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Tibetreisen könnten für Ausländer einfacher werden
2007/06/28

Ein Besuch im Autonomen Gebiet Tibet könnte für Ausländer einfacher werden, da die lokale Regierung erwäge, das gegenwärtige Zugangssystem aufzuheben, erklärte Qingba Puncog, Vorsitzender des Autonomen Gebietes Tibet auf einer Pressekonferenz in Beijing.

"Das System wird wahrscheinlich noch nicht in diesem Jahr aufgehoben, aber wir denken aktiv über seine Beseitigung nach und werden diese Praxis zu einem gegebenen Zeitpunkt auf jeden Fall beenden, um Touristen aus dem Ausland einen Besuch in Tibet zu erleichtern", sagte Qingba.

Ein anderes Projekt, durch das mehr Besucher aus dem Ausland angelockt werden könnten, ist der Bau einer Schnellstraße zum Mount Everest, der in China unter dem Namen Qomolangma bekannt ist, sagte Qingba weiter. Die Straße zu dem höchsten Berg der Welt werde noch vor August 2008 fertig gestellt werden, rechtzeitig zu den Olympischen Spielen in Beijing. Im Rahmen des Projekts wird eine 110 Kilometer lange holprige Straße zwischen dem Landkreis Tingri in der Präfektur Xiagaze und dem Basiscamp am Mount Everest asphaltiert und mit Leitplanken versehen.

Einige Touristen, die das Basiscamp besucht hatten, hätten sich hinterher über den schlechten und unsicheren Zustand der Straße beschwert und die tibetischen Behörden aufgefordert, sie zu erneuern, erklärte Qingba. Die Straße werde zu einer der Hauptstrecken für Touristen und Bergsteiger werden.

Bei einer Aufzählung der Infrastrukturprojekte in der Region erklärte Qingba, dass Umweltschutz bei allen größeren Projekten Priorität habe, um das verletzliche und komplizierte ökologische System in Tibet zu schützen.

So seien zum Beispiel lange Strecken entlang der Qinghai-Tibet-Eisenbahn effektiv geschützt worden, seit sie im Juli vergangenen Jahres eröffnet wurde. Zum Schutz der Ökologie entlang der 1956 Kilometer langen Strecke, der ersten direkten Eisenbahnverbindung zwischen Tibet und dem Rest des Landes, seien Maßnahmen ergriffen worden.

Eine kürzlich durchgeführte Untersuchung entlang der Strecke habe keine Hinweise auf Schäden an der Umwelt entdeckt, erklärte Qingba. Die Landschaft und ihre Seen seien gut erhalten und das Wanderverhalten der Wildtiere habe sich nicht geändert.

Die Zentralregierung plane, 77,8 Milliarden Yuan (7,7 Milliarden Euro) in 180 Projekte und in die Umsetzung einer Reihe von politischen Maßnahmen zu investieren. Qingba heißt die Hilfe der Zentralregierung willkommen und wies alle Vermutungen zurück, dass das tibetische Volk seine Kultur verlieren und sich dem Lebensstil der Han-Nationalität anpassen würde.

Von den 2,8 Millionen Menschen, die in Tibet leben, seien 92 Prozent Angehörige der ethnischen Gruppe der Tibeter, 5 Prozent seien Han und der Rest gehöre zu anderen ethnischen Gruppen, erklärte Qingba.

"Ihre Bräuche und traditionellen Feste haben sich auch nach dem Besuch von Millionen von Touristen in der Region, infolge der massiven Investitionen der Zentralregierung, nicht geändert".

Die lokale Regierung in Tibet erwäge für die Überholung und Renovierung von Weltkulturerbestätten und wichtigen Kulturdenkmälern in den nächsten fünf Jahren "Hunderte von Millionen von Yuan" bereit zu stellen, sagte Qingba.

 

(China.org.cn, China Daily, 26. Juni 2007)

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