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Japan muss erkennen, dass es bei der Luftzone um Sicherheit geht
2013/12/02

 

Japan muss erkennen, dass es bei der Luftzone um Sicherheit geht

 

 

Laut Experten und hochrangigen Diplomaten sollten China und Japan einen Mechanismus erarbeiten, um die Krise der sich überschneidenden Luftverteidigungszonen beizulegen. Eine bilaterale Einigung sei nötig, um einen Zwischenfall mit Militärflugzeugen zu verhindern.

Experten sagen, dass Verhandlungen zwischen Beijing und Tokio stattfinden sollten, um einen Mechanismus zur Beilegung der Krise bezüglich der sich überschneidenden Air Defense Identification Zones (ADIZ) im Ostchinesischen Meer zu erarbeiten, da Chinas Schritt, seine Zone zu etablieren, unwiderruflich sei. Die Kommentare gehen in die gleiche Richtung wie die Äußerungen eines hochrangigen chinesischen Diplomaten, der am Mittwoch eine bilaterale Vereinbarung forderte, um einen Zwischenfall mit militärischen Flugzeugen zu verhindern, während er gleichzeitig die Legitimität des chinesischen Vorgehens rechtfertigte.

Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtete, sagte Tang Jiaxuan, Leiter der China-Japan Friendship Association, bei einem Treffen mit ehemaligen und aktuellen japanischen Abgeordneten, dass mindestens 20 andere Länder solche Zonen hätten. Bezüglich der laufenden Verhandlungen der beiden Nationen über einen Mechanismus zur Gewährleistung der Sicherheit im Seeverkehr erklärte Tang, "es ist auch notwendig, ein Krisenmanagement für den Luftraum zu haben."

Zu der japanischen Delegation gehörten auch der ehemalige Außenminister Koichiro Gemba und Taku Yamasaki, ehemaliger Vizepräsident der Liberaldemokratischen Partei.

Chinesische Beobachter sagten, dass Tokio sich den Tatsachen stellen und die Aufrechterhaltung der regionalen Stabilität zu seiner Priorität machen sollte, anstatt Doppelstandards anzulegen und vergeblich zu protestieren.

Zhang Junshe, ein Experte der chinesischen Marine, sagte, es würde helfen, das Risiko einer Fehleinschätzung zu reduzieren, wenn beide Seiten sich einfach zusammensetzen und über die Sicherheit des Luftraums diskutieren könnten.

Chai Lidan, ein Spezialist für Luftverteidigung, sagte, es sei international üblich, dass zwei Länder mit umstrittenen Luftverteidigungszonen einen Pakt aushandelten, aber Japan zeige einen Mangel an Verantwortung.

Bezüglich der überschneidenden Luftverteidigungszonen habe China beide Seiten aufgefordert, die Kommunikation zu verbessern und gemeinsam die Sicherheit des Luftraums zu gewährleisten, sagte Qin Gang, Sprecher des Außenministeriums, am Freitag bei einer Pressekonferenz.

China habe am Freitag Kampfflugzeuge entsandt, um die Aktivitäten von US-amerikanischen und japanischen Flugzeugen in der neuen Luftverteidigungszone zu untersuchen, erklärte Shen Jinke, Sprecher des Ministeriums für Landesverteidigung. Er fügte hinzu, dass die chinesischen Kampfjets zwei US-amerikanische und zehn japanische Flugzeuge während ihrer Flüge durch die Zone identifiziert und überwacht hätten.

Unterdessen erklärte der japanische Premierminister Shinzo Abe, dass Tokio "entschieden reagieren wird" auf Chinas Schritt, neue Flugregeln festzulegen, "aber in einer ruhigen Art." Japan "wird mit verbündeten Ländern, Nachbarländern und internationalen Organisationen zusammenarbeiten", zitierte der Abgeordnete Takeshi Iwaya von der regierenden Liberaldemokratischen Partei Premierminister Abe. Er übergab Abe auch die schriftliche Resolution der Partei, in der China kritisiert und Beijing dazu gedrängt wird, umgehend die betreffenden neuen Maßnahmen zurückzunehmen.

Starken Unmut über Japans Kritik an der neuen Zone zum Ausdruck bringend sagte Tang, "Japans Air Defense Identification Zone liegt in unmittelbarer Nähe zu Chinas Hoheitsgewässern", weshalb es für Tokio keinen Grund gebe, sich zu beschweren.

"Es gibt keine globalen Standards für die Vorschriften der Identifikationszone, weshalb es keinen großen Unterschied zwischen Chinas und Japans Markierungen gibt", sagte der ehemalige Außenminister Tang.

 

Quelle: german.china.org.cn

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