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Regelung der Makrowirtschaftspolitik in China dient Aufrechterhaltung der Wirtschaftsentwicklung
2008/11/13

Angesichts einer drohenden Rezession der Weltwirtschaft und des Rückgangs der eigenen Wirtschaftsentwicklung hat die chinesische Regierung die Finanz- und Währungspolitik des Landes angeglichen. Demzufolge werden die bisherigen Vorgaben einer besonnenen Finanzpolitik und einer straffen Währungspolitik umgewandelt in eine aktive Finanzpolitik und eine gemäßigt lockere Währungspolitik. Experten weisen darauf hin, dass die Regelung der Makrowirtschaftspolitik innerhalb kurzer Zeit die erwartete Wirtschaftsentwicklung herbeiführen kann. Langfristig betrachtet werde dadurch auch die Wirtschaftsstruktur in China zur Orientierung der inländischen Nachfrage umstrukturiert, so Analysten.

Die aktive Finanzpolitik beinhaltet dabei Investitionen der Regierung und eine Senkung der Steuern. Die chinesische Regierung hat beschlossen, innerhalb von zwei Jahren vier Billionen Yuan RMB bereitzustellen, um Projekte für das Gemeinwohl, den Aufbau der Infrastruktur sowie einer ökologischen Umwelt beziehungsweise den Wiederaufbau nach dem Erdbeben zu fördern. Das Einkommen der städtischen und ländlichen Bevölkerung, besonders von Menschen mit niedrigem Einkommen, soll ebenfalls erhöht werden.

Der stellvertretende Direktor des Finanzinstituts der chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften, Wang Songqi, sagte dazu, das umfangreiche Vorhaben zur Stimulierung der Wirtschaft werde die inländische Nachfrage effektiv ankurbeln und die erwartete Wirtschaftsentwicklung realisieren:

"Der Investitionsumfang ist sehr groß. Neben den Investitionen werden auch entsprechende Kreditmittel, private Geldmittel sowie Kapitalmittel der lokalen Regierungen ermöglicht."

Gleichzeitig ist die chinesische Regierung dabei, Vorhaben zur Steuersenkung einzuführen. So wurde beispielsweise beschlossen, ab nächstem Jahr die Reform der Umwandlung der Mehrwertsteuer umzusetzen. Dadurch soll auch die steuerliche Belastung von Unternehmen gesenkt werden, es wird mit Einsparungen in Höhe von über 120 Milliarden Yuan RMB gerechnet.

Im Vergleich zur Finanzpolitik hat die Umwandlung der Währungspolitik eine eher symbolische Bedeutung. Es ist jedoch das erste Mal seit zehn Jahren, dass die Regierung die Währungspolitik des Landes als "gemäßigt locker" bezeichnet. Der stellvertretende Präsident der Chinesischen Zentralbank, Su Ning, erklärte, "gemäßigt locker" bedeute nicht die umfassende Lockerung der Kreditvergabe. Die Qualität und die Effizienz der Kreditvorhaben sollten im Gegenteil stärker beachtet werden:

"Wir werden die Anzahl der Kredite für Branchen, die im Rahmen der Förderung der Inlandsnachfrage schwerpunktmäßig unterstützt werden, erhöhen. Gleichzeitig werden wir auf der Basis der zusätzlichen Investitionen der Zentralregierung auch aktiv eine betreffende Politik erarbeiten, um unterstützend einzuwirken, dass kommerzielle Banken ihre Investitionen erhöhen. Zudem werden wir die Kreditvergabe für kleine und mittelgroße Unternehmen, für Maßnahmen zur Energieeinsparung und zur Ausstoßreduzierung, für die Verbesserung der Infrastruktur und für den Wiederaufbau nach dem Erdbeben verstärken."

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