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Binnenregionen holen auf
2013/01/15

Die privaten Anlagevermögen sind auch im Jahr 2012 deutlich gestiegen, immer beliebter werden Veranlagungen in Diamanten oder auch Kunst. Insgesamt haben die Binnenregionen gegenüber den hochentwickelten Küsten weiter aufgeholt.

Der totale Wert von privaten Anlagevermögen in China hat im Jahr 2012 mehr als 73 Billionen Yuan erreicht, eine Steigerung um 14 Prozent im Vergleich zum vorherigen Jahr. Dies geht aus einem aktuellen Report der Boston Consulting Group und der China Construction Bank Corp. hervor. Gegen Ende des Jahres 2012 gab es 1,74 Millionen chinesische "High Net Worth Individuals" (HNWI, dt. hochvermögende Person) mit einem Anlagevermögen von mehr als 6 Millionen Yuan, eine Steigerung von 17 Prozent gegenüber Ende 2011. Dieses Wachstum ist jedoch viel langsamer als die 38 Prozent Wachstum in den Jahren von 2009 bis 2011. Gegenwärtig gibt es die meisten hochvermögenden Personen in den ökonomisch gut entwickelten Regionen an der südöstlichen Küste Chinas. Die Zahl der HNWIs in Guangdong, Beijing, Shanghai und Jiangsu beträgt mehr als 100.000 Yuan.

Doch die unterentwickelten Inlands-Provinzen holen auf und sind zu einem neuen Wachstumsimpuls gereift. Die Nummer der HNWI-Haushalte in den Provinzen Anhui, Gansu und Hunan ist im letzten Jahr beispielsweise um geschätzte 30 Prozent gewachsen, was höher ist als der nationale Durchschnitt beziehungsweise der Schnitt bei den bisher führenden Städten. Bei den Strukturen der privaten Anlagevermögen sind die Aktien- und Fondsanteile zwischen 2009 und 2011 um 7 und 5 Prozent zurückgegangen, während Vermögensmanagement und Treuhandvermögen stark gestiegen sind. Der Anstieg verzeichnet eine jährliche Steigerungsrate von jeweils 78 Prozent und 60 Prozent, wie der Report besagt. Unternehmer machen bei den HNWIs den höchsten Anteil mit ungefähr 56 Prozent aus. Unter diesen können 60 Prozent ein sehr fortgeschrittenes Stadium ihrer Geschäfte verzeichnen. Außerdem nehmen Manager und Anwälte sowie Doktoren und Investmentexperten einen größeren Anteil an der höheren Vermögensgruppe ein.

In der Zwischenzeit machen 59 Prozent der Privatbankkunden ihr Vermögen mit dem Betreiben einer Firma, während der Anteil der Investitionen in Immobilien zurückgegangen ist. "Im Kontext der Zinsbefreiung und der Entwicklung der Finanzreform sollen Kommerzbanken ihre Positionierung bei Privatgeschäften so rasch wie möglich spezifizieren. In China sollte die Position der Privatbank in etwa dem eines Servicekanals für HNWIs entsprechen", sagte Richard Huang, ein BCG Partner in Beijing und fügte hinzu: "Das Kerngeschäft sollten Marketing, Produkt- und Serviceintegration sein sowie die Koordination von internen und externen Ressourcen." In der Zwischenzeit haben mehr Dollar-Millionäre ihre Investments in Gold, Diamanten und Kunst angelegt. Nach Angaben von Song Yunpeng, dem verantwortlichen Generalmanager der KEER Diamond Corp. sind die Verkäufe von Diamanten um mehr als 50 Prozent in diesem Jahr gestiegen. Im letzten Jahrzehnt ist der Durchschnittspreis für Diamanten über einem Karat um 18 Prozent gestiegen, und die 10-Karat Diamanten sind im Wert um 50 bis 60 Prozent gestiegen.

Bei den gewöhnlichen Chinesen geht der Trend bei den Veranlagungen hin zu einer eher konservativen Strategie. Acht von zehn Festland-Chinesen planen, ihre ungefähre Ausgangssumme anzusparen, was aus einem aktuellen Report der MasterCard hervorgeht. Das Resultat ist ungefähr ähnlich wie bei den Einwohnern von Taiwan (79 Prozent) und Hong Kong (71 Prozent).

Quelle: german.china.org.cn

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