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Tatsachen über China
2014/02/18

China im Überblick

Staatsname: Volksrepublik China (Abkürzung: VR China oder China)

Staatsflagge: rote Fahne mit fünf goldenen Sternen

Staatswappen: fünf Sterne über dem Tian'anmen-Tor, umgeben von einem Ährenkranz, darunter ein Zahnrad

Nationalhymne: Marsch der Freiwilligen

„Steht auf! Nicht länger Sklaven mehr!

Die große Mauer neu erbaut aus unserem Fleisch und Blut.

In größter Bedrängnis Chinas Volk.

Der Unterdrückten letzter Schrei ertönt:

Steht auf! Erhebt Euch!

Mit tausend Leibern, einem Herz den feindlichen Kanonen zum Trotz:

Vorwärts! Vorwärts! Voran!"

Hauptstadt: Beijing

Staatsoberhaupt: Staatspräsident Xi Jinping

Regierungschef: Ministerpräsident Li Keqiang

Nationalfeiertag: 01. Oktober

Sprache: Standard-Hochchinesisch, daneben Dialekte und Sprachen der nationalen Minderheiten

Währung: Yuan (Renminbi)

 

Geografie

China hat eine vielgestaltige Topografie mit großen Plateaus, Bergketten, ausgedehnten Ebenen, Hügeln sowie kleineren und größeren Talbecken. Gebirge machen zwei Drittel der Gesamtfläche aus.

Lage: Ostasien, 18° bis 53° nördlicher Breite, 73° bis 135° östlicher Länge

Klima: im Norden kontinental, im Süden subtropisch

Größe: 9,6 Mio. qkm (das drittgrößte Land nach Russland und Kanada)

Landesgrenzen: 22 800 km

Küstenlinie: 32 000 km (18 000 km auf dem Festland und 14 000 km auf Inseln)

Nachbarstaaten: insgesamt 14 Staaten, Nordkorea, Russland, die Mongolei, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Afghanistan, Pakistan, Indien, Nepal, Bhutan, Myanmar, Laos und Vietnam.

Höchster Punkt: der Qomolangma mit 8844,43 Metern über dem Meeresspiegel, zugleich der höchste Gipfel der Welt

Tiefster Festlandspunkt: Aydingkol-See im Turpan-Becken mit 155 Metern unter dem Meeresspiegel

Längster Fluss: der Jangtse mit 6300 km, zugleich der drittlängste Fluss der Welt

Größter See: der Qinghai-See mit 4274,07 qkm

Größte Insel: Taiwan mit einer Fläche von 35 863 qkm

 

Bevölkerung

China ist mit ca. 1,37 Mrd. Einwohnern das bevölkerungsreichste Land der Welt.

Bevölkerungszuwachs: ca. 0,57%

Lebenserwartung: 73 Jahre ( 35 Jahre im Jahre 1949)

Bevölkerungsstruktur: 48,7% weiblich, 51,3% männlich

Altersstruktur: Anteil der Menschen, die zwischen 15 und 59 Jahre alt sind, beträgt ca. 70.1%, und der Menschen älter als 60 ca. 13.3%.

Verstädterungsgrad: ca. 52.6% (Stand 2012)

Pro-Kopf-Einkommen (Stand 2012):

das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen der städtischen Bevölkerung: 24565 Yuan (ca. 3070 Euro)

das durchschnittliche Nettoeinkommen der ländlichen Bevölkerung: 7917 Yuan (ca. 990 Euro)

Nationalitäten: insgesamt 56 Nationalitäten. Die Han-Nationalität macht ca. 92% der gesamten Bevölkerung aus und bildet die größte Volksgruppe.

Religionen: In China ist die Glaubensfreiheit verfassungsmäßig garantiert. Es gibt mehr als 100 Mio. Anhänger von 5500 religiösen Gemeinschaften, 139 000 Religionsstätten. Die wichtigsten Religionen sind der Buddhismus, Taoismus, Islam und das Christentum.

