| China, Japan und Südkorea planen gemeinsam nächste Dekade |
| 2010/05/31 |
China, Japan und Südkorea haben sich vom 29. bis 30. Mai auf der südkoreanischen Jeju-Insel zum 3. gemeinsamen Gipfel getroffen. Mit dabei waren auch der chinesische Ministerpräsident, Wen Jiabao, der japanische Ministerpräsident, Yukio Hatoyama und der südkoreanische Präsident,Lee Myung-bak. Auf dem Gipfel einigten sich die Politiker, in den kommenden zehn Jahren umfassend zusammenzuarbeiten. Gleichzeitig hätte man sich auf einzelne Punkte in wichtigen internationalen und regionalen Angelegenheiten einigen können, so Südkoreas Präsident Lee Myung-bak: „Die Politiker der drei Länder haben auf dem Gipfel die „Perspektive der Zusammenarbeit zwischen China, Japan und Südkorea 2020" mit dem Ziel angenommen, die Kooperation in den kommenden zehn Jahren zu intensivieren. Demnach soll im kommenden Jahr in Südkorea eine Kooperationsbehörde der drei Staaten errichtet werden. Zudem werden die Erklärungen über die Standardisierung und über wissenschaftliche Innovationen zwischen den drei Ländern unterzeichnet. Auf dem Gipfel sind auch Untersuchungen über eine mögliche Freihandelszone zwischen China, Japan und Südkorea bewertet worden. Alle drei Staaten erklärten sich bereit, die Zusammenarbeit für eine Realisierung dieses Ziels vor 2012 zu verstärken." Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao betonte, China, Japan und Südkorea seien nicht nur Nachbarn, sondern auch wichtige regionale Staaten. Vor diesem Hintergrund sollten sich alle drei Länder auf der Grundlage des gegenseitigen Nutzens auf gleicher Augenhöhe und mit Respekt treffen. „Die Welt ist von großen, komplizierten Veränderungen geprägt. Diese Region steht vor zahlreichen neuen Herausforderungen und Schwierigkeiten. Wir müssen von den Grundinteressen der drei Völker ausgehend die Koordinierung und Konsultation verstärken, die jeweiligen Ziele berücksichtigen und sensible Fragen sorgfältig behandeln. Nur dann kann das gegenseitige politische Vertrauen vertieft werden, um Frieden und Stabilität in Nordostasien zu wahren. Dies ist die wichtigste Grundlage für die Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen den drei Staaten." Während des Gipfels haben die drei Länder auch den Cheonan-Fall erörtert. Dabei sprachen sie ihr Mitgefühl gegenüber den Opfern des gesunkenen südkoreanischen Kriegsschiffes aus. Man lege großen Wert auf die gemeinsame Untersuchung des Falls durch Südkorea und andere Länder, meinten Politiker von China und Japan. Gleichzeitig seien sie im Bilde über die Reaktionen der betroffenen Seiten. Die drei Länder planen, sich weiterhin über den Fall zu verständigen, um eine angemessene Lösung zu finden und Frieden sowie Stabilität in dier Region zu wahren. |