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IWF erhöht Wachstums-Prognose für China
2014/05/01
 

Der Internationale Währungsfonds IWF hat seine Wachstums-Prognose für China erhöht. Zugleich bescheinigt der in Hongkong vorgestellte IWF-Bericht zu wirtschaftlichen Perspektiven der Asien-Pazifik-Region der Volksrepublik einen wachsenden Einfluss auf Asien.

Schwerpunkt des Berichtes sind die Perspektiven verschiedener Volkswirtschaften in Asien im laufenden und im nächsten Jahr. Demnach werde Asien insgesamt weiterhin von einem starken Wachstum bei niedriger Inflation geprägt sein. Voraussichtlich werde Asiens Wachstum 2014 um 5,4 und im nächsten Jahr um 5,5 Prozent wachsen. Damit hat der IWF seine Prognose für ganz Asien vom Oktober vergangenen Jahres um 0,1 Prozentpunkt nach oben korrigiert. Auch für das chinesische Binnenland setzte der IWF seine Prognose herauf. Dem Bericht zufolge könnte das Wachstum 2014 bei 7,5 und 2015 bei 7,3 Prozent liegen - 0,3 Prozentpunkte mehr als zunächst vorhergesagt.

Zudem verweist der IWF-Bericht auf Chinas wachsenden Einfluss auf andere asiatische Volkswirtschaften und auf die Region insgesamt. Das Wachstum in Asien basiere auf einer verstärkten regionalen Integration, wobei Asien von der Entwicklung Chinas etwa doppelt so stark beeinflusst werde, wie andere Regionen der Welt. So würde ein Rückgang des Wachstums in der Volksrepublik um einen Prozentpunkt ganz Asien 0,3 Prozent kosten. China sei inzwischen nicht nur ein Glied in der globalen Produktionskette, sondern auch ein Endverbraucher. Eine weitere Zunahme dieses Faktors werde den direkten Einfluss Chinas auf andere asiatische Staaten wachsen lassen. Andererseits hätte ein drastischer wirtschaftlicher Rückgang im chinesischen Binnenland direkte Konsequenzen vor allem in Südkorea, Malaysia, Thailand sowie in den nicht zum Binnenland gehörenden chinesischen Gebieten Hongkong und Taiwan.

Der IWF-Bericht rät China, sein Finanzsystem zu öffnen, um das Wachstum weniger abhängig von Investitionen zu machen. Dies umso mehr, als übermäßige Investitionen und die Kreditqualität in China Anlass zur Sorge geben, weil Treuhandmärkte und besonders so genannte Schattenbanken „eine wichtige Quelle systematischer Risiken" werden könnten. So brauche China effektivere Finanzbeziehungen zwischen den Regierungen der verschiedenen Ebenen, um Verantwortungslücken der Lokalregierungen bei Einnahmen und Ausgaben zu vermeiden. Nur so könne eine weitere Überschuldung der Lokalregierungen eingedämmt werden.

Zu internationalen Befürchtungen angesichts fallender RMB-Wechselkurse sagte IWF-Vertreter Rhee Changyong, die Gefahr einer großen RMB-Abwertung sei dennoch sehr gering. Dies sei auf die enormen Spareinlagenüberschüsse sowie starke günstige Faktoren auf dem Markt in China zurückzuführen.

(Quelle: CRI)

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