| China investiert in den Bau der europäisch-asiatischen sowie der transasiatischen EisenbahnlinienChina investiert in den Bau der europäisch-asiatischen sowie der transasiatischen Eisenbahnlinien |
| 2008/01/29 |
In den letzten Jahren sind die Handelsverbindungen zwischen China und anderen asiatischen und europäischen Ländern immer aktiver und enger geworden. So konnte das Volumen des grenzüberschreitenden Transports stets erhöht werden. Um die Nachfrage der Handels- und Wirtschaftsentwicklung zu befriedigen, hat China den Bau der europäisch-asiatischen sowie transasiatischen Eisenbahnlinien aktiv gefördert. Am 9. Januar 2008 ist der erste Zug zu einer Probefahrt auf der europäisch-asiatischen Eisenbahnstrecke von Beijing aus abgefahren. Ende Januar wird er die deutsche Stadt Hamburg erreichen. Diese Probefahrt ist seit dem letzten Jahr vorbereitet worden. Die Fahrzeit für diese zirka 10.000 Kilometer lange Fahrt durch China, die Mongolei, Russland, Weißrussland, Polen und Deutschland wird 18 Tage betragen. Die europäisch-asiatische Eisenbahn wird hauptsächlich für den Frachttransport eingesetzt. Durch die Eisenbahnlinie wird es möglich sein, die Dauer des Schifftransports für Güter von China nach Deutschland zu halbieren. Zheng Mingli von der Container-Transports-GmbH der chinesischen Eisenbahn hat mitgeteilt, nach der Probefahrt werde die europäisch-asiatische Eisenbahn voraussichtlich innerhalb dieses Jahres offiziell für den Gütertransport freigegeben: "Derzeit ist der genaue Fahrplan der Züge noch nicht festgelegt. Zunächst werden wir weiter am Transportsystem und an der Logistik feilen. Allerdings stehen wir dabei noch vor einigen Schwierigkeiten, dazu zählt beispielsweise das unterschiedliche Zollsystem der Länder. Der chinesische Eisenbahnminister Liu Zhijun hat bereits mit seinen Amtskollegen aus einigen Ländern, durch die diese Eisenbahn fährt, in Beijing Gespräche geführt. Solche Fragen werden gelöst werden, und die Entwicklung der europäisch-asiatischen Eisenbahn wird weiterhin gefördert." China, die Mongolei, Russland, Weißrussland, Polen und Deutschland haben bereits in diesem Monat in Beijing das "Verständigungs- und Kooperationsmemorandum zur europäisch-asiatischen Eisenbahn" unterzeichnet. Dabei haben die Vertreter dieser Länder eine Einstimmigkeit in der Lösung der Fragen erzielt. Darüber hinaus hat China den Bau der transasiatischen Eisenbahnstrecke mit den ASEAN-Ländern beschleunigt. Die 5.500 Kilometer lange Strecke der transasiatischen Eisenbahn führt von der südwestchinesischen Stadt Kunming aus bis nach Singapur und führt durch Myanmar, Thailand, Vietnam, Kambodscha und Malaysia. Nach Fertigstellung der transasiatischen Eisenbahnlinie kann die Strecke dieser Eisenbahn in China mit den Bahnnetzen der Mongolei und Russlands verbunden werden. So wird eine Eisenbahnverbindung durch den ganzen asiatischen Kontinent geschaffen. Die transasiatische Eisenbahn kann auch durch das chinesische Eisenbahnnetz mit der chinesisch-kirgisisch-usbekischen Eisenbahn verbunden werden, die derzeit gebaut wird. So kann die transasiatische Eisenbahn zusammen mit dem Bahnnetz Zentralasiens in Kirgisistan und Usbekistan eine neue eurasische Kontinentalbrücke bilden. Der chinesische Eisenbahnminister Liu Zhijun ist der Meinung, ein rascher Bau der transasiatischen Eisenbahnlinie sowie ein verstärkter Bau der Bahnhöfe gälten als ein wichtiger Punkt in Chinas Ausbau der Eisenbahn in diesem Jahr: "China wird in diesem Jahr den Austausch und die Kooperationen mit den Nachbarländern verstärken und den Bau der transasiatischen Eisenbahnlinie sowie der Bahnhöfe aktiv fördern. Zudem werden wir uns weiterhin an multilateralen Kooperationen bezüglich der Eisenbahn beteiligen. Die internationale Zusammenarbeit im Bereich des Eisenbahntransports wird tatkräftig vorangetrieben. Und nicht zuletzt wird das Transportniveau erhöht." Liu Zhijun fuhr fort, die chinesischen Eisenbahnbehörden würden weiterhin ausländische Investitionen einführen und die Qualität sowie die Effizienz der Nutzung dieser erhöhen. All dies diene dazu, eine harmonische Entwicklung der chinesischen Eisenbahn zu fördern. |