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China – Deutschland Musikindustrie geht auf den Weg zur Markterschließung
2009/06/19

Das Goethe Institut (China) und Institut for Culture Industries/Peking University haben am 17. und 18. Juni ein Roundtable Forum der Musikindustrie veranstaltet. Das Hauptthema von diesem Symposium lautet "Neue Medien / neue Technologien", und die geladenen Gäste sind Panel-Sprecher und Repräsentanten verschiedener Bereiche der deutschen und chinesischen Musikindustrie. Dieses Symposium ist Teil der Veranstaltungsreihe "China und Deutschland – Gemeinsam in Bewegung", einer Veranstaltungsreihe zu Kultur und Musik Chinas und Deutschlands.

Beim runden Tisch richten die Teilnehmer ihre Aufmerksamkeit auf die Marktpräsenz ausländischer Musik in China. Viele von ihnen weisen darauf hin, dass der effektivste und einfachste Weg für ausländische Musik zur Etablierung im chinesischen Markt darin liege, mit chinesischen Partnern zusammenzuarbeiten. Es geht hier vor allem um Deutschland. Deutschland hat schon früh und geplant angefangen, einen Zugang zum chinesischen Musikmarkt zu finden. Die dreijährige Veranstaltung "Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung" ist ein Beispiel dafür. Auf der anderen Seite könnte eine solche Zusammenarbeit der chinesischen Musik dazu helfen, weltweit eine führende Rolle zu spielen. Das heißt, China könnte durch Einführung von ausgezeichneten ausländischen Musikwerken die Horizont der Konsumenten erweitern und zugleich die wertvollen Erfahrungen vom Ausland in Bezug auf die Musikproduktion, Marketing und Ausbildung für Musiker sammeln. Daher appellieren viele Künstler an die Regierungsorganisationen, mehr wirtschaftliche und politische Unterstützung zu leisten.

Nicht zu vermeiden ist hier eine Tendenz, dass im chinesischen Markt zu sehr auf die Marktwirtschaft geachtet ist, während die Qualität der Musikproduktion vernachlässigt wird. Das bedeutet, man legt dem Feadback der Konsumenten viel Gewicht bei, übersieht aber die Steuerung des Marktes. Hierbei wird vorgeschlagen, die kleinen unabhängigen Musikunternehmen zu fördern, welche der Kreativität und der unabhängigen Produktion von Musik zu Gute kommen.

Hinsichtlich der Tatsache, dass heute immer mehr Leute Musik aus dem Internet herunterladen, legen sowohl chinesische als auch deutsche Künstler großen Wert darauf, die traditionelle Art und Weise zum Marketing und Vertrieb mit moderner Mitteln zu verbinden, wobei die rechtlichen Rahmenbedingungen zu vervollkommnen sind. Mit anderen Worten, man soll das Urheberrecht und das Copyright von Musikschreibern stärker schützen. Sonst werden sich die Musikschaffenden, die keine Vergütung von ihrer Arbeit kriegen, nicht mehr in der Musikkreativität einsetzen.

Die Künstler haben beim Forum ihre Meinungen ausgetauscht und die Hoffung auf weitere Zusammenarbeit geäußert. Da jeder weiß, dass keiner in der Lage ist, den ganzen Markt zu beanspruchen.

Quelle: german.china.org.cn

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