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Behörden wollen Vergabe von chinesischen Visa wieder erleichtern
2010/01/27

Die Beijinger Behörden werden voraussichtlich im Jahr 2010 eine Rekordzahl an Visa ausstellen, sagte das Immigrationsbüro beim Beijinger Amt für öffentliche Sicherheit gestern. Zuvor war die Visavergabe wegen Olympia und der Militärparade relativ restriktiv gehandhabt worden.

Die starke Zunahme, die vielleicht sogar zehn 10 Prozent überschreiten könnte, wird voraussichtlich den bisherigen Rekord von 210.000 Visa im Jahr 2007 übertreffen. Jia Keming, Leiter des Immigrationsbüros beim Beijinger Amt für Öffentliche Sicherheit, führte den Anstieg auf die anziehende Konjunktur zurück. Diese werde voraussichtlich mehr Ausländer anlocken, die in Beijing nach Beschäftigungsmöglichkeiten suchen.

 

Ein Holländer füllt im Immigrationsbüro beim Beijinger Amt für Öffentliche Sicherheit Formulare aus, um sein Visum zu erneuern.

"Wir erwarten, dass mit der Wiederbelebung der Wirtschaft in diesem Jahr auch die Zahl der ausländischen Studierenden steigt, und wir rechnen auch damit, dass wieder eine größere Zahl von ausländischen Mitarbeitern in China angestellt wird. Für die Anwärter von Reise- und Business-Visa haben wir ähnliche Prognosen“, sagte der Beamte am Rande einer einwöchigen jährlichen Legislativ-Sitzung, die gestern begann. "Die Zahl der in diesem Jahr ausgestellten Visa wird sehr wahrscheinlich alle bisherigen Rekorde übertreffen. Unsere Vorhersage liegt bei weit über 200.000", sagte er und fügte hinzu, dass die Behörden neue Visa-Stellen für den erwarteten Boom geöffnet hätten.

Nachdem die Zahl der Visa im Jahr 2007 einen historischen Höhepunkt erreicht hatte, sank sie in den Jahren 2008 und 2009 auf rund 190.000. Hintergrund des Rückgang war, dass die Behörden während der Olympischen Spiele in Beijing und auch während den beispiellos wunderbaren Feierlichkeiten zum 60. Jahrestages der Gründung des Neuen China die Regeln für die Visavergabe verschärft hatten. Die Verwaltung sagte, dass sie zwar keine Vorgaben zur Gesamtzahl gehabt hätte. Doch hätten manche lokale Regierungen auf Grund von politischen Bedenken, die Visa-Anträge von Ausländern verweigert.

Jia sagte, die Beschränkungen seien Teil einer landesweiten Kampagne gewesen, um die Sicherheit während den beiden zwei großen Veranstaltungen zu gewährleisten. "Die Besucher, denen das Visum verweigert wurde, haben eine falsche Identifikation abgeben oder verstießen gegen spezifische Regelungen von der Zentralregierung", sagte der Funktionär. Er fügte hinzu, dass die Mehrheit der Anträge in diesem Jahr akzeptiert werden würden.

Terry Crossman, Leiter der ausländischen Beratungsfirma Cross Search International, zog im Jahr 2007 für eine Vollzeitarbeit nach China. Er nutzt jedes Jahr im Juli die Hilfe eines spezialisierten Unternehmens, um sein Visum zu erneuern. "Ich habe nicht gehört, dass die Richtlinien entschärft wurden“, widerspricht er. "Ich höre immer nur, dass es stets schwieriger wird.“ Selber habe er allerdings nie Probleme gehabt.

Mike Johnson, ein Expat aus den Vereinigten Staaten, der einen örtlichen Kindergarten leitet, lebt seit acht Jahren in China, davon sechs in Beijing. Mittlerweile hat er ein Z-Visum, doch zuvor hielt er sich sechs Jahre lang mit L- und F-Visa im Land auf, die er bei Visa-Dienstleistern kaufte. „Ich habe die Visa immer über Agenturen organisiert, die man leicht findet, wenn man durch die einschlägigen Zeitschriften blättert. Das einzige, was ich zu tun hatte, war das Papier außerhalb des Landes zu erhalten. So war das in den guten alten Zeiten vor den Olympischen Spielen", sagte er. In Kalifornien habe er hin und wieder ein falsches Visum gekommen. „Da musste ich dann alle 60 Tage ein- und ausreisen. Doch davon abgesehen lief immer alles ganz glatt.“

Mehr als 110.000 Ausländer leben derzeit längerfristig in der chinesischen Hauptstadt. Die meisten von ihnen kommen aus Südkorea oder den USA, wie die neuesten Zahlen zeigen. Jeden Tag besuchen über 10.000 ausländische Touristen Beijing. Die Visa-Behörden haben im Central Business District und in der Financial Street zwei neue Niederlassungen eröffnet, um die Bearbeitung von Visaanträgen und die Erneuerung von Visa für ausländische Arbeitnehmer zu erleichtern. Weitere Stellen sind in Planung, da noch immer stets mehr ausländische Arbeitskräfte in die Stadt strömen.

Quelle: China Daily

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