Internetbenutzer: Mit ca. 600 Mio.(bis Ende 2013) Internetbenutzern nimmt China weltweit den 1. Platz ein.

 

Das politische System

Das System der Volkskongresse

Das System der Volkskongresse ist das grundlegende politische System Chinas, und der Nationale Volkskongress (NVK) ist das höchste Organ der Staatsmacht. Der NVK und die lokalen Volkskongresse auf verschiedenen Ebenen werden durch demokratische Wahlen gebildet.

Die Volkskongresse haben vier wichtige Funktionen und Rechte: Gesetzgebung, Überwachung, Ernennung und Abberufung von Beamten, Entscheidungsfindung über wichtige Staatsangelegenheiten.

Die Legislaturperiode des NVK ist 5 Jahre. Jedes Jahr findet die Plenartagung einmal statt. Der ständige Ausschuss des NVK ist das ständige Organ des NVK und übt in tagungsfreier Zeit die oberste Staatsmacht aus.

Das System der Mehrparteienzusammenarbeit und der politischen Konsultation

Neben der Kommunistischen Partei Chinas bestehen in China noch weitere acht politische Parteien. Das System der Mehrparteienzusammenarbeit unterscheidet sich von dem Mehrparteien-, Zweiparteien-, bzw. Einparteiensystem. Die KP Chinas ist die regierende Partei. Die anderen demokratischen Parteien sind weder regierende noch Oppositionsparteien, sondern an der Regierung beteiligte Parteien. Sie wirken bei der Verwaltung des Landes mit und arbeiten mit der KP Chinas beim Aufbau der sozialistischen Sache zusammen.

Die Politische Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes (PKKCV) ist eine wichtige Institution der Mehrparteienzusammenarbeit und der politischen Konsultation. Sie hat auf zentraler Ebene ein Landeskomitee, einen ständigen Ausschuss sowie neun Sonderkommissionen und auf lokaler Ebene die Lokalkomitees. Die Legislaturperiode des Landeskomitees der PKKCV beträgt 5 Jahre. Ihre Plenartagung findet jährlich einmal statt.

Das System der regionalen Autonomie der nationalen Minderheiten

In China gibt es ein System regionaler Autonomie der Nationalitäten. Von den 55 nationalen Minderheiten haben 44 ihre eigenen autonomen Regionen, deren Bevölkerung 71 Prozent der gesamten Bevölkerung der nationalen Minderheiten ausmacht. Für die weiteren 11 nationalen Minderheiten, für die die regionale Autonomie wegen geringer Bevölkerungszahl und kleiner Siedlungsgebiete nicht praktiziert werden kann, wurden 9 autonome Gemeinden errichtet. Gegenwärtig hat China 5 autonome Gebiete, 30 autonome Bezirke, 120 autonome Kreise und 1173 autonome Gemeinden.

Ein Land, zwei Systeme

Der zentrale Gedanke der Politik „Ein Land, zwei Systeme" besteht darin, dass der Hauptteil (Festland) des Landes innerhalb der Volksrepublik China ein sozialistische System umsetzt, während Hongkong, Macao und Taiwan das kapitalistische System beibehalten. Ziel ist, die friedliche Wiedervereinigung Chinas zu verwirklichen und die Stabilität und Prosperität in Hongkong, Macao und Taiwan aufrechtzuerhalten. Ein Land ist die Voraussetzung für zwei Systeme.

 

Administrative Gliederung

China ist administrativ in folgende Ebenen eingeteilt:

1. Das ganze Land ist in Provinzen, autonome Gebiete, regierungsunmittelbare Städte und Sonderverwaltungszonen untergliedert;

2. Provinzen und autonome Gebiete sind in Bezirke bzw. autonome Bezirke, Kreise bzw. autonome Kreise und Städte unterteilt;

3. Kreise, autonome Kreise und Städte auf Kreisebene sind in Gemeinden, Nationalitäten-Gemeinden und Ortschaften unterteilt. Gemeinde und Ortschaft sind die administrativen Einheiten auf der untersten Ebene.

