| Nordkorea will Atomprogramm stoppen |
| 2004/04/28 |
Alle Beteiligten der Sechs-Parteien-Gespräche haben am Mittwoch den Vorschlag Nordkoreas alle seine Nuklearaktivitäten zu unterbrechen begrüßt. Wie der Sprecher der chinesischen Delegation, Liu Jianchao, am Donnerstag in Beijing vor der Presse weiter mitteilte, hätten alle Delegationen vier Stunden lang über Aktionen und Maßnahmen in einer ersten Phase auf dem Weg zu einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel beraten. Die Verhandlungspartner hätten Verständnis für die Forderungen Nordkoreas gezeigt und Bereitschaft zu weitergehenden Gesprächen erklärt. Zudem zitierte der Sprecher Staatskommissar Tang Jiaxuan, der bei einem Empfang der sechs Verhandlungsdelegationen und das diplomatische Corps am Donnerstag von einem guten Beginn der zweiten Runde gesprochen hatte. Die Verhandlungen seien in eine Schlüsselphase getreten, in der es um solche Kernfragen wie den Verzicht auf das Atomprogramm, Sicherheitsgarantien und wirtschaftliche Fragen gehe, zitierte der Delegationssprecher Tang Jiaxuan. Auch die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Zhang Qiyue, würdigte den Verlauf der Beratungen am zweiten Tag der Gespräche. Sie bezeichnete die Gespräche als tiefgehend und konstruktiv. Die Sechs-Parteien-Gespräche in Beijing werden auch von den internationalen Medien mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Die russische Nachrichtenagentur zitierte einen südkoreanischen Unterhändler mit den Worten, es sei zu erwarten, dass sich die beteiligten Seiten bis Mitte März über die Gründung einer Arbeitsgruppe einigen würden. Die russische Agentur bezeichnete zudem den Vorschlag Nordkoreas die Gespräche zu einem regulären Dialog zu machen, der alle zwei Monate stattfinden sollte, als sinnvoll. Die britische Daily Telegraph meinte, die neue Runde der Sechs-Parteien-Gespräche in Beijing berechtige zu Hoffnungen auf einen Erfolg. Sowohl die USA als auch Nordkorea hätten in den bilateralen Gesprächen am Mittwoch Bereitschaft zum Kompromiß gezeigt, was in den 18 Monaten zuvor nicht festzustellen gewesen wäre. |