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Shanghaier Freihandelszone weiter im Aufwind
2013/12/09

Die Shanghaier Freihandelszone wird sich nach den Worten von Standard-Chartered-Vorstand Peter Sands zu einem wichtigen internationalen Finanzzentrum entwickeln. Sand begründete seine Einschätzung mit der von der chinesischen Regierung unterstützten Internationalisierung der Landeswährung Renminbi, die weitere multinationale Konzerne nach Shanghai ziehen werde.

Damit könne die Freihandelszone neben Hongkong, Taiwan sowie Singapur und London für Standard Chartered ein neues Zentrum für den Ausbau der RMB-Dienstleistungen werden.

Seine Bank freue sich, dass die chinesische Landeswährung immer weiter in die globale Ökonomie integriert werde. Obwohl dies sehr schnell geschehe, sei aber noch viel zu tun.

Dazu werde sich Standard Chartered, so Sands weiter, den finanziellen Reformen und Veränderungen in China und insbesondere den neuen Maßnahmen in der Shanghaier Freihandelszone anpassen. Dies werde eine „positive Rolle in der Entwicklung spielen", wobei die Bank ihr großes internationales Geschäftsnetzwerk und ihre Erfahrungen bei der Entwicklung des Schuldscheinmarkts zur Geltung bringen könne.

Die Standard Chartered Bank und die Agricultural Bank of China hatten vor kurzem ein Verständigungsmemorandum unterzeichnet, in dem eine Partnerschaft für RMB-Abrechnungsdienstleistungen in Großbritannien verankert worden ist.

Sands fügte hinzu, der Aufbau eines RMB-Abrechnungszentrums in London in Kooperation mit der drittgrößten chinesischen Bank werde chinesischen Unternehmen helfen, ihre Auslandsgeschäfte weiter auszubauen und die Internationalisierung der Währung zu beschleunigen.

Gemäß der Vereinbarung können finanzielle Institutionen und Firmen in Filialen beider Banken in Großbritannien ihre RMB-Transaktionen vornehmen.

Dies werde, so Sands weiter, den Weg ebnen für den weiteren Ausbau von Produkten und Dienstleistungen in chinesischer Landeswährung bei der Handelsfinanzierung und globalen Bargeldabwicklungen sowie bei der Eigentums- und Schuldscheinverwaltung am Londoner RMB-Offshore-Markt.

Die Möglichkeit einer höheren RMB-Liquidität in London könne zudem neue große Investitionsprojekte finanzieren und andere finanzielle Aktivitäten unterstützen.

Dank der RMB-Abrechnungsdienstleistungen könne Großbritannien chinesischen Unternehmen mehr Möglichkeiten für den Ausbau von Investitionen bieten, so Sands. „Im weiteren Sinne wird dies chinesischen Betrieben den Marktzugang im Westen erleichtern, auch in den USA und in anderen EU-Staaten."

Die Verhandlungen über eine Kooperation zwischen der Standard Chartered Bank und der Agricultural Bank of China hatten vor drei Jahren begonnen. Dabei wurde auch eine Vereinbarung über einen kontinuierlichen Ausbau der Partnerschaft bei der Finanzierung von kleinen und mittelständischen Betrieben erzielt.

Der Chef der britischen Bank fuhr fort, er sei stolz darauf, dass seine Bank zur Verstärkung der ökonomischen Verbindungen zwischen beiden Staaten im Zuge der RMB-Internationalisierung beitrage.

Nach Angaben der Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunications entfallen auf London 28 Prozent aller RMB-Offshore-Transaktionen. Damit ist die London das wichtigste Offshore-RMB-Zentrum in der EU.

Quelle: CRI

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