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Merkels 7. Chinabesuch bringt weitere Annäherung zwischen Beijing und Berlin
2014/07/08

Wenn es auch Tausende Kilometer sein mögen, die die chinesische und die deutsche Hauptstadt trennen – die Beziehungen zwischen Beijing und Berlin werden immer enger. Auch der anstrengende Flug zwischen den beiden Hauptstädten, der immerhin einen halben Tag dauert, kann Angela Merkel nicht davon abbringen, China jetzt zum insgesamt siebten Mal in ihrer Funktion als deutsche Regierungschefin zu besuchen.

Während ihres viertägigen Chinabesuchs wird Merkel Staatspräsident Xi Jinping und Ministerpräsident Li Keqiang treffen, die beide seit ihrem Amtsantritt im letzten Jahr auch schon einmal in Berlin waren.

Die schiere Anzahl der gegenseitigen Besuche auf höchstem Niveau zeigt ganz klar, welch hohe Bedeutung beide Seiten den Beziehungen zum jeweiligen Partner beimessen. Man kann ohne Weiteres sagen, dass die deutsch-chinesischen Beziehungen derzeit die besten in der Geschichte sind – die von Pragmatismus geprägte Kooperation zwischen den beiden Wirtschaftsschwergewichten macht dies mehr als deutlich.

Man muss sich nur einige Zahlen und Fakten zu Gemüte führen, um zu sehen, wie eng die Verbindung zwischen beiden Ländern inzwischen ist. Deutschland ist inzwischen Chinas größter Handelspartner in der EU, und China ist umgekehrt Deutschlands wichtigster Partner in der Asien-Pazifik-Region. Der bilaterale Handel stand im letzten Jahr bei knapp 120 Milliarden Euro – das entsprach etwa einem Drittel des Gesamthandels zwischen China und der EU. Eine oft übersehene Tatsache hinter diesen beeindruckenden Zahlen ist, dass China und Deutschland beides große Exportnationen sind, die es bisher meist geschafft haben, Handelsstreitigkeiten zu vermeiden und für einen freieren Handel einzutreten.

Merkel hatte im vergangenen Jahr dankbaren Applaus aus China erhalten, als sie sich gegen eine EU-Handelsuntersuchung chinesischer Telekommunikationstechnik aussprach. Die ungewöhnliche Zusammenarbeit der beiden Exportnationen beruht darauf, dass sie wirtschaftlich so gut zueinander passen. Staatspräsident Xi Jinping sagte diesbezüglich bei seinem Deutschlandbesuch im März, dass die Kooperation zwischen China und Deutschland einen perfekten Mix zwischen dem großen chinesischen Markt und deutscher Technologie, zwischen chinesischer Geschwindigkeit und deutscher Qualität biete. Wenn etwa deutsche Unternehmen ihre ausgeklügelten Produkte im schnell wachsenden chinesischen Markt verkauften, dann sei China im Gegenzug sehr darauf bedacht, von den Deutschen zu lernen, um seine eigene Wirtschaft und Industrie aufzuwerten.

Bei ihrem Besuch wurde Merkel von einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation begleitet, insbesondere von den Vorstandsvorsitzenden von Siemens, VW, Airbus, Lufthansa und der Deutschen Bank – alles Namen und Marken, die ein jeder Chinese kennt.

Es wird erwartet, dass auch dieser Chinabesuch der deutschen Kanzlerin positiv und ergebnisreich sein und Deutschland China wieder einen Schritt näher bringen wird.

(Quelle: german.china.org.cn)

 

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