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Kims sang- und klanglose Chinareise fällt der Welt auf
2010/08/31

Nordkoreas Staatschef Kim Jong Il hat China einen Staatsbesuch vom 26. bis zum 30. August abgestattet. Er traf Präsident Hu Jintao und besuchte zwei nordostchinesische Provinzen. Zwar haben sich beide Seiten bemüht, die Reise unauffällig zu halten, Vermutungen und Berichte ausländischer Medien hat das jedoch nicht bremsen können.

In den chinesischen Medien gab es erst am Montag Meldungen über Kims Reise und das Treffen mit Hu Jintao. Dennoch 'begleiteten' internationale Medien, vor allem die aus Südkorea und Japan, eine 'mögliche Reise' von Kim bereits seit vergangenem Donnerstag. Sie vermuteten, dass Kim seinen dritten Sohn Kim Jong Un, der früheren Medienberichten zufolge sein Nachfolger werden könnte, nach China mitgebracht hätte.

Hu (l.) und Kim in Changchun

Wie die chinesische offizielle Nachrichtenagentur Xinhua und das Staatsfernsehen erst gestern berichteten, hat der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Il auf Einladung von Hu Jintao eine Reise vom 26. bis zum 30. August nach China gemacht. Beide Spitzenpolitiker hatten sich am vergangenen Freitag in Changchun der Provinz Jilin getroffen und tauschten sich unter anderem über die Lage in Nordostasien und über internationale und regionale Angelegenheiten aus.

Beim Gespräch, so die offiziellen Informationen, machte Hu Jintao Vorschläge zur Vertiefung der bilateralen Beziehungen: Erstens sollten die hochrangigen Kontakte weiter pflegt werden. Die Spitzenpolitiker von beiden Seiten sollen Meinungen häufig wie möglich austauschen. Zweitens solle man die Wirtschafts- und Handelskooperation zwischen beiden Ländern fördern. Es entspreche den Interessen der Völker in beiden Ländern, eine gegenseitig nutzbringende Zusammenarbeit im Bereich Wirtschaft und Handel zu verstärken. Drittens sei der Austausch auf Strategienebene zu vertiefen. Bei wichtigen Angelegenheiten in der Region sowie auf der Welt sollten China und Nordkorea rechtzeitig, tiefgreifend und umfassend beraten. Es spiele eine wichtige Rolle, die Stabilität in Nordostasien zu wahren.

Kim soll laut Xinhua Hus Meinungen zugestimmt und erklärt haben, dass man nicht nur die Zusammenarbeit zwischen Behörden und Provinzen beider Länder in allen Bereichen verstärken solle, sondern auch den Personalaustausch unter Jugendlichen beachten müsse, damit die traditionelle Freundschaft zwischen Nordkorea und China ständig weiter entwickelt werde.

Nach diesem diplomatischen Geplänkel haben Hu und Kim offenbar auch über die Atomfrage auf der koreanischen Halbinsel gesprochen. China respektiere und unterstütze Nordkorea bei seinen Bemühungen, die Lage in der Region zu entspannen und die diplomatische Umgebung zu verbessern, hieß es. China sei bereit, mit allen Seiten zu koordinieren und kooperieren, um die Wiederaufnahme der Sechs-Parteien-Gespräche sowie eine friedliche Lösung der Atomfrage zu realisieren. Kim drückte seine Bereitschaft aus, mit China eng zusammenzuarbeiten und so bald wie möglich die Sechs-Parteien-Gespräche wieder aufzunehmen.

Während seines Aufenthalts in China besuchte Kim Jong Il ebenfalls die chinesischen Provinzen Jilin und Heilongjiang. Dabei ließ er sich über Maschinenbau, Schienenverkehr, Chemieindustrie und Agrarprojekte beraten, so Xinhua.

In den chinesischen Medien gab es erst am Montag Meldungen über Kims Reise und das Treffen mit Hu Jintao. Dennoch "begleiteten" internationale Medien, vor allem die aus Südkorea und Japan, eine "mögliche Reise" von Kim bereits seit vergangenem Donnerstag. Sie vermuteten, dass Kim seinen dritten Sohn Kim Jong Un, der früheren Medienberichten zufolge sein Nachfolger werden könnte, nach China mitgebracht hätte. Kim Jong Il wollte, so diese Medien, die chinesische Seite über einen Machtwechsel informieren und China um weitere Unterstützungen bitten. Im Xinhua-Bericht wurde jedoch der Name Kim Jong Un unter den Namen seiner Begleiter nicht erwähnt.

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