| Tag zum "Gedenken an die Befreiung der Millionen von Leibeigenen" in Tibet gefeiert |
| 2010/03/29 |
Am Sonntagvormittag sind über 3.000 Vertreter aller Nationalitäten in Tibet vor dem Potala-Palast in Lhasa zusammengekommen. Das chinesische Autonome Gebiet Tibet feiert den Tag zum "Gedenken an die Befreiung der Millionen von Leibeigenen". Bei der Zeremonie wurde die chinesische Nationalflagge gehisst und die Nationalhymne gesungen. Am 28. März 1959 erklärte die chinesische Regierung, die tibetische Lokalregierung aufzulösen und die demokratische Reform in Tibet offiziell zu starten. Damit wurde das System der theokratischen feudalen Leibeigenschaft aufgehoben. Dadurch erhielten Millionen von Leibeigenen ihre persönliche Freiheit. Außerdem genossen sie erstmals politische Rechte vor einem Gesetz. Bei der Zeremonie vor dem Potala-Palast sprach der Sekretär des Stadtkomitees der KP Chinas, Qin Yizhi. Er wies darauf hin, dass es im alten Lhasa vor 51 Jahren weniger als 20.000 Menschen gab, von denen 95 Prozent Analphabeten waren. Die durchschnittliche Lebenserwartung lag bei nur 35,5 Jahren. Mit der demokratischen Reform vor 51 Jahren sei Lhasa in allen Bereichen tief greifend verändert worden: "Heute gibt es in Lhasa 450.000 Menschen und ein modernes Bildungssystem. 99,4 Prozent der Kinder können in die Schule gehen und davon wiederum 99,5 Prozent in eine Mittelschule. Zurzeit gibt es in dieser Stadt 462 Gesundheitseinrichtungen. Auch für Bauern und Hirten konnte ein Gesundheitssystem mit kostenloser medizinischer Behandlung aufgebaut werden. Das hat sich natürlich auf die Lebenserwartung ausgewirkt, die heute bei durchschnittlich 67 Jahren liegt." Neben der Zeremonie vor dem Potala-Palast gab es am selben Tag noch weitere Feierlichkeiten. In verschiedenen Stadtteilen von Lhasa wurden Diskussionen, Bilderausstellungen und Aufführungen abgehalten. Die stellvertretende Vorsitzende des PKKCV-Komitees des Autonomen Gebiets Tibet, Lhazong Drolkar, hat das alte Tibet vor der demokratischen Reform selbst erlebt. Sie sagte: "Damals gab es in Tibet überall Tempel und Mönche. Aber ein angehender Mönch musste erst von den Beamten genehmigt werden. Im Tempel gab es außer den Mönchen auf hoher Ebene nur deren Leibeigene. Daher sollten wir das Leiden im alten Tibet im Gedächtnis behalten und das glückliche Leben in der neuen Zeit genießen." Auf den Straßen von Lhasa herrschte überall eine feierliche Atmosphäre. Der 35 Jahre lang im Ausland lebende Tibeter Xargokangtru Yeshepanden zeigte seine Freude angesichts der schnellen Entwicklung im neuen Tibet: "Es entwickelt sich sehr schnell. So große Veränderungen sind in anderen Ländern auf der Welt nicht zu beobachten. Unsere Regierung widmet den Bauern und Hirten eine besondere Aufmerksamkeit. So etwas habe ich im Ausland noch nie erlebt. Ich bewundere diese Entwicklung." |