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Asiatisch-pazifische Sicherheitskonferenz zur Situation in Nordostasien
2013/12/04
 

Der asiatisch-pazifische Sicherheitskooperationsrat hat am Dienstag in Beijing getagt. Im Mittelpunkt der Beratungen des bekannten inoffiziellen Forums zu Sicherheitskooperation in der Asien-Pazifik-Region stand die Lage in Nordostasien. Anlass dazu gaben die verschlechterten Beziehungen Japans zu China und Südkorea sowie die ins Stocken geratenen Gespräche zur Atomfrage auf der koreanischen Halbinsel.

Derzeit wird zudem weltweit die Reise von US-Vizepräsident Joe Biden in drei ostasiatische Länder aufmerksam beobachtet, mit der die USA ihren Einfluss in der Region stärken wollen. Tatsächlich hat die Supermacht stets einen Einfluss auf die Situation in Ostasien. Dazu meint der südkoreanische Sicherheitsexperte Professor Choo Jae-woo, das Eingreifen der USA stelle bereits einen wichtigen Faktor zur Beeinflussung der Sicherheit in Nordostasien dar. Die Kernfrage dabei liege in der Interaktion zwischen China und den USA.

„Um die Sicherheitsherausforderungen in Nordostasien zu bewältigen, müssen sich die chinesisch-amerikanischen Beziehungen entwickeln. China plädiert für den Multilateralismus und die Kooperation. Die USA sind allerdings der Ansicht, dass eine Sicherheitsordnung auf der Basis von Allianzen etabliert werden sollte. China hat dazu wiederholt bekräftigt, dass in der regionalen Sicherheit und in den internationalen Beziehungen Multipolarität und Demokratie respektiert werden müssen. Die USA setzen auf gemeinsame Wertvorstellungen, die im derzeitigen Völkerrecht repräsentiert sind. Inzwischen lassen sich dabei kaum noch gemeinsame Interessenpunkte zwischen China und den USA finden. Länder in der Region wie Südkorea und südostasiatische Staaten müssen Partei nehmen."

Zahlreiche Politikwissenschaftler vertreten die Meinung, dass die militärische Allianz der USA in Ostasien bereits zu einem Risiko für die regionale Sicherheit geworden ist. Der bestehende multilaterale Sicherheitsmechanismus in Asien kann die Sicherheitsherausforderungen noch nicht effektiv bewältigen. Dies erläutert Ralph Cossa vom Amerikanischen Internationalen Zentrum für Strategische Studien so:

„Derzeit gibt es in Asien mehrere multilaterale Sicherheitsmechanismen. Allerdings beschränken sie sich zumeist auf die Ebene des Dialogs. Sie können Krisen noch nicht effektiv lösen. Meiner Meinung nach spielt die militärische Allianz eine positive Rolle und bietet für die multilaterale Sicherheitskooperation eine Grundlage."

Unabhängig davon, welche Rolle die USA spielen werden, gilt die Präsenz der Supermacht als eine unvermeidbare Tatsache für die regionalen Länder. Dazu betont der chinesische Vizeaußenminister Liu Zhenmin, dass die grundlegende Garantie der Sicherheit in Ostasien und auf dem gesamten Kontinent in eine gute Interaktion zwischen Großmächten besteht:

„Es ist von äußerst großer Bedeutung, dass die Großmächte friedlich und harmonisch miteinander koexistieren. Die Großmächte sollen dabei vernünftig und objektiv die strategischen Absichten der anderen Seite betrachten, die Ideen des Kalten Kriegs aufgeben und die gegenseitigen Interessen und Sorgen respektieren. Die globalen Herausforderungen müssen durch Kooperation bewältigt werden. Dies ist die Erwartung der regionalen Länder und auch die Verantwortung der Großmächte."

Für den südkoreanischen Professor Choo Jae-woo besteht der Kern zur Lösung der Sicherheitsfragen in Nordostasien darin, dass die Großmächte eine Führungsrolle für die regionale Sicherheitsordnung übernehmen. Dabei stellten die Bemühungen Chinas und der USA zur Errichtung neuer Beziehungen für alle Beteiligten eine optimistische Perspektive der regionalen Sicherheit dar.

„Uns fehlt die Kraft, diese Führungsrolle selbst zu übernehmen. Diese Kraft muss von den regionalen Großmächten ausgehen. In Nordostasien gilt dies für die USA und China. Glücklicherweise hat Xi Jinping beim Gespräch mit Barack Obama im Juni 2013 geäußert, dass beide Seiten gemeinsame Interessen anstreben und einander respektieren sollten. Dazu gehört auch ein Respekt der Ansichten der jeweils anderen Seite im Rahmen der regionalen Sicherheit. Dies sollte uns optimistisch stimmen. Ich bin der Ansicht, dass China und die USA ihre Unterschiede bereits zur Kenntnis genommen haben und nun versuchen, die unterschiedlichen Interessen der anderen Seite zu respektieren. Ein Beispiel dafür ist ja die Etablierung der neuen Beziehungen der Großmächte."

 

Quelle: CRI

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