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Die meisten Patentanträge kommen aus China
2013/12/10

Die Weltorganisation für Geistiges Eigentum (WIPO) hat am Montag in Genf ihren Jahresbericht über die weltweiten Patentanmeldungen vorgelegt. Danach erhöhte sich die Zahl entsprechender Anträge im vergangenen Jahr auf 2,35 Millionen. Das ist die schnellste Zunahme in den letzten 18 Jahren. Einen bedeutenden Anteil daran hat der sprunghafte Zuwachs der Anträge aus China.

Dem Bericht zufolge war China im vergangenen Jahr das einzige Land der Welt, das im Bereich der 5 größten Urheberrechtsorganisationen ein zweistelliges Wachstum in 4 Aspekten aufwies. Die Zahl der Anträge aus China stieg um 24 Prozent, wobei Bürger der Volksrepublik 560.000 Anträge stellten. Damit liegt die Volksrepublik unter allen Ländern in Führung. Zudem kamen aus China 1,58 Millionen Anträge auf den Schutz von Markenrechten, was ebenfalls einen ersten Platz bedeutet. Aus den USA kamen zirka 600.000 und aus Deutschland etwa 390.000 Anträge. Zudem wurden aus China 650.000 Anträge auf den Schutz des Designs von industriellen Produkten gestellt, gefolgt 76.000 Designs aus Deutschland.

Und mit 827.000 Anträgen auf die Patentierung kleiner Erfindungen kamen 89,5 Prozent aller entsprechenden Anmeldungen aus China.

WIPO-Generalsekretär Francis Gurry sagte, das kontinuierliche sprunghafte Wachstum der Anträge aus China sei der Hauptfaktor für die weltweite Erhöhung der Anmeldungen zum Schutz geistigen Eigentums:

„Ich möchte sagen, dass die 2. Tendenz, wie bereits im letzten Jahr mehrmals betont, in der weltweit wachsenden Rolle Chinas im Bereich des geistigen Eigentums besteht. Wir sehen, dass die Volksrepublik in 4 Aspekten dieses Bereiches das einzige Land ist, das gleichzeitig unter den 5 vorderen Plätzen liegt. Bei jedem Aspekt hat das Land ein zweistelliges Wachstum aufgewiesen."

Laut dem Bericht zeigt sich europäischen Anträgen eine komplizierte Lage. Die Zahl der Anträge aus der EU insgesamt sowie aus Deutschland und Großbritannien nahm zu, während die aus Frankreich und Italien rückläufig war. Gleichzeitig hat sich der Anteil der Entwicklungsländer auf diesem Gebiet erhöht. Dazu sagte Francis Gurry:

„Die dritte Tendenz ist, viele Länder mit mittlerem Einkommen ein gutes Wachstum zeigen. Weltweit betrachtet konzentrieren sich die Patentanträge hauptsächlich auf Industriestaaten mit rund 65 Prozent. Länder mit mittlerem und niedrigem Einkommen stellen bei Anträgen auf Markenrechte und auf das Design industrieller Produkte 52 bzw. 64 Prozent. Allein aus der Türkei erhöhte sich die Zahl entsprechender Anträge um 24,1 beziehungsweise 12,4 Prozent."

Der Bericht geht auch auf weitere Tendenzen und Phänomene auf diesem Gebiet ein. So entfallen acht Prozent der Patentanträge auf Digital-Telekommunikation, 3,8 Prozent auf grundlegende chemische Materialien sowie und 2,1 Prozent auf Computer-Technologien. Zudem zeigen sich unterschiedliche Schwerpunkte der einzelnen Länder bei den Patentanmeldungen. So setzen Israel und die USA hauptsächlich auf Computer- und Medizin-Technologien. Belgien, die Schweiz und Indien befassen sich im Wesentlichen mit der Chemieindustrie. China und Russland legen großen Wert auf Materialien, Werkstoffe und Hüttenindustrie. Japan, Südkorea und Singapur haben einen großen Anteil in der Halbleiter-Branche. Frankreich, Deutschland und Schweden beschäftigen sich hauptsächlich mit Verkehrstechnologien.

Quelle: CRI

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