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China soll ein System für eine nachhaltige Energieentwicklung etablieren
2007/10/30

Die chinesische Akademie der Wissenschaften hat vor kurzem einen Bericht über die Energieentwicklung in China vorgelegt. In dem Bericht wird empfohlen, dass die chinesische Regierung auf lange Sicht ein strategisches Ziel zur Entwicklung und Umstrukturierung des Energiesektors für die kommenden 30 bis 50 Jahre erarbeiten solle. Dadurch solle ein Energiesystem zur nachhaltigen Entwicklung gegründet werden.

An diesem Bericht haben außer der chinesischen Akademie der Wissenschaften noch Experten für Energie, Umwelt, Klima und wissenschaftlich-technische Politik mitgewirkt. Auf einem Fachforum am Montag sagte Lu Yongxiang, Direktor der chinesischen Akademie der Wissenschaften, seit der Einführung der Reform- und Öffnungspolitik Ende der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts habe sich die chinesische Wirtschaft mit einem durchschnittlichen Jahreswachstum von mehr als neun Prozent entwickelt, gleichzeitig habe der Druck durch die gestiegene Nachfrage nach Ressourcen und Energie sowie durch die dadurch stark belastete Umwelt zugenommen. Um bis 2050 das Ziel eines entwickelten Landes mittlerer Stufe zu erreichen sei es für China notwendig, einerseits ein andauerndes und schnelles Wirtschaftswachstum fortzusetzen, andererseits den Energieverbrauch und die Schadstoffemission erheblich zu verringern und die Energiestruktur zu optimieren, so sagte Lu Yongxiang weiter.

"Zum einen muss das strategische Ziel der Energieentwicklung in China deutlich gemacht werden. Vernünftig wäre es, wenn der Zuwachs beim Verbrauch fossiler Energie 50 Prozent vom Jahr 2005 nicht übertrifft, während das aufgewandte GDP pro Energieeinheit bis dahin dem Durchschnitt der entwickelten Länder entspricht. Hinsichtlich Chinas Energiestruktur muss der Anteil der regenerierbaren Energie und Atomenergie in großem Maße zunehmen."

Seit Jahren erstellt die chinesische Akademie der Wissenschaften die Energiestrategie Chinas und entwickelt im Zusammenhang mit der Energiestruktur ein System für eine nachhaltige Energieentwicklung in China. Experten zufolge soll das System der nachhaltigen Energieentwicklung in der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts verbessert werden. Es umfasst folgende Bereiche: die Weiterentwicklung der Technik für eine umweltfreundliche Kohlennutzung, eine Garantie der Erdöl- und Ergasversorgung, die schnelle Entwicklung der Wasserkraft und der Atomkraft, die massive Entwicklung regenerierbarer und nicht auf Wasserkraft gestützter Energie sowie die Forschung und Entwicklung neuer Energiequellen. Darauf eingehend sagte Lu Yongxiang noch einmal:

"In der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts müssen wir die Entwicklung entsprechender fünf Bereiche durchsetzen, damit in China bei Energieversorgung und ?verbrauch noch sparsamer, sicherer und saubrer wird. Auf diesem Weg kann eine solide Grundlage für eine nachhaltige Energieentwicklung geschaffen werden."

Wie zu erfahren war, sind in China zahlreiche Gesetze und Vorschriften zur Begegnung der Herausforderungen in der Energiewirtschaft erarbeitet und entsprechende Maßnahmen ergriffen worden. Zhao Zhongxian, Direktor der Beratungskommission bei der chinesischen Akademie der Wissenschaften, erklärte dazu:

"In China sind inzwischen das staatliche Konzept zur Begegnung des Klimawandels und das Gesetz über regenerierbare Energien verabschiedet worden. Ferner wird an der Revidierung des Gesetzes für Energiesparen gearbeitet. Derartige Vorschriften und Richtlinien zum Energieeinsparen haben wesentlich zur Lösung der Energiefrage beigetragen."

In dem vor kurzem von der chinesischen Akademie der Wissenschaften vorgelegten Bericht über die Energieentwicklung wird festgestellt, die Energiefrage sei eine gemeinsame Herausforderung, mit der die ganze Menschheit konfrontiert sei. Zur Lösung der Fragen von Energieversorgung und Klimaveränderung müssten globale Ressourcen und das Talent der ganzen Menschheit zusammengeführt werden.

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