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China beharrt auf seiner Position in Klimafragen
2009/05/25

Die chinesische Regierung setzt für das neue Klimaschutzabkommen auf Altbewährtes. Sie fordert voraussichtlich, dass sich die reichen Länder des Problems annehmen und den Entwicklungsländern finanzielle Hilfe für besseren Klimaschutz überweisen sollten.

Die chinesische Regierung beharrt für das Post-Kyoto-Klimaabkommen auf ihrem Standpunkt, dass die entwickelten Länder ihre Emissionen reduzieren und den armen Ländern Geld geben sollen. Ein chinesischer Klimapolitiker sagte, dass Chinas alte Position detailliert in einem Dokument dargelegt sei, welches im Vorfeld auf die Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember an die Vereinten Nationen geschickt werden wird. Der Vorschlag wird in zwei Wochen veröffentlicht werden.

Li Gao, Direktor einer Abteilung für Klimawandel der Staatlichen Kommission für Reform und Entwicklung, sagte: "Wir werden unser Dokument zeitgleich mit anderen Ländern bei der UNO einreichen, um die Verhandlungen für ein neues globales Klimaschutzabkommen zu erleichtern." Sobald die UNO die Darlegungen Chinas und anderer Länder, welche in die Rahmenkommission der Vereinten Nationen involviert sind, erhalten hat, wird sie ein Entwurfabkommen ausarbeiten. Derzeit sind die exakten Details des chinesischen Dokumentes unbekannt, doch die Regierung sprach zuvor davon, dass die entwickelten Länder ihre Treibhausgasemissionen um bis zu 40 Prozent reduzieren sollen. Sie hat auch gesagt, dass China, als ein Entwicklungsland, Projekte durchführe, um die Energieeffizienz zu verbessern und dass weniger entwickelte Länder finanzielle Hilfe für den Kampf gegen den Klimawandel erhalten sollen.

Die erste Runde der Gespräche fand letzten Monat im deutschen Bonn statt. Es wird vier weitere UNO-Sitzungen geben, bevor an der finalen Konferenz in Koppenhagen schliesslich ein definitiver Entschluss gefasst wird. Li meinte: "Egal was bis Koppenhagen noch passiert, unser Standpunkt und unsere Prinzipien sind klar festgelegt. Wir befinden uns in globalen Verhandlungen und tragen auch aktiv zum Kampf gegen die Emissionen bei." Die chinesische Regierung sagte jedoch, sie würde sich davor hüten, irgendwelche Ziele zum Treibhausgasausstoß für die Zeit zwischen 2013 und 2020 festzulegen. Stattdessen arbeite sie daran, bis dahin die Energieeffizienz des Landes zu verbessern, was natürlich auch ein Stückweit bedeutet, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren, so ein Informant aus Lis Abteilung.

"Ich habe gehört, dass China zwischen 2011 und 2020 wahrscheinlich die gleichen Klimaziele verfolgt wie zwischen 2006 und 2010", sagte ein Informant nach einem internen Treffen der Nationalen Reform- und Entwicklungskommission. Derzeit hat sich das Land zum Ziel gesetzt, die verbrauchte Energie um vier Prozent pro Einheit Bruttoinlandsprodukt zu senken. "Wir werden die entwickelten Länder dazu auffordern, konkrete Massnahmen zu ergreifen und klare Emissionsreduktionsziele festzulegen", so Li. In einem vorherigen Report sagte ein anderer Reformkommissionspolitiker, dass die entwickelten Länder ihre Emissionen bis 2020 um 25 bis 40 Prozent senken müssten und den Entwicklungsländern Geld für Umweltschutz geben sollten. Li sagte, China würde vorschlagen, ein konkreter Finanzmechanismus für den Transfer grüner Energietechnologien und für Klimawandelbekämpfung für ärmere Länder einzuführen.

Quelle: China Daily

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