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Chinas Vizepremier spricht sich gegen Protektionismus aus
2009/05/08

Der chinesische Vizepremier betont die Wichtigkeit des freien Handels zwischen China und der Europäischen Union. Sie würde allen Wohlstand bringen. Auch solle die EU die chinesische Wirtschaft vorurteilsfrei betrachten.

Der chinesischer Vizepremier Wang Qishan erklärt im Rahmen des Zweiten Wirtschaftsdialog zwischen der EU und China, dass beide Seiten verantwortlich handeln und ein klares Zeichen setzen sollen gegen den Protektionismus. Dazu publizierte er am Dienstag in der New York Times einen Artikel mit dem Titel "Distant Neighbors". Darin betonte er, dass es die wichtigste Herausforderung für alle Länder sei, so schnell wie möglich wieder ein weltweites Wirtschaftswachstum zu ermöglichen. Es sei jedoch beunruhigend zu sehen, dass der aufkeimende Wirtschaftsprotektionismus die bereits angeschlagene Weltwirtschaft noch weiter schwäche.

Dabei präsentierte der Politiker auch seine Vision: "Handelsliberalisierung ist der Motor des Wirtschaftswachstums", schreibt er in seinem Gastbeitrag. Freihandel würde Menschen auf der ganzen Welt bereichern, während Protektionismus niemandem helfe. Dies würde etwa das Beispiel der Grossen Depression in den1930er-Jahren zeigen, die dazu geführt habe, dass der Welthandel um zwei Drittel geschrumpft ist. Gründe für diese Aussage bleibt er zwar schuldig, kommt aber trotzdem zum Schluss: "Diesen Fehler sollten wir nicht wiederholen", betonte er. Als Gegenbeispiel lobte er die EU. Sie sei das Produkt eines erfolgreichen Freihandels. Der Abbau von Handelsbarrieren habe dabei geholfen, Europa in einen riesigen Markt zu verwandeln und dieser habe in Europe Entwicklung und Wohlstand gebracht.

Auch China habe sich seit seinem Beitritt zur WTO ständig weiter geöffnet. Seine Schutzzölle seien die tiefsten aller Entwicklungsländern und die Offenheit der chinesischen Märkte für Dienstleistungen habe ein Level erreicht, das dem eines durchschnittlichen entwickelten Land entspricht, lobt Wang sein eigenes Land. China und die EU sollen seiner Ansicht nach die Plattform nutzen, welche sich ihnen bei dem hochrangigen Wirtschaftsdialog biete. Beide Seiten sollen aktiv daran arbeiten, um möglichst früh beim G20-Gipfel in London eine übereinkunft treffen zu können, welche als ein gerechtes Resultat bei der Doha-Runde der WTO gelten kann. Dies sei ein wichtiges Symbot gegen den Protektionismus

Schliesslich drückte er auch seine Hoffnung aus, dass die EU Restriktionen entschärfen würde, welche gegen den Import von Gütern nach China zielen, die für den Aufbau einer Wirtschaft mit sauberer Energie nötig seien. Weiter hoffe er, dass die EU die Bedingungen der chinesischen Wirtschaft in einer objektiven und vorurteilsfreien Art betrachtet und so schnell wie möglich den wirtschaftlichen Vollmarktstatus erkenne.

Quelle: german.china.org.cn

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