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Kampf gegen Klimawandel geht weiter
2010/12/22

Die UN-Klimakonferenz ist am 29. November in Cancun mit einer „niedrigen Erwartung" eröffnet worden. Ursache sind gravierende Meinungsverschiedenheiten zwischen den Industriestaaten und den Entwicklungsländern über die Verantwortung und Pflichten bei der Schadstoffreduktion. Einige Länder lehnen die zweite Stufe des Kyoto-Protokolls hartnäckig ab. Dies hat einen Schatten auf die Erfolgschancen der Konferenz geworfen. Allerdings konnten dank der multilateralen Zusammenarbeit zufrieden stellende Erfolge für alle Seiten erreicht werden.

Obwohl die verabschiedeten Resolutionen weitere Verhandlungen über den globalen Klimawandel ermöglichen, sind weiter etliche Fragen offen. Fraglich ist unter anderem der Termin für die zweite Stufe des Kyoto-Protokolls. Wang Ruibin, ein Experte vom chinesischen Forschungsinstitut für internationale Fragen sagte dazu:

„Japan und Russland zeigen sich skeptisch über das Kyoto-Protokoll und wollen keine Zusage über die zweite Stufe des Kyoto-Protokolls machen. Obwohl diese Frage auf der Cancun-Konferenz vorübergehend ausgespart wurde, kann sie in künftigen Verhandlungen nicht umgangen werden. Das Kyoto-Protokoll bezieht sich auf Formen und Inhalte der künftigen internationalen Klimawandel-Kooperation."

Im Vergleich zu den Industriestaaten haben einige verantwortungsbewusste Entwicklungsländer, darunter auch China, bereits tatsächliche Aktionen umgesetzt. Der Vizedirektor der chinesischen staatlichen Kommission für Entwicklung und Reform, Xie Zhenhua sagte:

„China hat das Ziel festgesetzt, bis 2020 die Kohlenstoffemission pro BIP-Einheit auf der Basis von 2005 um 40 Prozent bis 45 Prozent zu senken. Egal wie die Verhandlungen geführt werden, werden wir in unserem Land entsprechende Aktionen umsetzen. Dies zeigt, dass wir eine verantwortliche Haltung bei der Bekämpfung des Klimawandels einnehmen."

Zur geplanten UN-Klimakonferenz im nächsten Jahr im südafrikanischen Durban erklärte Wang Ruibin:

„Innerhalb eines Jahres können so viele Ziele nicht so leicht realisiert werden. Eine Möglichkeit ist, dass die zweite Stufe des Kyoto-Protokolls nicht terminmäßig starten könnte. So würde das Kyoto-Protokoll am Ende aufgegeben werden. Weiters werden verschiedene Faktoren wie die globale wirtschaftliche Situation, die Nacheffekte der Finanzkrise sowie die Lage der Wiederbelebung verschiedener Wirtschaftsnationen die Verhandlungen im kommenden Jahr beeinflussen. So gesehen ist die Perspektive nicht so optimistisch."

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