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Tu Youyou aus China erhält Nobelpreis 2015 für Physiologie oder Medizin
2015/12/15
 

Die chinesische Pharmakologin Tu Youyou erhielt hier am Donnerstag ihren Nobelpreis 2015 für Physiologie oder Medizin.

Tu, 84, bekam im Stockholmer Konzerthaus die Nobelpreismedaille, die Nobelpreisurkunde und ein Dokument von Schwedens König Carl XVI Gustaf, welches die Höhe des Nobelpreises bestätigt.

„Die Entdeckung von Artemisinin hat zur Entwicklung eines neuen Medikaments geführt, welches Millionen von Menschenleben gerettet hat und die Sterberate von Malaria in den vergangenen 15 Jahren halbierte“, sagte Professor Hans Forssberg, seines Zeichens Mitglied des Nobelkomitees für Physiologie oder Medizin während der Präsentation von Tus wissenschaftlichen Beiträgen.

In Zusammenarbeit mit ihrem Team ist es Tu durch systematisches Ausprobieren gelungen eine Substanz aus Artemisia annua, oder auch als einjähriger Beifuß bekannt, zu extrahieren, die sich wirksam bei der Verringerung der Sterblichkeitsrate von Malaria-Patienten erwies.

Tu erhielt die Hälfte des diesjährigen Medizin-Preises von 4 Millionen Schwedischen Kronen (SEK) (ungefähr 460.000 US-Dollar). Die andere Hälfte wird gleichmäßig an William Campbell und Satoshi Omura aufgeteilt, die gemeinsam eine neue Therapie gegen durch Fadenwürmer ausgelöste Infektionen entdeckt haben.

Die diesjährigen Nobelpreisträger für Physik Takaaki Kajita und Arthur B. McDonald, Nobelpreisträger für Chemie Thomas Lindahl, Paul Modrich und Aziz Sancar, Nobelpreisträgerin für Literatur Svetlana Alexievich und Nobelpreisträger für Wirtschaft Angus Deaton erhielten im Konzerthaus ebenfalls ihre Preise.

In seiner Rede an die Nobelpreisgewinner, sagte der Professor und Vorsitzender der Nobelstiftung Carl-Henrik Heldin: „Einige der wissenschaftlichen Entdeckungen, die wir heute feiern, haben sich bereits außerordentlich nützlich für die Menschheit in der Behandlung von gewissen Krankheiten erwiesen. Diese Beispiele zeigen auf, dass Forschung in der Lage ist jede Menge Probleme zu lösen und einen Beitrag für eine bessere Welt leisten kann.“

Andere Entdeckungen können als Grundlagenforschung charakterisiert werden, deren Ergebnisse sich in der Zukunft höchstwahrscheinlich „direkt oder indirekt als sehr nützlich erweisen werden.“

Quelle: german.xinhuanet.com

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