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China enthüllt Plan zur Reduktion der Umweltverschmutzung
2012/12/07

Die chinesische Regierung hat bekräftigt, weitere Gas-Emissionen und Luft-Verschmutzungen einzudämmen, wie aus einem neuen Plan gegen Umweltverschmutzung vom Mittwoch hervorgeht.

Die Intensität der PM2.5 Werte, die Feinstaubteilchen mit einer Größe von kleiner als 2,5 Mikrometer erfassen, soll bis 2015 um mindestens fünf Prozent verringert werden im Vergleich zum Niveau von 2010. Dies gilt für 13 größere Gebiete, wie das Ministerium für Umweltschutz bekannt gab. Das Niveau der PM10-Werte und Schwefeldioxid soll um 10 Prozent verringert werden, während Stickstoffdioxid um sieben Prozent verringert werden soll.

Dabei handelt es sich um Chinas ersten umfassenden Plan, um die Luftverschmutzung einzudämmen. Vor der Veröffentlichung hatte Xie Zhenhua, Chinas oberster Klima-Beamter bei UN-Diskussionen in Doha angekündigt, dass China seinen Energieverbrauch im Vergleich zu 2010 um 16 Prozent und die Kohlenstoffintensität um 17 Prozent verringern wolle.

Die 13 betroffenen Regionen machen 14 Prozent des gesamten chinesischen Territoriums aus und umfassen 117 Städte. Sie tragen 71 Prozent zur staatlichen Wirtschaft bei und sind für 48 Prozent der Gesamtverschmutzung verantwortlich. Sie produzieren auch die Hälfte der chinesischen Emissionen, vor allem die besonders schädlichen Stoffe Schwefeldioxid und Stickstoffdioxid.

Die PM2.5-Intensität soll in der Region Beijing-Tianjin-Hebei um mindestens sechs Prozent gesenkt werden, dieses Ziel gilt auch für das Yangtze-Flussdelta und die Region um das Perlenfluss-Delta, die zu Chinas wohlhabendsten Regionen zählen. „Dieses Ziel kann erreicht werden, wenn wir alle noch härter daran arbeiten", sagte Zhao Hualin, der Direktor der Abteilung für Umweltschutzvorsorge im Umweltministerium.

Der Plan räumte auch schwerwiegende Probleme ein, wie das relativ veraltete Umwelt-Regelungssystem, ein Mangel an Koordination zwischen lokalen Behörden und die Tatsache, dass die meisten Städte noch immer kein funktionierendes Luftgüte-Überwachungssystem verfügen. In der Zwischenzeit gibt es bereits konkrete Pläne, um der Luftverpestung Einhalt zu gebieten. China wird weiter die Zahl der Industrieprogramme mit hohem Energieverbrauch reduzieren und den Gebrauch von sauberer Energie fördern. Kohleenergie soll ebenfalls limitiert werden.

Außerdem sollen umweltschädigende Gase in den nächsten drei Jahren eingedämmt werden, Autos mit hohem Schadstoffausstoß sollen aus der Region Beijing-Tianjin-Hebei und den Regionen um das Perlenfluss-Delta und dem Yangtze-Delta verbannt werden.

Beijing veröffentlicht seit heuer die PM2.5 Messwerte und die Hauptstadtverwaltung plant, die wichtigsten Schadstoff-Indizes zu reduzieren. Die PM2,5 Werte sollen bis 2015 auf 60 Mikrogramm pro Kubikmeter sinken, gegenwärtig sind es 70 bis 80 Mikrogramm.

Duan Yusen, Chef-Ingenieur am Shanghai Environmental Monitoring Center sagte, es sei momentan noch ungewiss, ob Shanghai solche Ziele in drei Jahren erreichen könnte. „Wir haben im Juni damit begonnen, die PM2.5 Werte zu veröffentlichen, und Mitte des nächsten Jahres können wir die durchschnittliche Schadstoffbelastung ermitteln, daher ist es momentan noch zu früh, hier irgendwelche Prognosen abzugeben", sagte er.

Shanghai und die Städte in den Provinzen Jiangsu und Zhejiang haben im November ein neues Luftgüte-Überwachungssystem, um noch genauere Messungen vornehmen zu können. Das neue Evaluierungskriterium fasst die Ergebnisse der Messungen von PM2.5, Carbon-Monoxid und Ozonbelastungen zusammen und kombiniert sie mit Schwefel-Dioxid, Nitrogen-Dioxid und PM19, was die alten Messverfahren nicht erfasst haben.

china.org.cn

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