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China will internationale Zusammenarbeit bei Meeresindustrie ausbauen
2008/02/19

In den am Freitag vom Staatlichen Chinesischen Meeresamt veröffentlichen Statistiken zu Chinas Meeresindustrie heißt es, die Meeresindustrie habe auch im vergangenen Jahr ein stabiles Wachstum verzeichnet. Ein Vertreter des Amts sagte, China wolle die Meeresindustrie in Zukunft noch besser strukturieren. Außerdem wolle man die internationalen Kooperationen in diesem Bereich verstärken, gleichzeitig werde man aber auch die Fähigkeit zum Schutz der Meere steigern. Dadurch wolle man eine weitere Verschmutzung der Meere verhindern.

Die Statistiken für 2007 belegen weiter, dass die Meeresindustrie einen großen Beitrag zum Wachstum der Volkswirtschaft und zur gesellschaftlichen Entwicklung geleistet hat. Der Pressesprecher des Staatlichen Chinesischen Meeresamts Li Haiqing sagte: "Das Gesamtproduktionsvolumen der Meeresindustrien belief sich im vergangenen Jahr auf etwa 2,5 Billionen Yuan RMB, das entspricht einer Steigerung um über 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit erwirtschafteten die Meeresindustrien mehr als zehn Prozent des chinesischen BIP, des Bruttoinlandsprodukts. Die Mehrzahl der Industrien in diesem Bereich zeigt auch weiterhin eine gute Wachstumstendenz. Die Wirtschaft der verschiedenen Regionen profitiert davon."

Vor allem die Herstellung von Naturheilmitteln aus Meeresprodukten, die Stormerzeugung mit Meereswind und die Nutzung von Meerwasser haben im vergangenen Jahr eine rasante Entwicklung erfahren. Die Produktion der Bio-Medikamente aus Meeresprodukten stieg um 40 Prozent, und die Stromerzeugung mit dem Meereswind um immerhin 17 Prozent.

Der Leiter der Abteilung für Politik und rechtliche Vorschriften beim Staatlichen Chinesischen Meeresamt Wang Dianchang betonte, Chinas Meeresindustrien hätten sich erst spät entwickelt und seien daher noch sehr klein. Das biete vor allem für internationale Kooperationen großes Potential. Daher wolle China die internationale Zusammenarbeit in diesem Bereich ausbauen: "Die Meeresindustrien, vor allem die Bereiche der Medikamentenherstellung und der Entsalzung des Meereswassers, bieten zahlreiche Kooperationsmöglichkeiten. Wir wollen aber auch in Hinblick auf Anlagen und Geräte für die Meeresindustrien mit dem Ausland zusammenarbeiten und natürlich im Bereich der erneuerbaren Energien unter Nutzung der Ozeane, beispielsweise bei der Stromerzeugung aus Windkraft."

China legt außerdem großen Wert auf einen gewissenhaften Umweltschutz in den Küstengebieten. In den vergangenen Jahren haben die zuständigen Behörden Umweltsünden wie die Verschmutzung der Meere streng verfolgt und die Umweltsünder bestraft. Allein im vergangenen Jahr hat China mehr als 9.000 Kontrollstellen zur Überwachung der Küsten eingerichtet. Dadurch konnten etwa zwei Millionen Daten über die Situation der Meere vor Chinas Küsten gewonnen werden. Die zuständigen Behörden haben 2.000 Fälle von Meeresverschmutzungen geahndet.

Xu Linzhi, der Vertreter der Abteilung Umwelt- und Meeresschutz beim Staatlichen Chinesischen Meeresamt, sagte, China wolle sich darum bemühen, alle Gesetzte und Vorschriften hinsichtlich des Meeres- und Umweltschutzes in Zukunft noch konsequenter umzusetzen. Dadurch könne man die Situation der Meere besser überwachen. Umweltsünden, die in die Zuständigkeit des Meeresamts fallen, sollten strenger verfolgt werden: "Wir werden die Überwachung intensivieren. Wir wollen vor allem gegen die Einleitung von Abwässern und Chemikalien vorgehen. Für diesen Bereich ist bereits ein Überwachungskonzept für das Jahr 2008 ausgearbeitet worden. Das Konzept wird in Kürze vorgestellt. Wir werden sowohl Unternehmen als auch Regionen öffentlich anprangern, die die Gesetze und Richtlinien zum Meeresschutz nicht erfüllen."

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