Tabelle der Verwaltungseinheiten auf Provinzebenen (Stand: 2010)

Verwaltungseinheiten auf Provinzebene

(Ins. 34)RegierungssitzFläche

(in 1000 qkm)Einwohner

(in Mio.)

4 regierungsunmittelbare Städte

BeijingBeijing16,819,61

ShanghaiShanghai6,3423,02

TianjinTianjin11,912,94

ChongqingChongqing8228,85

23 Provinzen

HebeiShijiazhuang187,771,85

ShanxiTaiyuan15635,71

LiaoningShenyang145,943,75

JilinChangchun187,427,46

HeilongjiangHarbin46038,31

JiangsuNanjing102,678,66

ZhejiangHangzhou101,854,43

AnhuiHefei139,659,50

FujianFuzhou121,436,89

JiangxiNanchang166,944,57

ShandongJinan156,795,79

HenanZhengzhou16794,02

HubeiWuhan185,957,24

HunanChangsha211,865,68

GuangdongGuangzhou178104,30

HainanHaikou358,67

SichuanChengdu48580,42

GuizhouGuiyang176,134,75

YunnanKunming39445,97

ShaanxiXi'an205,637,33

GansuLanzhou454,425,58

QinghaiXining721,25,63

TaiwanTaibei35,8723.16

5 autonome Gebiete

Innere MongoleiHohhot1197,524,71

Guangxi der Zhuang-NationalitätNanning237,746,03

TibetLhasa1228,43,0

Ningxia der Hui-NationalitätYinchuan62,86,3

Xinjiang der uigurischen NationalitätÜrümqi1664,921,81

2 Sonderverwaltungszonen

HongkongHongkong1,1037,1

MacaoMacao0,0280,55

 

Wirtschaft und Gesellschaft

Entwicklung der Volkswirtschaft

China war vor 1949 wirtschaftlich rückständig. Seit der Gründung der VR China hat sich die Wirtschaft relativ schnell entwickelt. Besonders seit der Einführung der Reform- und Öffnungspolitik im Jahr 1978 hat China eine rasche Entwicklung vollzogen und einen großen wirtschaftlichen Erfolg erzielt. Inzwischen ist China die größte Exportnation und die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt geworden.

In den vergangenen drei Jahrzehnten hat China auf Wachstum gesetzt. Es gilt jetzt, die wirtschaftlichen Strukturen neu umzugestalten. Das Motto heißt: statt Quantität mehr Qualität und Effizienz. 2012 hat das Bruttoinlandsprodukt Chinas, mit einer Wachstumsrate von 7,8% gegenüber dem Vorjahr, 51932,2 Mrd. Yuan erreicht. Das Pro-Kopf-BIP betrug 6100 US-Dollar. Das Außenhandelsvolumen belief sich auf 3866,7 Mrd. US-Dollar und hat zum ersten Mal in der Geschichte das der USA überholt. Im ersten Halbjahr 2013 betrug das Bruttoinlandsprodukt 24801 Mrd. Yuan. Es nahm um 7,6% zu.

Einnahmen und Beschäftigung der Bevölkerung

Mit schneller Entwicklung der Wirtschaft hat auch das Einkommen der chinesischen Bevölkerung stark zugenommen. Bis 2020 sollen sowohl das BIP als auch das Pro-Kopf-Einkommen der Bevölkerung im Vergleich zu 2010 verdoppelt werden. 2012 ist das durchschnittliche Pro-Kopf-Nettoeinkommen der ländlichen Bevölkerung um 10,7% im Vergleich zum Vorjahr zugewachsen und betrug 7917 Yuan. Das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen der Bevölkerung in Städten stieg um 9,6% auf 24565 Yuan.

In den letzten Jahren hat sich die Beschäftigungslage ständig verbessert. Im Jahre 2012 hat sich die Beschäftigungszahl in Städten um 1,26 Mio. zugenommen. Die Arbeitslosenquote betrug 4,1%. Landesweit erreicht die Beschäftigungszahl 767 Mio..

