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China plant langfristiges Klimaschutzprogramm
2009/05/29

Ungeachtet der globalen wirtschaftlichen Krise will das Land mit einer nationalen Kampagne die Energieeffizienz verbessern und gegen den Klimawandel kämpfen.

"Die Schritte gegen den Klimawandel werden durch die weltweite Finanzkrise nicht eingeschränkt", sagte Xie Zhenhua, Vorsitzender der chinesischen Staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform. Der Kampf gegen die Klimaveränderung könne nicht durch die globale Finanzkrise verlangsamt werden, so Xie weiter. Man arbeite derzeit an einem nationalen Klimaschutzplan. Details nannte Xie jedoch nicht.

2007 war bereits eine Kampagne unter Chinas Ministerpräsident Wen Jiabao eingeleitet worden, die sich mit dem Klimawandel und den damit verbundenen Problemen beschäftigte.

Im selben Jahr präsentierte die chinesische Regierung das Nationale Klimawandelprogramm mit Strategien und Maßnahmen für den Klimaschutz. Das Programm war das erste seiner Art, welches von einem Entwicklungsland herausgegeben wurde.

Die Umweltpolitik Chinas der letzten Jahre hat bereits Wirkung gezeigt: 2008 war der chemische Sauerstoff-Gehalt, ein Hauptindex für Wasserverschmutzung, um 4,42 Prozent gesunken. Auch die Gesamtemissionen von Schwefeldioxyd, einem Hauptluftschadstoff, fielen um 5,95 Prozent.

"Die chinesische Regierung hat aktiv an internationalen Gesprächen bezüglich des Klimawandels teilgenommen, und dort viele eigene Vorschläge präsentiert", erklärte Xie.

Er fügte allerdings hinzu, dass die Erwartungen der internationalen Gemeinschaft bezüglich China "fair und angemessen sein sollten".

China werde versuchen, die Emissionen zu reduzieren, indem es die Armut im Land beseitigen und die Lebensumstände seiner Bürger verbessern wolle, so Xie.

Zum Abschluss des EU-China-Gipfels in Prag hatte China der EU Unterstützung bei der Aushandlung eines weltweiten Klimaschutzabkommens zugesichert. "China steht bereit, um zusammen mit der EU für einen positiven Ausgang der Klimaschutzkonferenz in Kopenhagen einzutreten" sagte der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao. Er machte aber deutlich, dass für die Verminderung der Treibhausgase in erster Linie die Industriestaaten verantwortlich seien.

Quelle: Shanghai Daily

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