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Ausländische Medien verfolgen Chinas Wirtschaftsentwicklung
2008/03/12

In den vergangenen Jahren hat die Zahl der ausländischen Medien, die über die Jahrestagungen des chinesischen Nationalen Volkskongresses, kurz NVK, und des Landeskomitees der PKKCV, der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes, berichtet haben, deutlich zugenommen. Auch in diesem Jahr machen die internationalen Medien da keine Ausnahme. Insgesamt haben sich 843 internationale Journalisten von 225 Medien aus 42 Ländern als Berichterstatter akkreditieren lassen. Verglichen mit dem Vorjahr ist die Zahl der ausländischen Journalisten damit um 20 Prozent gestiegen.

Da die Journalisten aus verschiedenen Staaten stammen, betrachten sie die zwei Jahrestagungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Die wirtschaftliche Entwicklung Chinas und deren Einfluss auf die Weltwirtschaft beschäftigen aber alle Medien.

Dominique Patton von der kenianischen Zeitung "Business Daily" sagte, die Handelsbeziehungen zwischen Kenia und China würden enger, daher verfolgten die Leser ihrer Zeitung Chinas Wirtschaftsentwicklung sehr aufmerksam:

"Immer mehr chinesische Firmen investieren in Kenia. Daher kaufen auch immer mehr Kenianer chinesische Produkte. Chinas Wirtschaftsentwicklung hat die weltwirtschaftliche Lage erheblich verändert. Das wirkt sich auch auf Kenia aus. Daher interessieren sich Kenias Geschäftsleute sehr für Chinas Wirtschaftsentwicklung."

In den vergangenen Jahren hat der Handel zwischen China und Afrika deutlich zugenommen. Das hat sich nicht nur positiv auf die Wirtschaftsentwicklung beider Seiten ausgewirkt, auch die Bevölkerungen haben davon erheblich profitiert. Chinesische Waren sind qualitativ gut und gleichzeitig günstig. Sie erfüllen die Bedürfnisse der afrikanischen Konsumenten daher perfekt. Die chinesischen Produkte haben den Afrikanern eine Chance gegeben, ihren Lebensstandard im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten deutlich zu erhöhen. China importiert Rohöl, Holz und Eisenerz aus Afrika. Das fördert die Entwicklung verschiedener Bereiche in China. Außerdem sind typisch afrikanische Produkte wie Kaffee, Diamanten und Kunstwerke inzwischen bei chinesischen Konsumenten sehr beliebt.

China und Australien sind zwei wichtige Handelspartner in der asiatisch-pazifischen Region. Aufgrund der aktuellen Entwicklungen hat sich die gegenseitige Handelsabhängigkeit der beiden Partner weiter verstärkt. Stephen McDonell von der Australian Broadcasting Corporation ist von der Entwicklung beeindruckt:

"Die Handelsbeziehungen zwischen China und Australien sind sehr eng. China ist inzwischen unser größter Handelspartner. Wirtschaftlich spielt China für Australien heute bereits eine sehr wichtige Rolle, daher verfolgen wir die wirtschaftliche Entwicklung Chinas sehr aufmerksam."

Die Chinesen beschäftigen zurzeit vor allem die Preissteigerungen im eigenen Land und die Aufwertung des Wechselkurses des RMB zum US-Dollar. Auch diese Themen werden von den ausländischen Journalisten beachtet.

Der 59-jährige Gennady Krivosheev von der russischen Presseagentur Interfax spricht fließend Chinesisch. Er hat bereits mehrfach von den NVK- beziehungsweise PKKCV-Tagungen berichtet. Als China-Experte beleuchtet er Chinas Entwicklung stets aus einem russischen Blickwinkel:

"Bisher wurden alle Handelsverträge zwischen Russland und China in US-Dollar abgeschlossen. Inzwischen ist der Rubel aufgewertet worden. Wenn nun auch RMB aufgewertet würde, würden einige Handelsgesellschaften erhebliche Verluste einfahren. Die Profite würden zurückgehen. Dieses Thema beschäftigt die russischen Händler sehr."

Gennady Krivosheev besucht mit Vorliebe die Pressekonferenzen des Pressezentrums des NVK und der PKKCV. Er wolle auf jeden Fall zwei Fragen stellen:

"Die erste Frage lautet, wie die chinesische Regierung einer eventuellen Inflation vorbeugen will. Außerdem möchte ich wissen, was die chinesische Regierung tun will, um eine wirtschaftliche Überhitzung zu vermeiden. Die chinesische Wirtschaft entwickelt sich bislang schnell und gesund. Allerdings besteht die Gefahr einer Überhitzung. Der Staatsrat will nun eine Reform seiner Verwaltungsstruktur durchführen. Er kann in diesem Zusammenhang auch neue Maßnahmen ergreifen, um die wirtschaftliche Entwicklung zu beeinflussen. Das würde ich mir wünschen."

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