 

Der 12. Fünfjahresplan

Trotz großer wirtschaftlicher Erfolge steht China unverändert vor gewaltigen Aufgaben. Der 12. Fünfjahresplan für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung von 2011 bis 2015 sieht daher eine Neuorientierung des Wachstumsmodells, der Entwicklungsstrategie, der Umverteilung, der Industriepolitik und der Gesellschaft vor.

Unter allen Entwicklungszielen gilt die Verbesserung des Alltagslebens der Bevölkerung als die wichtigste Aufgabe. So soll zum Beispiel der Mindestlohn jedes Jahr um 13% erhöht werden. Die Zahl der Städter, die in die Altersversicherung aufgenommen werden, soll 357 Millionen erreichen. Die Rate der Beteiligung an der Krankenversicherung in Stadt und auf dem Land soll um 3% steigen. Was die Wohnschwierigkeiten von einkommensschwachen Gruppen in Städten betrifft, so sollen 36 Millionen Sozialwohnungen gebaut werden. Bis 2015 soll der Anteil der Sozialwohnungen etwa 20 Prozent ausmachen.

 

Kultur und Tourismus

Kultur

Chinesische Kultur ist eine der ältesten in der Welt. Allgemein geht man davon aus, dass die chinesische Kultur drei Ursprünge hat: die Zivilisation am gelben Fluss, am Jangtse-Fluss und die nordische Steppenkultur. Drei wesentliche Merkmale prägen die chinesische Kultur:

Lange Geschichte: Die chinesische Kultur hat eine Verwurzelung seit 300 000 Jahren und weist seit 10000 Jahren eine menschliche Zivilisation auf. Die erste Staatsgründung liegt 5000 Jahre zurück.

Kontinuität: Die chinesische Kultur konnte trotz wiederholter Kriege und Fremdherrschaften immer wieder aufblühen. Immaterielle Güter wie zum Beispiel Sagen und Erzählungen sind erhalten geblieben. Auch Kalligrafie, Malerei und Gedichte konnten über Jahrtausende überliefert werden.

Toleranz: „Ins Meer münden tausend Flüsse". Die chinesische Kultur hat gigantische Aufnahmefähigkeit. Sie hat alle bisherigen Fremdeinflüsse absorbiert und diese zu einem Bestandteil der chinesischen Kultur gemacht.

Chinesische Oper

Die chinesische Oper ist eigentlich das traditionelle chinesische Theater, das Musik, Sprache, Spiel, Tanz, Masken und Kampfkunst verbindet. Sie begann sich erst seit dem 12. Jh. herauszukristallisieren und hat eine Geschichte von rund 800 Jahren. Heute gibt es in China mehr als 300 lokale Opernarten. Die Peking-Oper hat die meisten Anhänger in China und ist am bekanntesten im Westen. Sie hat sich im 19. Jahrhundert aus einer Synthese anderer Opernformen und Gesangsstile entwickelt, und ist würdig, zur Essenz chinesischer Kultur zu zählen.

Chinesische Akrobatik

Die Akrobatik hat in China eine Geschichte von mehr als 3500 Jahren. Sie entstand ursprünglich im Alltagsleben der Bevölkerung, wurde später auch in den kaiserlichen Höfen verbreitet und galt schließlich als eine der repräsentativsten Künste Chinas. Während Akrobatik im Westen traditionell zu den Zirkuskünsten gehört, zählen in China u.a. die Luft- und Boden-Akrobatik, Artistik, Clownerien, Zauberei, Pantomime wie auch Tierdressuren zu der Akrobatik. Außerdem ist die chinesische Akrobatik durch ihre außerordentliche Geschicklichkeit und hohe Kunstfertigkeit gekennzeichnet.

