| China und Europa wollen Energiekooperation ausbauen |
| 2010/07/07 |
Am Dienstag ist die 8. China-EU-Energiekooperationskonferenz in Shanghai gestartet. Dabei steht die Zusammenarbeit im Bereich Grüner Energien im Mittelpunkt. Chinas Minister für Wissenschaft und Technik, Wan Gang, sagte, China und die EU kooperierten bereits als weltweit einflussreiche Ökonomien in der Energiepolitik und im wissenschaftlich-technischen Austausch. Beide Seiten seien verpflichtet, gemeinsam saubere Energien zu entwickeln und den Klimawandel zu bekämpfen. In den vergangenen Jahren haben China und die EU eine gemeinsames Energieausbildungs- und Verwaltungszentrum errichtet und mehrere Energie- und Umweltprojekte zusammen angepackt. 2009 war China weltweit der größte Energieproduzent und der zweitgrößte Energiekonsument. Dabei wurde der Energiebedarf zu 70 Prozent durch Kohle gedeckt. Wan Gang sagte, diese Fixierung auf Kohle sei eine schwere Herausforderung in der Energiesparpolitik und Schadstoffreduzierung für China. China wolle Europas Erfahrungen bei Optimierung der Energiestruktur und Energievielfalt aufnehmen und umsetzen, so der Minister. „Die EU hat bei traditionellen Energien sowie neuen Energien eine Überlegenheit. Erneuerbare Energien wie Windenergie, Solarenergie und maritime Energie in Europa sind bereits sehr entwickelt. Bei der Eindämmung von CO2-Emission ist Europa ein Vorbild für die ganze Welt." Wan Gang fuhr fort, die chinesische Regierung wolle zudem nicht nur die wissenschaftliche Zusammenarbeit mit Europa in grundlegenden Forschungen intensivieren, sondern diese auch in die Praxis umsetzen. Gleichzeitig lege man großen Wert auf die Kooperation im High-Tech-Sektor vor allem zwischen kleinen und mittleren Unternehmen. Der EU-Energieskommissar Gunther Oettinger betonte, Investitionen in Grüne Energien seien Investitionen in die Zukunft der Menschheit. China und Europa sollten auf diesem Gebiet ständig zusammenarbeiten, um die Energiesicherheit zu gewährleisten. „Um die Energie- und Klimakrise zu bewältigen, haben wir keine andere Alternative. Für Energien der Zukunft müssen wir uns jetzt einsetzen. Nur durch wissenschaftlich-technische Fortschritte kann unsere Energiesicherheit gewährleistet werden, damit wir unsere Konkurrenzfähigkeit erhalten können." Seit 1994 wurde die China-EU-Energiekooperationskonferenz sieben Mal organisiert. Sie findet abwechselnd in Europa und China statt. Im Mittelpunkt dieser 2-tägigen Konferenz werden hauptsächlich erneuerbare Energien, intelligente Stromnetze und Ersatzbrennstoffe diskutiert. |