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Diese 15 Orte muss man in China gesehen haben
Für China-Anfänger
2014/04/07
 

1,35 Milliarden Menschen, 25 Völker, Dutzende Sprachen. Landschaften, die vom höchsten Berg der Welt über Wüsten bis zu Tropenstränden reichen. Das Reich der Mitte begeistert. Touristen stellt der Gigant vor das Problem: was besichtigen, wie zurechtkommen? Unser Reisebericht verrät die 15 wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

1. Peking Die Hauptstadt ist und bleibt die Nummer eins – warum das so ist, siehe vorherige Seiten. Leider widmen die üblichen Pauschalreisen der Stadt viel zu wenig Zeit. Wer es sich zeitlich leisten kann, kommt idealerweise später noch einmal her und geht allein (oder zu zweit, jedenfalls ohne Gruppe) auf Entdeckungstour. Das dürfen gerne ein bis zwei Wochen sein, denn von der Basis Peking aus lassen sich auch weitere China-Highlights gut ansteuern.

 

2. Chengde Perfekter Tagesausflug von Peking aus. Den wunderbaren Ort, schlappe 256 Bahnkilometer nordöstlich der Kapitale gelegen, wählten sich Chinas Kaiser im 18. Jahrhundert zur Sommerresidenz. Der erhaltene Palast ist betont schlicht, ländlich, bescheiden, aber zu ihm gehört der größte kaiserliche Garten überhaupt: mit bewaldetem Hügelland, einem Grasland für Zeltlager und Reiterspiele sowie einem südchinesischen Teichgarten. Dazu kommen einige der großartigsten Tempelklöster. Sie entstanden ebenfalls im 18. Jahrhundert als kaiserliche Bauprojekte, um den Mongolen und Tibetern, deren Gebiete sich das mandschurische Großreich einverleibt hatte, zu bestätigen, dass China nun ihre Heimat sei; entsprechend sind die imposantesten Bauten im tibetischen Stil gehalten, darunter eine verkleinerte Version des Potala-Palastes von Lhasa.

 

3. Die Große Mauer Der im 16. Jahrhundert erbaute Grenzwall zieht sich durch Pekinger Verwaltungsgebiet, ihn zu sehen und ein wenig auf den restaurierten Teilen herumzustapfen erfordert daher nur einen Halbtagsausflug, wobei man sich allerdings für die schöneren Abschnitte mehr Zeit lassen sollte. Unsere Empfehlung: Mutianyu. Das Mauerstück in bewaldetem Bergland ist durch zwei Seilbahnen erschlossen, sodass Besucher mit der einen hochfahren, dann die Mauer entlang laufen und nach 1,3 Kilometern mit der anderen wieder talwärts schweben können.

 
4. Datong Der Ort, 270 Kilometer westlich von Peking gelegen, ist ein Schatzhaus buddhistischer Kunst und ermöglicht eine Zeitreise in die Frömmigkeit weit zurück liegender Epochen. In drei Klöstern aus dem 11. und 12. Jahrhundert blieben die Bildwerke erhalten, vor allem aber beeindrucken die Yungang-Grotten mit ihrer buddhistischen Monumentalplastik. Sie entstanden in kaiserlichem Auftrag im späten 5. Jahrhundert. Witzig: Seit einer Umgestaltung des Grotten-Vorfelds im Jahr 2010 betritt man das Gelände durch ein Abbild des buddhistischen Paradieses, über einem Teich schwebende Idealarchitektur, wie sie sich Maler vor 1.300 Jahren ausgedacht hatten.

5. Xi'an Im 7. bis 9. Jahrhundert war der Ort eine wahre Weltstadt, deren Ausstrahlung bis Japan, Arabien, Byzanz und Ceylon reichte. Heutzutage ist davon nur noch wenig zu spüren, doch die Grabanlage des ersten Kaisers mit ihren Tausenden überlebensgroßen Terrakottafiguren von Kriegern und Pferden vermittelt die einstigen Dimensionen. Das Geschichtsmuseum der Provinz sollte man ebenso besuchen. Es ist das bedeutendste archäologische Museum des Landes.

 
6. Tai Shan Der heilige Ostberg ist seit Urzeiten ein Pilgerziel. Schon im Mittelalter war die Tai-Shan-Wallfahrt massentouristisch organisiert. Der Weg zum Gipfel gestaltet sich zur größten Freiluft-Kalligrafieschau der Welt – jeder prominente chinesische Besucher hat hier Kalligrafie in einen Felsblock schlagen lassen. Wer es zünftig will, ignoriert die Seilbahn und steigt zu Fuß auf den 1545 Meter hohen Gipfel. Tipp: oben in einfachen Herbergen übernachten, um den Sonnenaufgang zu erleben.

7. Shanghai Nirgends ändert sich das Stadtbild schneller als in der bedeutendsten Industriestadt Chinas. Einen guten Überblick über das auch für Touristen hochspannende Gewusel ermöglicht die Himmelsbrücke, die in 474 Meter Höhe das Loch im „Flaschenöffner", dem World Financial Center, überspannt. Von diesem exponierten Punkt können Besucher auch dem benachbarten, noch höheren Shanghai Tower in die Fenster blicken. Klein wirkt dagegen die denkmalgeschützte Schauseite des Zwanziger-Jahre-Shanghai am „Bund", dem jenseitigen Huangpu-Ufer. Dafür finden sich im ehemals französischen Viertel jede Menge stimmungsvoller Kneipen.