Traditionelle chinesische Musik

Die chinesische Musik zählt zu den ältesten Musiktraditionen der Welt. Das chinesische Wort für Musik „Yinyue" besteht aus zwei Silben mit unterschiedlicher Bedeutung: Ton und Freude. Melodie und Klangfarbe sind die wichtigsten Ausdrucksmerkmale in der chinesischen Musik. Die wichtigsten traditionellen chinesischen Musiktypen sind Volkslied, Sprechgesang und instrumentale Musik. Das Volkslied-Genre unterteilt sich in drei Gattungen, die sowohl im Norden als auch im Süden zu finden sind: Haozi (Arbeitslied), Shan'ge (Berglied) und Xiaodiao (Volksweisen). „Quyi" oder „Shuochang" bezeichnet die Kunst des Sprechgesanges, von der es über 200 Arten in China gibt. Die Zither „Qin", die Laute „Pipa" und das zweiseitige Streichinstrument „Erhu" sind die häufigsten Soloinstrumente. Für sie gibt es ein breites Repertoire an Kompositionen.

Chinesische Literatur

Im Laufe der geschichtlichen Entwicklung findet der Grundgeist der chinesischen Literatur in der Klassik seine höchste Ausprägung. In ihr zeigt sich die Zuneigung des chinesischen Volkes zur Ästhetik, und sie trägt Ideale und Vorstellungen der ganzen Nation. Sie zeigt ihre Eigenart, ihre Eleganz. Es gab verschiedene Literaturstile, von den archaischen Mythen über die Tang- und Song-Gedichte bis hin zu den Romanen und Novellen der Ming- und der Qing-Dynastie, und jeder Stil hatte seine Blütezeit. Während ihrer ganzen Entwicklung, die sich über Jahrtausende erstreckt, haben zahlreiche Dichter und Schriftsteller unvergängliche Werke geschaffen.

Chinesische Kalligrafie

Die chinesischen Schriftzeichen entwickelten sich aus Bildern und Symbolen. Das Schreiben und die Entwicklung der Schrift führten zu einer eigenständigen Kunstform der Kalligrafie. In allen Dynastien der chinesischen Geschichte gab es große Kalligrafen, deren Kalligrafie und Stil die Schreibkunst der jeweiligen Zeitspanne repräsentierten. Die Kalligrafie erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit.

Chinesische Malerei

Die chinesische Malerei besitzt einen speziellen Charakter. Man benötigt dafür spezielle Pinsel, Tusche und Reibstein, weshalb diese Art von Malerei auch Tuschmalerei genannt wird. Mit ihrem einzigartigen Charakter stellt sie neben der westlichen Ölmalerei eine weitere bedeutende Kunstrichtung dar. Die chinesische Malerei kann dabei auf eine Tradition von über 5000 Jahren zurückblicken. Sie legt großen Wert auf das Wesentliche der dargestellten Objekte. Ein gutes Bild soll nicht nur schön anzusehen sein, sondern gleichzeitig auch den Geist des Objektes wiedergeben und lebhaft sein.

Scherenschnitte

Scherenschnitte sind eine der am weitesten verbreiteten volkstümlichen Künste in China. Es wird allgemein angenommen, dass die Scherenschnitte ihren Ursprung in uralten religiösen Gebets- und Beisetzungszeremonien haben. Während des chinesischen Neujahrs- oder Frühlingsfestes herrscht in vielen Landesteilen die Tradition, Scherenschnitte verschiedener Muster ans Fenster oder an die Tür zu kleben. Sie unterstreichen die fröhliche Atmosphäre der Feiertage.

Tourismus

China bietet zahlreiche touristische Attraktionen. Geografisch weist China eine absolute Höhendifferenz von 9003 Metern auf. Es verfügt über ein großes Territorium mit einer Vielfalt an schönen und einzigartigen Landschaften. China gehört zu den Wiegen der Weltzivilisation. Die chinesische Zivilisation verfügt über eine Jahrtausende alte Geschichte. In China leben viele Nationalitäten, die eigene Sitten und Bräuche haben. Zudem ist das Land berühmt für seine handwerkliche Kunst und nicht zuletzt auch für seine Kulinarik.

