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China liegt beim Handelsvolumen noch immer hinter den USA
2013/02/18

Das US-Handelsministerium hat die jüngsten Medienberichte dementiert, in den darüber spekuliert wurde, ob China die Vereinigten Staaten übertroffen hat und die weltweit größte Handelsmacht nach Volumen geworden ist.

Neuere Zahlen von den beiden größten Volkswirtschaften zeigen, dass gemäß der allgemeinen chinesischen Zollverwaltung der Handel Chinas 2012 mit Gütern und Dienstleistungen 3,87 Billionen US-Dollar betrug, während das US-Handelsamt den Wert der US-Importe und Exporte nur mit 3,82 Billionen Dollar bezifferte. Das amerikanische Handelsministerium betonte allerdings, dass Chinas Handel nach Volumen kleiner ist, wenn in beiden Fälle die gleiche Zählweise verwendet werde.

Ein namentlich nicht bekannter Offizieller des Ministeriums sagte am Mittwoch, dass das Handelsamt zwei Arten von Zahlen zum US-Handel veröffentlicht hat. Bei der zweiten Zählweise, welche auf Empfehlungen der Welthandelsorganisation WTO basiert, liege das Handelsvolumen bei 3,882 Billionen Dollar. In den Medien sei jedoch die falsche Zahl mit dem chinesischen Handelsvolumen verglichen worden. Der jährliche Handelsbericht, den die WTO im Verlaufe eines Monats veröffentlichen wird, werde zeigen, dass China noch immer hinter den USA liege.

Handelsexperten kennen die Schwierigkeiten mit den unterschiedlichen Messmethoden. Derek Scissors, ein Experte für asiatische Handelspolitik bei der konservativen Heritage Foundation in Washington, betonte die Rolle der weltweiten Produktionskette beim Messen des Handelsvolumens. "Selbst wenn in China nur Teile zusammengesetzt und anschließend ausgeführt werden, wird der Export China zugeschrieben. Es muss also dort kein einziges Teil produziert worden sein", schrieb Scissors auf seinem Blog.

Dies zeige sich besonders stark beim Handel mit teurer Elektronik wie Handys und Computer. "Der größte Wert dieser Produkte wird außerhalb Chinas generiert, einschließlich der USA. Dennoch wird das Handy oder der Computer als ein chinesischer Export in die USA gewertet. Dies ergibt keinen Sinn", schrieb Scissors weiter.

Professor Eswar Prasad von der Cornell University, der früher beim IMF Leiter der Abteilung China war, sagte, dass China der Handelspartner sei, bei dem sich die Importe aus den USA in den kommenden fünf Jahren verdoppeln könnten. "Sollte sich Chinas Verschiebung des Wachstums auf privaten Verbrauch als anhaltend erweisen und sich sogar noch verstärken, wird die Nachfrage nach dem Import von Konsumgütern steigen", sagte Prasad. "Insbesondere dann, wenn der chinesische Yuan weiter aufwertet."

Quelle: german.china.org.cn

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