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Stellungnahme des Pressesprechers der Chinesischen Botschaft zum Bericht der SZ am 11. Oktober
2018/10/16

In Bezug auf die beiden Artikel über die chinesische Region Xinjiang in der Süddeutschen Zeitung vom 11. Oktober möchte ich als Pressesprecher der Botschaft der VR China in Deutschland wie folgt Stellung nehmen:

Erstens, in der Region Xinjiang herrscht Religionsfreiheit. Xinjiang ist eine Region mit zahlreichen Nationalitäten, bei denen die meisten Menschen, nämlich etwas mehr als 10 Millionen, dem Islam angehören. Es gibt dort insgesamt 25,000 Stätten der religiösen Verehrung, 24,000 davon Moscheen, in denen 28,000 Geistliche wirken. Berücksichtigt man den Anteil der muslimischen Bevölkerung an der gesamten Bevölkerung, so liegt die Zahl der Moscheen pro Gläubigem nirgendwo sonst in der Welt so hoch wie in Xinjiang. Religiösen Aktivitäten in Xinjiang stehen unter unserem Schutz, und die gläubige Bevölkerung übt ihre Religion aus ordentlich.

Zweitens, alle Regierungen tragen dafür Verantwortung, dass die Sicherheit ihres Landes und ihrer Bevölkerung gewährleistet bleibt. Nicht anders als in Deutschland existiert auch im chinesischen Xinjiang das Problem des Terrorismus. Es gibt Menschen, die von terroristischen Extremistengruppen zu einer „Gehirnwäsche" verleitet werden, es existieren religiöser Fanatismus und die Tendenz zur Gewalt. Auf solche Menschen nach Recht und Gesetz einzuwirken und sie zu ermahnen, sich von Terrorismus und extremistischem Gedankenwellen zu distanzieren, gehört zu den von allen Ländern einschließlich Deutschlands geübten Praktiken. Es gibt zudem Menschen, die damit drohen, in Xinjiang so etwas wie einen „Islamischen Staat" wiedererstehen zu lassen, worauf die chinesische Regierung verstärkt reagieren muss. Im April 2017 wurden „Bestimmungen zur Bekämpfung des Extremismus in der Autonomen Region Xinjiang" in Kraft gesetzt, die sich gegen Extremismus und Fanatismus richten, doch in keiner Weise die Religion treffen. Wir müssen eine klare Trennlinie zwischen dem religiösen Extremismus und der normalen Religionsausübung ziehen. Es ist auch sinnlos, Terroristen, die Anschläge verübte, Kränze zu winden und sie mit guten Worten zum Einlenken bewegen zu wollen.

Drittens, in Xinjiang herrschen Offenheit, Stabilität und Sicherheit. Im Jahre 2016 hat Xinjiang insgesamt 81,02 Mill. Touristen willkommen geheißen, darunter 2,01 Mill. Ausländer. Das Wirtschaftswachstum in Xinjiang betrug im vorigen Jahr 7,6% und lag damit deutlich über dem landesweiten Durchschnitt. Die mehr als 20 Mill. Menschen, die in Xinjiang leben, fühlen sich dort sicher und genießen einen ständig höher werdenden Lebensstandard. Wir sind sehr bemüht, in Xinjiang zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen und die Probleme der Zivilgesellschaft, die es in Bereichen wie Gesundheitswesen, Wohnungswesen sowie Erziehung und Bildung noch gibt, zügig zu lösen, um auch gläubigen Menschen einen noch besseren Alltag zu ermöglichen. Was immer wir in Xinjiang tun, dient der Wohlfahrt und der Sicherheit der dortigen Bevölkerung und ist darauf ausgerichtet, die Interessen der Volksmassen im größtmöglichen Umfang zu schützen.

     (Erdong WANG, Pressesprecher der Chinesichen Botschaft)

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