Weltkulturerbe und Weltnaturerbe

China belegt mit 37 Eintragungen in der Welterbeliste diesbezüglich international den 3. Platz. Davon gehören 25 Objekte dem Kulturerbe, 7 dem Naturerbe, 4 dem Kultur- und Naturerbe und 1 der Kulturlandschaft an.

Außerdem ist China eines der Länder, die ein großes geistiges Kulturerbe besitzen. Die Kunqu-Oper, die Peking-Oper, die Akupunktur und die antike chinesische Quiz(Zither)-Kunst wurden von der UNESCO in die Liste der repräsentativen Werke des mündlich überlieferten und immateriellen Erbes der Menschheit, die antike Dongba-Schrift der Naxi-Nationalität in die Liste des Gedächtniserbes der Welt und das tibetische Epos König Gesar, das längste historische Epos der Welt, in die Liste des Jahrtausendjubiläums der Welt eingetragen.

Die Chinesischen Volksfeste

Das Frühlingsfest in China

Das Frühlingsfest ist das erste traditionelle Fest der Chinesen im Jahr. Früher wurde das Fest als Neujahrstag bezeichnet, weil es nach dem traditionellen Mondkalender, der seit jeher in der chinesischen Geschichte gebraucht wurde, auf den ersten Tag des ersten Monats fällt und daher als Beginn eines neuen Jahres galt. Nach dem Ende der letzten Dynastie 1911 führte China den gregorianischen Kalender (Sonnenkalender) ein, und das Neujahr nach dem Mondkalender erhielt den Namen Frühlingsfest.

Es fällt in der Regel in die Zeit von Ende Januar bis Mitte Februar nach dem Sonnenkalender. Während des Frühlingsfestes finden vielerorts traditionelle Veranstaltungen statt, von denen besonders die Löwen- und Laternentänze, das Landbootfahren (ein Tanz) und das Stelzengehen verbreitet sind.

Das Laternenfest

Der 15. Tag des ersten Monats nach dem Mondkalender mit der ersten Vollmondnacht nach dem Frühlingsfest ist das Laternenfest. Dazu gibt es seit alters her Yuanxiao, gekochte kleine Kugeln aus Klebreismehl mit einer süßen Füllung, die das Zusammenfinden der Familie symbolisieren. Die Tradition, an diesem Abend Laternen zu bewundern, reicht bis ins erste Jahrhundert zurück.

Das Drachenbootsfest

Es wird am fünften Tag des fünften Monats nach dem Mondkalender begangen. Man nimmt an, dass es zum Andenken an Qu Yuan (etwa 340–278 v.u.Z.), einen patriotischen Dichter des chinesischen Altertums, entstand. Qu Yuan lebte in der Periode der Streitenden Reiche und stammte aus dem Königreich Chu. Weil es ihm nicht gelang, seine politischen Ideale zu verwirklichen und sein Land vor dem Niedergang zu retten, stürzte er sich aus Verzweiflung an einem fünften Tag des fünften Monats mit einem Stein in den Armen in den Fluss Miluo. Als die Menschen am Fluss dies hörten, ruderten sie mit Booten hinaus, um seinen Leichnam zu bergen. Seitdem werden zum Andenken an Qu Yuan alljährlich an diesem Tag auf Chinas Flüssen Drachenbootrennen veranstaltet, und man wirft in Bambusblätter eingewickelte Klebreisklößchen (Zongzi) in den Fluss, um Qu Yuan zu opfern.

Das Mondfest

Der 15. Tag des achten Monats nach dem Mondkalender fällt auf die Mitte des Herbsts, deshalb heißt das Fest auch Mittherbstfest. In alter Zeit opferte man bei jedem Mittherbstfest dem Mondgott Kuchen, die man mit großer Sorgfalt gebacken hatte. Nach dem Opfern wurden die Kuchenstücke verteilt und von allen gegessen, was das Zusammenfinden der Familie symbolisiert. Diese Sitte ist bis heute in China verbreitet.

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