesuchs des Ministerpräsidenten sowie über das Potenzial der künftigen bilateralen Kooperationen hat sich der chinesische Botschafter in Deutschland, Shi Mingde, in einem Interview mit China Radio International geäußert.

Das laufende Jahr markiert das 45jährige Jubiläum der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen China und Deutschland. Dazu sagte Shi, der für fünf Jahre Botschafter in Deutschland ist, genau vor 45 Jahren sei er in das chinesische Außenministerium eingetreten und habe sich seither mit Deutschland beschäftigt. Er habe sozusagen den gesamten Entwicklungsprozess der bilateralen Beziehungen miterlebet.

„In den vergangenen 45 Jahren haben die Beziehungen zwischen beiden Ländern zwar Schwankungen erlebt, doch im Großen und Ganzen waren sie stabil und erfolgreich. Insbesondere in den vergangenen Jahren, also seit 2014, haben die beiden Regierungen beschlossen, eine umfassende strategische Partnerschaft aufzubauen. Die Beziehungen in allen Bereichen erlebten daraufhin pragmatische Durchbrüche. Der anstehende Besuch von Ministerpräsident Li Keqiang zielt darauf ab, auf die Entwicklung in den vergangenen 45 Jahren zurückzublicken, neue Kooperationsperspektiven aufzuzeigen und eine neue Richtung einzuschlagen. "

Derzeit seien über 8.200 deutsche Unternehmen in China ansässig, fügte Shi hinzu. Auf der anderen Seite hätten mehr als 2.000 chinesische Unternehmen Standorte in Deutschland errichtet. Obwohl es einige Kontroversen bei den Kooperationen gegeben hätte, hätten die Profite der deutschen Unternehmen in China, die Investitionen der chinesischen Unternehmen in Deutschland und die Förderung der lokalen Beschäftigung bewiesen, dass die Erweiterung der Kooperationen der einzige Weg zur Realisierung eines gemeinsamen Gewinns sei.

Über das Potenzial der chinesisch-deutschen Kooperationen sagte der Botschafter:

„Die Einstellung Deutschlands gegenüber der Seidenstraßen-Initiative hat sich zum Beispiel in den vergangenen drei Jahren stark verändert: Von einem Betrachter-Standpunkt zu einem positiven Teilhaber. Bundeskanzlerin Angela Merkel war auch die erste Politikerin in den westlichen Ländern, die die Initiative in der Öffentlichkeit unterstützte. Zudem hat Deutschland als Land außerhalb Asiens am meisten in die AIIB investiert. Man kann Konkurrenz-Beziehungen in Kooperations-Beziehungen verwandeln. Deswegen sollen nun die Kooperationen mit Märkten in Drittländern verstärkt werden. Dies ist eine Veränderung der Kooperationsideen und Kooperationsbereiche."

Laut Shi gibt es auf der Welt genügende Märkte, um die gemeinsame Entwicklung zwischen China und Deutschland zu unterstützen. Die beiden Länder sollten nicht nur neue Mechanismen für die Kooperationen schaffen, sondern auch neue Ideen und Gedanken dafür entwickeln.

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