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Jugendgipfel ruft zu Aktionen gegen Klimawandel auf
2010/07/14

China nimmt den Kampf gegen den Klimawandel ernst. Junge Leute sollten aktiv mitmachen, sagten Redner beim Internationalen Jugendgipfel über Energie und Klimawandel, der an der Expo in Shanghai stattfand.

Der Generalkommissar des UN-Pavillons, Awni Behnam, spricht beim Jugendgipfel über den Klimawandel.

Der Generalkommissar des UN-Pavillons bei der Expo, Awni Behnam, sagte, dass der Klimawandel die Gesellschaft auf allen Ebenen betreffe. "Wir müssen die Tatsache anerkennen, dass der Klimawandel nicht nur ein ökologisches Thema ist, sondern auch ein Thema ist für die ganze Menschheit, für die Entwicklung." Der Klimawandel habe Folgen auf alle Aspekte der Entwicklung. Er nannte etwa die Wirtschaft, die soziale und kulturelle Entwicklung, die Gesundheit, die Infrastruktur, Energiefragen, die Armutsbekämpfung und die Nachhaltigkeit. "Ich bin froh, dass ich so viele junge Chinesen sehe, die von sich aus Verantwortung übernehmen und mit Studenten und Teenagern aus anderen Ländern zusammenarbeiten. Die Zukunft gehört Euch!"

He Jiankun, Direktor des Kohlenstoffspar-Labors der Tsinghua Universität sagte, dass China plane, den Anteil der primären Energie, die durch erneuerbare Energiequellen erzeugt wird, bis im Jahre 2020 auf 15 Prozent zu erhöhen. Fünf Prozent mehr als im Jahre 2005. Er sagte, dass der Internationale Jugendgipfel über Energie und Klimawandel das klare und starke Zeichen setze, dass China im Kampf gegen den Klimawandel eng mit anderen Ländern zusammenarbeiten will. Junge Leute in Asien riefen China, Japan und weitere wichtige Emittenten von Treibhausgasen auf, sich in eine Wirtschaft mit einem niedrigen Kohlendioxidverbrauch umzuwandeln. Dies würde neue Arbeitsstellen und weiter Möglichkeiten schaffen.

Ein Uni-Student bei der feierlichen Eröffnungszeremonie des Internationalen Jugendgipfels über Energie und Klimawandel im UN-Pavillon auf dem Shanghaier Expo-Gelände.

Der Jugendgipfel war gemeinsam vom China Youth Climate Action Network (CYCAN), der Tsinghua University Student Green Association und dem Peking University Clean Development Club ins Leben gerufen. Er zog über 150 Stunden von mehr als 240 chinesischen und 20 ausländischen Universitäten an. Li Li, Gründerin vom CYCAN, sagte gegenüber China.org.cn, dass der diesjährige Gipfel einerseits den Fortschritt der internationalen Klimaverhandlungen zum Thema habe, anderseits die Arbeitsmöglichkeiten für Jugendliche in kohlenstoffarmen Regionen erörtere. Sie betonte, dass das CYCAN darauf abziele, an der Führung der Jugendlichen teilzunehmen.

Laut einem 23-jährigen Forscher aus Fulbright namens Andrew Stein seien sich junge Menschen darin einig, dass der Klimawandel eine globale Herausforderung darstelle. Doch sehen sie diesen auch als eine Möglichkeit, eine nachhaltige globale Gesellschaft aufzubauen. "In Zukunft wird es in einer kohlenstoffarmen Wirtschaft zahlreiche Karrieremöglichkeiten für junge Leute geben, insbesondere in China", meinte er. Es sei wichtig, das Bewusstsein für Umweltfragen zu erweitern. "Ich spüre, dass junge Leute etwas dagegen unternehmen müssen." Denn wenn es der Welt nicht gelinge, den Klimawandel aufzuhalten, "dann ist es unsere Generation, die an den Folgen leidet", so Andrew. "Deswegen erkennen wir, dass das unser Problem ist; und wir hoffen, dass die Entscheidungsträger auf unsere Stimmen hören werden."

 

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