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KP Chinas will Wohlstandsgefälle durch gerechtere Verteilung verringern
2012/10/26

Das Monatsgehalt von Zhang Lan, einer 43-jährigen Grundschullehrerin in der südwestchinesischen Provinz Sichuan, hat sich im vergangenen Jahrzehnt auf 4000 Yuan (495 Euro) vervierfacht, doch sie muss noch immer jeden Cent zwei Mal umdrehen.

"Mein monatliches Einkommen liegt noch unter dem Kaufpreis für einen Quadratmeter einer Wohnung", sagt Zhang.

Die Stadtbewohnerin klagt darüber, dass ihr Einkommen bei mehr als 20 Jahren Berufserfahrung noch weit unter dem in Chinas monopolisierten Branchen und Sektoren liegt.

Doch die chinesische Öffentlichkeit ist nicht nur in den Städten mit der Einkommensverteilung unzufrieden.

Neueste Statistiken des nationalen Statistikamts zeigten, dass das Pro-Kopf Nettoeinkommen auf dem Land in den ersten drei Quartalen dieses Jahres 6778 Yuan (839 Euro) betrug. Das sind nur 36,8 Prozent des verfügbaren Pro-Kopf-Einkommens der Stadtbewohner im gleichen Zeitraum.

Analysten warnen davor, dass Chinas klaffendes Wohlstandsgefälle nicht nur zu Missgunst der Landbewohner gegenüber wohlhabenden Städtern geführt hat, sondern dass sich auch innerhalb der Städte und Dörfer Unzufriedenheit aufbaut.

Obwohl die chinesische Wirtschaft die weltweit zweitgrößte Wirtschaft geworden sei, liege das ursprüngliche Ziel von Chinas Wirtschaftsreform, das des allgemeinen Wohlstands, weiterhin in ferner Zukunft, warnten sie.

"Armut und Rückständigkeit führen zu sozialen Unruhen. Das Heilmittel ist, die Entwicklung an erster Stelle zu stellen, um wirtschaftlichen Wohlstand, ausreichende Beschäftigung und den reibungslosen Wertefluss zu gewährleisten", sagte Ji Zhengju, Forscher im Zentralen Amt für Datenerfassung und Übersetzung des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei China (KPCh)

Der Staatsrat, Chinas Kabinett hat beschlossen, bis zum Jahresende einen Plan zur Einkommensverteilung vorzulegen .Beobachter setzen große Hoffnungen auf den kommenden 18. Parteitag der KPCh, der voraussichtlich am 8. November beginnen wird.

Zhao Chenggen, Professor an der School of Government der Peking-Universität, geht davon aus, dass Chinas neue Führung vortragen wird, wie sie die Wirtschaft ankurbeln und wie sie die wirtschaftlichen Früchte unter allen Chinesen auf gerechtere Weise aufteilen will.

Auf einer hochkarätigen Tagung im Juli, die weithin eine Kernbotschaft für den kommenden alle fünf Jahre stattfindenden Parteitag festlegt, drängte der chinesische Präsident Hu Jintao dazu, das Wohlergehen der Menschen zu verbessern, die Probleme der Menschen zu mindern und ihre alltäglichen Sorgen anzugehen.

Quelle: german.china.org.cn

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