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Home > Themen > Ministerpräsident Li Keqiang besucht Kasachstan, Serbien und Thailand
Investitionen für Näherrücken an Europa
2014/12/17

Premier Li verspricht eine neue Investitionsrunde in Zentral- und Osteuropa. China will dadurch die Verbindung mit Europa stärken, das am anderen Ende der wiederbelebten Seidenstraße liegt.

Premier Li Keqiang, in Serbien der erste chinesische Premier zu Besuch in einem Balkanland seit 28 Jahren, offerierte am Dienstag in zahlreichen bilateralen Treffen mit den Regierungschefs der MOE-Ländern Möglichkeiten zur Zusammenarbeit in den Bereichen Infrastruktur, Finanzwesen und Energie.

„China ist bereit, bei der Entwicklung des Hafens Koper in Slowenien sowie anderen Infrastruktur- und Nuklearenergieprojekten mitzuhelfen“, sagte Li während des Treffens mit dem slowenischen Premierminister Ciro Cerar, auf Chinas Vorteil der hohen Kosteneffizienz hinweisend. Slowenien möchte den Hafen Koper, der im Norden des Adriatischen Meeres liegt und schon heute als Verbindung zwischen Zentral- und Südosteuropa mit dem Mittelmeerraum gilt, für chinesische Güter zum Tor zu Europa machen. Auch Sloweniens Exporte nach China sollen dadurch gestärkt werden, so Cerar.

Auch Lis Treffen mit anderen Staatschefs der MOE-Länder behandelten eine verstärkte Zusammenarbeit in den Bereichen Transport und Energie. Vjekoslav Bevanda, Vorsitzender des Ministerrats in Bosnien-Herzegowina, strebt nach mehr Autobahn-, Eisenbahn- und Landwirtschaftsprojekten mit China. Und in einem Gespräch mit dem littauischen Premierminister Laimdota Straujuma kamen beide Seiten überein, den Investitionsvertrag zwischen China und der EU im nächsten Jahr voranzutreiben, wenn das nordöstliche Land die Europäische Union präsidieren wird.

Der Balkanregion sowie Zentral- und Osteuropa als ganzes bekäme eine signifikante geografische Rolle bei in Chinas Bestreben, die Seidenstraße wieder aufleben zu lassen, meinte Ruan Zongze, Vizepräsident des China Institute of International Studies. Die Verbindung zu China dürfte sich mit dem Fortschritt der Initiative weiter intensivieren.

Viele Projekte wie das Stanari Wärmekraftwerk in Bosnien, die Jihajlo Pupin Brücke in Belgrad, die Bar-Boljare Autobahn in Montenegro und die Eisenbahnstrecke zwischen Budapest und Belgrad würden die Entwicklung vor Ort ankurbeln und käme der lokalen Bevölkerung zugute, so Li. Es wird erwartet, dass Chinas Handelsvolumen mit der Region in diesem Jahr 60 Milliarden US-Dollar übersteigt – ein Erhöhung gegenüber 2013 von fast 5 Milliarden US-Dollar.

Die Wirtschaftskrise 2008 habe das gefährliche Potenzial einer engen wirtschaftlichen Verbingungen zwischen Westeuropa und Zentral- und Osteuropa aufgezeigt, erklärte Nirj Deva, Vorsitzender der EU China Friendship Group im Europäischen Parlament. Dies sei mit ein Grund, weshalb viele Länder in der Region nun eine Diversifizierung ihrer Investoren anstreben würden.

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