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Stellungnahme des chinesischen Handelsministeriums zum Grundsatzpapier des BDI
2019/01/17

Frage: Uns ist aufgefallen, dass der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) vor kurzem ein Grundsatzpapier veröffentlicht hat, in dem China eine Reihe unfairer Praktiken wie ungleiche Marktöffnung, erzwungenen Technologietransfer und Preisdumping vorgeworfen werden. Das Grundsatzpapier schlägt die Ergreifung härterer politischer Maßnahmen seitens der EU gegenüber China vor. Wie beurteilt das chinesische Handelsministerium dieses Grundsatzpapier?

Antwort: Das Papier des BDI haben wir zur Kenntnis genommen. Uns ist jedoch gleichzeitig aufgefallen, dass einige Vertreter der deutschen Industrie- und Handelskammer, des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) e.V. sowie des anderer Wirtschaftsverbände einige der darin enthaltenen Positionen kritisiert haben. China und Deutschland, sowie China und Europa, ergänzen einander im Bereich Wirtschaft und Handel sehr gut. Die Stärken beider Seiten ergänzen sich zum gegenseitigen Vorteil und Nutzen und die Unternehmen der Länder sind die Profiteure der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Die im Grundsatzpapier an China geübte Kritik entspricht nicht den Tatsachen. Laut chinesischen Statistiken belief sich das Handelsvolumen zwischen China und der EU im Jahr 2018 auf 682,2 Mrd. USD, ein Wachstum von 10,6% im Vergleich zum Vorjahr. Das deutsch-chinesische Handelsvolumen betrug 183,9 Mrd. USD, was einem Zuwachs von 9,4% entspricht. In den ersten elf Monaten des Jahres 2018 beliefen sich die tatsächlichen EU-Investitionen in China auf 9,23 Mrd. USD, das ist ein Wachstum von 18%. Die deutschen Investitionen in China erreichten 2,83 Mrd. USD, was einen Zuwachs von 86,5% bedeutet. Dies ist ein deutlicher Beleg für das gegenseitige Vertrauen der Unternehmen beider Seiten und zeigt das Vertrauen deutscher und anderer europäischer Unternehmen in das chinesische Marktumfeld.

Wettbewerb und Kooperation hat es in den Handelsbeziehungen zwischen der EU und China schon immer gegeben. Aber Wettbewerb muss ja nicht zwangsläufig bedeuten, dass eine Seite gewinnt und die andere verliert, denn beide Seiten können von der Zusammenarbeit profitieren. Wenn es darum geht, die Weltwirtschaft zu regulieren und den Klimawandel zu bekämpfen, verfolgen China und Deutschland, bzw. China und die EU gemeinsame Interessen, und sie verfügen in Bereichen wie digitale Wirtschaft, Industrielles Internet, Autos mit alternativem Antrieb, Künstliche Intelligenz und Kooperation auf Drittmärkten über großes Kooperationspotenzial. China treibt die Öffnung nach außen unermüdlich weiter voran. Wir möchten gemeinsam mit der EU die Chancen der Entwicklung nutzen und hoffen, dass die europäische Wirtschaft den Gedanken des Nullsummenspiels aufgibt und die Stimme der Vernunft erklingen lässt, um die Handelszusammenarbeit zwischen China und der EU auf eine neue Stufe zu heben und neuen Wohlstand für die Unternehmen und die Menschen unserer Länder zu schaffen.

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