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3. Chinesisch-deutsches Urbanisierungssymposium abgehalten
2015/09/17

Das 3. Chinesisch-deutsche Urbanisierungssymposium ist am Donnerstag in der Stadt Baotou im Autonomen Gebiet der Inneren Mongolei abgehalten worden. Das Symposium wurde gemeinsam von der „Gesellschaft des Chinesischen Volkes für die Freundschaft mit dem Ausland" und der deutschen Konrad-Adenauer-Stiftung mit Unterstützung der Baotouer Regierung veranstaltet.

Dabei haben mehr als 150 Vertreter aus beiden Staaten eingehend den Städteaufbau, die Verstärkung der Kooperation zwischen mittelgroßen bzw. kleinen Betrieben sowie die Heranbildung von Fachkräften erörtert.

Der Vizepräsident der chinesischen Akademie für Stadtplanung und –design, Yang Baojun, sagte, chinesische Städte ständen derzeit vor mehreren Herausforderungen. Deutschlands Erfahrungen in diesem Bereich seien für China daher sehr nützlich.

„China und Deutschland können durch vertiefte Kontakte und Kooperationen das Ziel erreichen, die Volksrepublik so bald wie möglich von der Falle des mittleren Einkommens zu befreien. So können ein prosperierender Staat und eine Wohlstandsgesellschaft verwirklicht werden."

Hartmut Koschyk, Mitglied des Bundestags und Bundesbeauftragter für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, ist der Ansicht, das genannte Symposium sei eine Gelegenheit für China und Deutschland, voneinander zu lernen. Wörtlich sagte er:

„Die Zuwanderung von Menschen aus Krisenregionen dieser Welt berührt das Zusammenleben in Deutschland. Wir müssen uns, bei allen Erfahrungen mit Migration in den vergangenen 50 Jahren, auch auf neue Dimensionen des friedlichen Zusammenlebens, auf Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft, religiösen Bekenntnisses und Wertvorstellungen, einstellen. Aber wir können auch von Ihnen lernen, die Volksrepublik China unternimmt große Anstrengungen, um ein harmonisches Zusammenleben von 56 Volksgruppen unterschiedlicher Ethnien in China zu gestalten."

Der deutsche Botschafter in China, Michael Clauss, kündigte an, Anfang November 2015 werde die deutsche Bundesumweltministerin Barbara Hendricks Beijing besuchen. Dabei solle eine offizielle Vereinbarung über eine bilaterale Urbanisierungspartnerschaft unterzeichnet werden. Weiter betonte Clauss:

„Das Wirtschaftswachstum ist eng mit einem erfolgreich verlaufenden Urbanisierungsprozess verknüpft. Auch die Bundesregierung hat das Potenzial des chinesischen Urbanisierungsprozesses für die gemeinsame Zusammenarbeit längst erkannt. Nachhaltigkeit und Lebensqualität sollen hier in den Mittelpunkt der Anstrengungen gerückt werden. Und da hat Deutschland einen reichhaltigen Erfahrungsschatz, von dem beide Seiten, deutsche Unternehmen und Chinas Städte, inklusive Baotou, profitieren werden."

Nach dem Symposium sagte Bernhard Kaster, Mitglied des Bundestags und Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion, vor der Presse:

„Mein Eindruck ist, dass man die Kernfragen, die wesentlichen Fragen der Urbanisierung, beispielhaft erkannt hat. Es gibt viele Länder, da geschieht Urbanisierung in einer Art und Weise, quantitativ, in der Menge. Aber hier macht man sich überdurchschnittlich Gedanken, wie Urbanisierung am Menschen ausgerichtet wird und Qualität bekommt."

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