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Stellungnahme des Pressesprechers der Botschaft der VR China in Deutschland zum Besuch des japanischen Premierministers Shinzo Abe im Yasukuni-Schrein
2013/12/28

Am 26. Dezember 2013 besuchte der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe ungeachtet der strikten Vorhaltungen der chinesischen Seite ohne jede Rücksicht den Yasukuni-Schrein, in dem einiger Kriegsverbrecher der höchsten Stufe gedacht wird. Die chinesische Regierung brachte gegenüber dem Verhalten der Führungsperson Japans, das die Gefühle der Bevölkerung Chinas und anderer Länder Asiens, die Leidtragende des Krieges waren, grob mit Füßen tritt, und für die internationale Gerechtigkeit und das Gewissen der Menschheit eine offene Herausforderung darstellt, seine heftig Empörung zum Ausdruck; es richtete an Japan scharfen Protest und verurteilte dies aufs strengste.

Dies kann als ein gegen den Gang der Geschichte gerichtetes Verhalten Shinzo Abes bezeichnet werden. Es zeigt, dass einige Kräfte in Japan bis heute nicht gewillt sind, die Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges zu akzeptieren. Sie versuchen, den in der Vergangenheit entfesselten Agressionskrieg zu rechtfertigen und die Ergebnisse des Zweiten Weltkrieges sowie die internationale Nachkriegsordnung in Frage zu stellen. Dies steht in krassem Gegensatz zu der Haltung Deutschlands gegenüber dem Nazi-Regime. Hier liegt auch der Ursprung für Japans schwierige Beziehungen mit seinen Nachbarstaaten. Ich möchte hier erneut betonen, dass Japan nur dann "zukunftsweisende" Beziehungen zu seinen asiatischen Nachbarländern entwickeln kann, wenn es sich seiner Agressionsgeschichte entschieden stellt und sie gründlich aufarbeitet, und wenn es ihm wirklich gelingt, sich die Geschichte eine Warnung sein zu lassen. Skrupellose Handlungen wie der Besuch des Yasukuni-Schreins werden auf es selbst zurückfallen und bewirken, dass Japan auf der Anklagebank der Geschichte sitzen bleibt.

Der Sieg im antifaschistischen Krieg wurde, wie Ministerpräsident Li Keqiang im Mai bei seiner Besichtigung des Schauplatzes der Potsdamer Konferenz gesagt hat, mit zigmillionen Menschenleben erkauft. Alle friedliebenden Menschen sollten die Nachkriegs-Friedensordnung erhalten. Jegliche Worte und Handlungen, die die faschistische Agressionsgeschichte leugnen oder zu beschönigen versuchen, werden nicht nur von den Chinesen abgelehnt werden, sie werden meiner Überzeugung nach auch von allen friedliebenden und gerechten Kräften in Europa und der Welt nicht akzeptiert werden. Japan kann nur dann das Vertrauen seiner asiatischen Nachbarn und der internationalen Gemeinschaft gewinnen, wenn es aufhört, falsche Handlungen zu begehen, die die Agression beschönigen, wenn es wirklich sein Versprechen einlöst, die Agressionsgeschichte aufzuarbeiten, wenn es seine Fehler korrigiert, die üblen Einflüsse beseitigt und reale Schritte unternimmt.

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