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Wen Jiabao und Angela Merkel begehen 35. Jahrestag der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Staaten
2007/08/28
Am Montag fand anlässlich des 35. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen China und Deutschland in Beijing ein Konzert statt. Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao und die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wohnten dem Konzert bei. Beide sprachen sich für einen Ausbau der chinesisch-deutschen Freundschaft aus.

Zu Beginn des Konzerts wurde die "Train Toccata", das Meisterwerk des bekannten chinesischen Musikers Liu Yuan gespielt.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel war am Montag im Rahmen ihres China-Besuchs mit den chinesischen Spitzenpolitikern zu verschiedenen Gesprächen zusammengekommen. Warum sie auch den Besuch dieses Konzerts in ihr Programm aufgenommen habe, erklärte sie in ihrer Rede:

"Es ist mir eine besonders große Freude, heute Abend mit Ihnen einen besonderen Anlass zu feiern. Vor 35 Jahren nämlich haben Deutschland und China in einem festlichen Akt in Peking diplomatische Beziehungen miteinander aufgenommen. Die Beziehungen haben sich seitdem rasant entwickelt, das gilt auch für die wirtschaftlichen Beziehungen. Deutschland ist inzwischen Chinas wichtigster europäischer Handelspartner, und umgekehrt ist China inzwischen Deutschlands wichtigster Handelspartner in Asien."

Auch Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao äußerte sich zur rasanten und guten Entwicklung der chinesisch-deutschen Beziehungen:

"35 Jahre sind seit der Aufnahme der chinesisch-deutschen diplomatischen Beziehungen im Jahre 1972 vergangen. Die bilateralen freundschaftlichen Beziehungen haben bereits verschiedene Phasen durchlaufen. Die Freundschaft zwischen beiden Völker hat sich vertieft."

Diese Freundschaft zeigt sich in vielen Aspekten. Auf der diesjährigen Internationalen Buchmesse in Beijing ist Deutschland beispielsweise Gastland. Ein weiteres Beispiel ist das aufwendige, auf drei Jahre anberaumte Projekt "Deutschland und China - gemeinsam in Bewegung". Auch dieses Programm soll dazu beitragen, dass Verständnis der Deutschen für die Chinesen und umgekehrt zu verbessern. Und schon bei dem Konzert in Beijing zeigte sich die gegenseitige Verbundenheit. Viele chinesische Besucher brachten ihre Begeisterung für deutsche Musik zum Ausdruck, viele deutsche Besucher waren von den chinesischen Stücken fasziniert.

Um die freundschaftlichen Kontakte zwischen beiden Völkern weiter zu fördern, vor allem aber um das gegenseitige Verständnis der chinesischen und der deutschen Jugendlichen zu vertiefen, kündigte Angela Merkel im Rahmen des Konzerts an, dass Deutschland 400 chinesische Schüler und Studenten zu einem Besuch einladen werde.

Allerdings besteht zwischen chinesischen und deutschen Jugendlichen bereits ein reger Austausch. Ein schönes Beispiel ist das Konzert vom Montag, denn das Orchester setzt sich aus jungen Musikern aus China und Deutschland zusammen. Unter Tang Muhai, dem chinesischen Dirigenten, der die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, wurden für dieses Konzert das Sinfonieorchester des Shanghaier Konservatoriums und die junge deutsche Philharmonie zusammengeführt. Für Angela Merkel war die Zusammensetzung des Orchesters und die Auswahl der Musikstücke ein wichtiges Symbol. Für die chinesisch-deutsche Freundschaft wünschte sich die deutsche Bundeskanzlerin:

"Dieses Orchester steht symbolisch für die harmonischen Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern, zwischen Deutschland und China. Ich wünsche uns für die nächsten 35 Jahre noch intensivere, freundschaftlichere und tiefe Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern."

Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao sagte, die abwechselnde Darbietung chinesischer und deutscher Musikstücke bilde die kontinuierliche Entwicklung der Freundschaft zwischen China und Deutschland ab. Es sei ein Sinnbild für die Harmonie in dieser bilateralen Freundschaft:

"Wir werden uns gemeinsam darum bemühen, die bilateralen Beziehungen und die Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Staaten wie ein harmonisches, freundliches Lied zu gestalten. Damit können wir eine wunderbare Ära der chinesisch-deutschen Beziehungen einläuten."

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