 

8. Suzhou Von Shanghai ist es keine halbe Stunde Fahrt mit dem Superexpress, und man kann durch die hochhausfreie Altstadt von Suzhou bummeln.

 
Empfehlenswertes Ziel: die ehemaligen Privatgärten kaiserlicher Pensionäre, die diese einst enorm reiche Stadt berühmt machten. Manche Gärten sind sehr überlaufen, aber im Canglangting ist man vor Reisegruppen sicher. Gut zu wissen: Suzhou ist ein altes Zentrum der Seidenindustrie!

9. Hangzhou Die Provinzmetropole liefert mit ihrem Westsee das Ideal einer Stadtlandschaft. Die gepflegten Promenaden, die handgeruderten Gondeln, der Blick auf die sanften Berge im Hintergrund – das bezaubert immer wieder. Marco Polo nannte Hangzhou im 13. Jahrhundert die großartigste Stadt der Welt, und er war nicht der einzige, der von ihr schwärmte. Hier ist die Heimat des „Drachenbrunnentees", des wohl berühmtesten Grüntees des Landes.

10. Huang Shan In dem ostchinesischen Gebirge spielt die Natur Theater. Mitwirkende sind 72 Gipfel, kuriose Felsen, die Huangshan-Kiefern und vor allem die Nebel und die Wolken, die aus den Klüften quellen und immer neue Perspektiven mal verhüllen, mal frei geben. Per Seilbahn geht's hinauf, dann aber treppauf, treppab. Sänftenträger freuen sich über jeden, der schlapp macht. Mindestens einmal sollten Besucher oben übernachten.

 

11. Guilin Natürlich darf dieser Ort im Südosten Chinas nicht fehlen. Die Stadt selbst ist angenehm, wirkt mediterran, ganz anders als der Norden, aber vor allem zieht es die Gäste hinaus aufs Land – zu den berühmten Karstkegeln. Und danach ins nicht weit entfernte Yangshuo. Die Stadt ist auch deshalb so beliebt, weil hier die kleinen Kreuzfahrten auf dem Li-Fluss enden. Diese lohnen sich wirklich, denn der rund 80 Kilometer lange Abschnitt zwischen Guilin und Yangshou ist zauberhaft.

 

12. Hongkong Diese Stadt darf freilich nicht fehlen. Denn sie ist verrückt. Im besten Sinne. Hier Berge, da Wasser, eigentlich kein Platz für eine Millionenmetropole. Also ging man in die Höhe. 1250 Wolkenkratzer machen Hongkong zur Hochhausstadt Nummer eins – mit weitem Abstand vor New York. Dabei ist das Leben in den älteren Stadtvierteln noch sehr traditionell, die Volksreligion lebendig. Nicht versäumen: drei Fahrten – eine mit der Straßenbahn, eine mit der Hafenfähre („Star Ferry") und eine mit der Standseilbahn auf den Peak!

 

13. Jiuzhaigou In dem einstmals völlig abgelegenen, nur von einigen Tibetern bewohnten Hochgebirgstal im Norden der Provinz Sichuan ist das Wasser der Zaubermeister. Mehr als hundert Seen reihen sich aneinander, ihr Wasser sprudelt über Kalktuffdämme, bildet Wasserfälle, ist mal klar, mal durch Algen und Bakterien bunt gefärbt. Bunt gefärbt sind dank einer betörenden Fülle an Pflanzen- und Flechtenarten auch die Uferereiche, während sich die schneebedeckten Gipfel in der Ferne einfarbiger gestalten.

 

14. Dunhuang Die Seidenstraßenstadt! Als große, grüne Oase ist sie umgeben von Sand- und Geröllwüsten. An ihrem Südrand können Abenteuerlustige auf riesige Sanddünen klettern und per Sandschlitten abwärts fahren, im Osten gelangt man über topfebene Ödnis zu jahrtausendealten Resten der Großen Mauer der Han-Zeit. Den großen Schatz des Ortes aber stellen die Mogao-Grotten mit ihren bis zu 1.700 Jahre alten Wandmalereien dar. Sie bilden den größten buddhistischen Bilderreigen der Welt.

 

15. Lhasa Tibets Zentrum! Am Anfang steht die Enttäuschung: Besucher sehen ein hässliches Provinznest und jede Menge Sicherheitskräfte. Aber dann macht der Potala-Palast alles wett. Welch ein grandioses Bauwerk! Es war Kloster, Regierungssitz, Festung und Mausoleum in einem. Die Fülle seiner Bildwerke ist überwältigend. Wer auf den Geschmack gekommen ist, macht sich auf zum Stadtrand, wo inmitten der imposanten Berglandschaft noch weitere bedeutende Klöster liegen.

 
 

(Quelle: abendteuer und reisen)

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