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Cameron schlägt Freihandelszone China–EU vor
2013/12/03
 

An der Spitze der größten britischen Wirtschaftsabordnung, die jemals nach China gereist ist, versucht der britische Premier, die chinesisch-europäischen Beziehungen zu einer stabilen Partnerschaft für Wachstum und Reform aufzuwerten, mittels derer der chinesische Traum und langfristiger Wohlstand auch Großbritannien (GB) erreichen könnte.

Es wird erwartet, dass Cameron bei einem Treffen mit dem chinesischen Ministerpräsident Li Keqiang am Montag selbigem mitteilen wird, dass er sein volles politisches Gewicht als britischer Premier in die Waagschale werfen wird, um eine Liberalisierung des Handels zwischen China und der EU – dem größten Handelsblock und wichtigsten Handelspartner Chinas weltweit – zu ermöglichen. Wirtschaftsanalysten gehen davon aus, dass ein solcher Deal allein für die Wirtschaft des Vereinigten Königreichs einen Wert von 2,2 Milliarden Euro haben könnte – pro Tag.

Als erster politischer Führer Europas, der sich derart für ein solches Freihandelsabkommen einsetzt, erklärte Cameron die Gründe für seine Forderung in einem Artikel, der im chinesischen Wirtschaftsmagazin "Caixin" veröffentlicht wurde. Darin schreibt Cameron, dass sich "Großbritannien in einer einzigartigen Position zur Vertiefung der Handels- und Investitionsbeziehungen zwischen China und der EU" befinde. Man könne auf den kürzlich begonnenen Investitionsverhandlungen zwischen China und der EU sowie Chinas Reformbestrebungen aufbauen, so der britische Premier. "Ich will daher nun das ambitiöse Ziel eines umfassenden Freihandelsabkommens zwischen China und der EU vorschlagen. Und wie schon bei dem Abkommen zwischen der EU und den USA werde ich mich auch für dieses Projekt – das jedes Jahr zig Milliarden Euro einbringen könnte – voll einsetzen", schrieb Cameron.

Das Vereinigte Königreich (UK) hat bereits damit begonnen, sich für eine solche Freihandelszone einzusetzen: unter anderem wurde das Thema bereits letzte Woche beim "Osteuropäische Partnerschaft"-Treffen in Vilnius angesprochen.

Die britische Regierung hat bereits ausrechnen lassen, dass UK-Exportfirmen allein bei der Eliminierung von 20 ausgesuchten Zolltarifen im bilateralen Handel mit China schätzungsweise 740 Millionen Euro pro Jahr einsparen könnten. Die Industrie des Vereinigte Königreichs hat ihre Stärken nämlich genau in den Branchen, die von den Zöllen besonders stark betroffen sind, wie beispielsweise im Autobau, der Pharmazie sowie bei verschiedenen mechanischen und elektrischen Produkten – diese Industriesparten stehen für 36 Prozent der britischen Exporte nach China.

Ein Freihandelsabkommen würde außerdem Probleme wie die Liberalisierung des Dienstleistungsmarktes sowie besseren Schutz des geistigen Eigentums bedeuten – beides Bereiche, in denen die Gewinne sogar noch deutlich höher ausfallen könnten, als beim Handel.

Quelle: german.china.org.cn

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