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Botschafter Wu Hongbo beantwortet die Fragen von der Berliner Zeitung, gestellt von Herrn Frank Herold
2009/09/15

Am 12. und 13. September 2009 veranstalteten die Frankfurter Buchmesse mit China als Ehrengast der Buchmesse 2009 sowie einigen anderen Mitveranstaltern gemeinsam das Symposium "China und die Welt - Wahrnehmung und Wirklichkeit". Wegen eigenmächtiger Veränderung des Ablaufs bei der Eröffnung des Symposiums am 12. September mussten sich die chinesischen Experten aus Protest zurückziehen. Nachdem sich der Verantwortliche der Frankfurter Buchmesse vor aller Öffentlichkeit entschuldigt hatte, kamen die chinesischen Experten zurück. Das lenkte große Aufmerksamkeit der deutschen Medien.

Heute hat Herr Botschafter Wu Hongbo die entsprechenden Fragen der Berliner Zeitung, gestellt von Herrn Frank Herold, beantwortet. Die Fragen stehen im Wortlaut wie folgend:

--Berliner Zeitung: Herr Botschafter, warum wollte die chinesische Delegation auf dem China-Symposium in Frankfurt am Main nicht hören, was kritische chinesische Autoren zu sagen hatten?

--Wu: Die chinesische Seite weicht nie dem Gedankenaustausch und der Diskussion aus. Die deutschen Mitveranstalter hatten den Ablauf des Symposiums "China und die Welt - Wahrnehmung und Wirklichkeit" eigenmächtig verändert. Das war kein Ausdruck des Respekts vor dem chinesischen Kooperationspartner. Es war inakzeptabel. Die Experten aus China haben deshalb dem Verantwortlichen der deutschen Veranstalter Protest erhoben und große Unzufriedenheit zum Ausdruck gebracht. Der Verantwortliche der Buchmesse hat sich vor aller Öffentlichkeit entschuldigt. Die chinesischen Experten haben in den darauffolgenden Diskussionen im Rahmen des Symposiums ihren Standpunkt noch einmal deutlich gemacht, was von allen Anwesenden positiv beurteilt wurde. Wir hoffen, dass die deutschen Veranstalter ihren chinesischen Kooperationspartner völlig respektieren, um zu garantieren, dass sich alle Veranstaltungen Chinas als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse reibungslos verlaufen können.

--Berliner Zeitung: Das Symposium trug den Titel "Viele Bilder - viele Missverständnisse". Waren es wirklich "nur" Missverständnisse?

--Wu: Dieses Symposium hatten umfangreiche und wichtige Themen. Das allerwichtigste Ziel ist, ein wahres China kennenzulernen. China hat seit Beginn der Reform- und Öffnungspolitik vor mehr als 30 Jahren große Erfolge in allen Bereichen erzielt, was von der ganzen Welt anerkannt wird. Als Entwicklungsland sind wir bereit und dabei, unsere Unzulänglichkeiten zu verbessern. Die Außenwelt hat leider viele Vorurteile, und es gibt Missverständnisse. Um sie zu überwinden, müssen alle Seiten nach dem Prinzip gegenseitigen Respeks, gleichberechtigten Umgehens und der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten ständig das Verständnis und den Austausch vertiefen.

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