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"China-Woche" an der Universität Göttingen
2010/07/07

Am Dienstag ist an der Universität Göttingen in Niedersachsen feierlich die "China-Woche" eröffnet worden. Die Veranstaltung ist eine bedeutende Aktivität des "Deutsch-Chinesischen Jahres der Wissenschaft und Bildung 2009/2010". Diese Aktion wurde gemeinsam vom deutschen Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft sowie dem chinesischen Bildungsministerium und dem Wissenschafts- und Technikministerium ins Leben gerufen. Von Ende April bis Juli 2010 wird im Rahmen dieses Wissenschafts- und Bildungsjahres an 45 deutschen Hochschulen die "China-Woche" abgehalten, und die Uni Göttingen macht nun die letzte Station.

Die Uni Göttingen plant diesmal das Forschungszentrum für modernes Ostasien zu errichten. Dort befasst man sich hauptsächlich mit der aktuellen Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft in Ostasien. Der chinesische Botschafter in Deutschland, Wu Hongbo, zeigte sich sehr erfreut über die Etablierung dieses Forschungszentrums:

"Obwohl wir unterschiedliche Ausgangspunkte und Blickwinkel haben, können wir durch Austausch das Verständnis füreinander vertiefen und Mißverständnisse reduzieren. Das ist eine sinnvolle Sache."

Die Errichtung des Forschungszentrums für modernes Ostasien gilt aber nur als ein Teil der Strategie der Universität Göttingen zum Ausbau der Kooperation mit Partnern in China. Die Kernaufgabe der Universität in diesem Bereich liegt darin, eine gemeinsame Prosperität beider Seiten im Bereich Bildung zu realisieren. Dazu der Bildungsrat der chinesischen Botschaft in Deutschland, Jiang Feng:

"Schon vor langem hat die Universität Göttingen eine Strategie zur Kooperation mit China erarbeitet. Dazu gehört zum Beispiel die Errichtung des Ostasien-Forschungszentrums. Dieses Zentrum betrachtet die Forschung über China und insbesondere über das moderne China als Schwerpunkt. Und es werden erstmals in der Geschichte pädagogische Kurse für Chinesisch geboten. Ziel ist es, Lehrer für Chinesisch an deutschen Grund- und Mittelschulen auszubilden."

Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer sagte, die Aktion liefere für die Entwicklung der Kooperation zwischen China und Deutschland eine breitere Perspektive:

"Sie schaffen eine Basis dafür, über die engagierten Fachkreise hinaus deutlich zu machen, wieviel Potential in der deutsch-chinesischen Wissenschaftskooperation steckt. Die Wochen, und die Göttinger Veranstaltungsreihe ist dafür, wie ich glaube, ein besonders gutes Beispiel, können und sollen helfen, die Kenntnis über die Studien- und Forschungsmöglichkeiten in China zu vertiefen und für ein Studium oder einen Forschungsaufenthalt in China zu werben. Und sie werden einen Beitrag dazu leisten, den Aufenthalt chinesischer Forscher und den vielen Studierenden aus China bei uns in Deutschland und hoffentlich auch in Göttingen noch angenehmer auszugestalten."

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