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Ministerpräsident Wen Jiabao in Deutschland
2012/04/24

Hannover gehört zu den fünf großen Ausstellungs- und Messestädten in Deutschland, wo jedes Jahr mehrere internationale Messen stattfinden. Die diesjährige Hannover Messe findet auch wegen der Anwesenheit des Ministerpräsidenten des Partnerlandes China, Wen Jiabao, besonderes Interesse. Die Weltökonomie befindet sich derzeit an einer Weggabelung hin zu einer schwachen Wiederbelebung. Das Treffen von China und Deutschland, der beiden weltweit großen Produzenten, wird daher mit großer Aufmerksamkeit verfolgt.

Am 22. April nahm Wen Jiabao an der Eröffnung der Hannover Messe teil. Dabei zeigte er der Welt Chinas feste Entschlossenheit und Zuversicht für eine Entwicklung der realen Wirtschaft.

Dazu sagte Wen Jiabao wörtlich: "China und Deutschland sind die wichtigsten großen Produzenten in der ganzen Welt. Durch eine enge Kooperation der beiden Länder können Dialog und Zusammenarbeit der Industrie weltweit gefördert werden. Und beide spielen sicher für Innovationen und Entwicklung der Industrie der Welt eine zunehmend wichtige Rolle."

Seit ihrem Amtsantritt im Jahre 2005 war die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel bereits fünf Mal in China. Sie sagte in Hannover, Europa werde kontinuierlich den Reform- und Integrationsprozess vorantreiben. Der Kontinent lege großen Wert auf die reale Entwicklung der Wirtschaft und auf wissenschaftliche Innovationen. Deutschland werde eine verstärkte Kooperation zwischen der EU und China fördern.

Natürlich gibt es hinsichtlich der Fabrikation in China im Vergleich zu Deutschland noch einen Abstand. Wen Jiabao gab zu, "Made in China" befinde sich im Wesentlichen noch auf einem niedrigen Stand in der internationalen Branchenkette. Aufgrund des bislang eher breit angelegten Entwicklungsmodells sei „Made in China" auf dem Weltmarkt noch nicht voll konkurrenzfähig. Hinzu kämen mangelnde wissenschaftliche und technologische Innovationen und eine niedrige Nutzungseffizienz der Ressourcen in China, so Wen Jiabao.

Veränderung sei die einzige Alternative für "Made in China". China gehe deshalb offen den Weg der Veränderung. Wen Jiabao sagte auf dem Deutsch-Chinesischen Wirtschaftsforum, China sei offen für verstärkte Investitionen deutscher Unternehmen in Chinas High-Tech- bzw. Dienstleistungssektoren sowie in den Mittel- und Westgebieten des Landes. Beide Staaten sollten zudem die Investitionskooperation im Automobilsektor, in der Chemieindustrie und im Maschinenbau stitig intensivieren und sie allmählich auf High-Tech-Fabrikationsbranchen ausweiten.

Wen Jiabao trat auch Skepsis der Außenwelt hinsichtlich der Möglichkeiten und des Umfeldes für Investitionen in China entgegen, als er sagte: „China wird kontinuierlich Gesetze, Regeln und Maßnahmen vervollständigen, den Marktzugang erweitern und das geistige Eigentum verstärkt schützen. Bei der Anerkennung von eigenständigen Produktentwicklungen und bei staatlichen Aufträgen und Ankäufen werden alle in China rechtsmäßig registrierten Unternehmen gleichberechtigt betrachtet. Für alle Unternehmen wird eine transparente, faire, stabile und absehbare Entwicklungsumwelt geschaffen."

Ziel der anstehenden Veränderungen ist es, das "Made in China" allmählich in "Created in China" umzuwandeln. Vor 40 Jahren haben die Volksrepublik China und die Bundesrepublik Deutschland diplomatische Beziehungen aufgenommen. Beide Länder haben zweifellos einen enormen Raum für eine gegenseitig nutzbringende Kooperation. Diese Kooperation dient, wie Wen Jiabao unterstrich, "nicht nur der Entwicklung beider Staaten, sondern auch der Prosperität und Stabilität in Europa und in der Welt."

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