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Audi verdoppelt Produktpalette in China
2010/08/24

Der deutsche Autohersteller Audi konnte im ersten Semester dieses Jahres in China 64 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum verkaufen und plant, bis 2015 doppelt so viele Automodelle in China anzubieten.

 

Der deutsche Autohersteller Audi konnte im ersten Semester dieses Jahres in China 64 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum verkaufen und plant, bis 2015 doppelt so viele Automodelle in China anzubieten.

Die Audi AG, das erste Unternehmen, das in China Luxusautos zu produzieren begann, baute 1988 bei seinem Markteintritt gerade einmal 499 Autos in China. Seither konnte sich der deutsche Autokonzern prächtig entwickeln und plant, innert der nächsten fünf Jahre die Zahl seiner angebotenen Automodelle in Chinas Luxusautobranche zu verdoppeln. Johannes Thammer, Audis Verkaufschef in China, erzählte im Interview mit China Daily, dass das Unternehmen im Jahr 2015 in China 35 Modelle produzieren wolle, während es dieses Jahr erst 16 sind. Derzeit produziert Audi in seinem Joint Venture in der nordostchinesischen Stadt Changchun gemeinsam mit Volkswagen und der chinesischen FAW Group die Modelle A6L und A4L sowie der Geländewagen Q5. Die Modelle A3, A5, Q5, A8, Q7, R8, S5 sowie diverse Variationen derselben werden größtenteils nach China importiert.

Riesiger Markt. Thammer erklärte, dass Audi dieses Jahr in China über 200.000 Fahrzeuge verkaufen wolle und damit zwei oder drei Jahre vor seinem ursprünglichen Entwicklungsplan liege. Das Unternehmen plant aber, bis 2015 mindestens 250.000 Fahrzeuge pro Jahr in China zu verkaufen. Die Limousine A6L trug während der ersten sechs Monate dieses Jahres mehr als die Hälfte zu den Fahrzeugverkäufen des deutschen Autobauers bei.

Der Autokonzern konnte während der ersten Hälfte dieses Jahres mit 108.600 Fahrzeugen rund 64 Prozent mehr Verkaufen als während des Vorjahreszeitraums. China ist für Audi somit der größte Einzelmarkt und liegt sogar vor Deutschland, dem Heimmarkt des Unternehmens.

Auch Audis Hauptkonkurrenten BMW und Mercedes-Benz verzeichneten eine starke Zunahme der Verkäufe in China. BMW setzte in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 71.146 Autos in China ab, 98 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode, während Mercedes seine Verkäufe auf 58.600 Fahrzeuge verdoppeln konnte.

Dank des stetigen Wirtschaftswachstums und der wachsenden Mittelklasse hat Chinas Luxusautomarkt viel Potential. Thammer erwartet, dass das Segment auch im zweiten Halbjahr weiterhin schneller als die anderen Marktsegmente wächst. Im ersten Semester stieg die Zahl der verkauften Luxusfahrzeuge in China um 92 Prozent auf 310.000 Fahrzeuge an. Das Segment wuchs somit viel schneller als der gesamte Automarkt des Landes, welcher 46 Prozent zulegen konnte.

Quelle: China Daily

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