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Beide Seiten der Taiwan-Straße streben nach nutzbringender Zusammenarbeit
2006/04/21

   2006-04-17 13:26:31    CRI

Das zweitägige Wirtschafts- und Handelsforum zwischen beiden Seiten der Taiwan-Straße ist am Samstag in Beijing beendet worden. Auf dem Forum wurden gemeinsame Vorschläge zur Verstärkung und Vertiefung des Austausches und der Kooperationen im Wirtschaftsbereich beider Seiten gemacht. Vertreter des chinesischen Festlandes haben noch dazu 15 Maßnahmen angekündigt, die den Taiwaner Landsleuten zugute kommen.

Im April vorigen Jahres traf der Generalsekretär des ZK der KP Chinas, Hu Jintao, den damaligen Vorsitzenden der chinesischen Kuomintang-Partei Lien Chan. Es war das erste Gespräch der höchsten Führer beider Parteien in den letzten 60 Jahren. Sie vereinbarten seinerzeit das Wirtschafts- und Handelsforum, das nun in Beijing stattgefunden hat.

Das Forum war eigentlich für Ende letzten Jahres in Taipei geplant. Allerdings waren die Taiwaner Behörden mit dieser Veranstaltung nicht einverstanden und lehnten die Einreise der Festland-Delegation ab. Das geplante Forum fiel aus diesem Grunde aus.

Auf dem jetzt stattgefundenen Forum wurden sieben gemeinsame Vorschläge zur Verstärkung und Vertiefung des Austauschs und der wirtschaftlichen Kooperation beider Seiten erarbeitet. Zudem hat das Festland 15 Maßnahmen angekündigt, die die Taiwaner Landsleute begünstigen. Zu diesen Maßnahmen gehören die weitere Öffnung des Absatzes von Taiwaner Agrar-Produkten auf dem Festland, die Anerkennung des Bildungsganges der Taiwaner Hochschulen und die Erleichterung der Einreise für die Taiwaner Landsleute zum chinesischen Festland. All diese angekündigten Maßnahmen wurden von den Taiwaner Forumsteilnehmern sehr begrüßt. Der Ehrenvorsitzende der chinesischen KMT-Partei Lien Chan hat bei einem Treffen mit dem Generalsekretär des ZK der KP Chinas, Hu Jintao, dies speziell erwähnt:

"Auf dem ersten beiderseitigen Wirtschafts- und Handelsforum in Beijing wurden 15 wichtige politische Maßnahmen bekannt gemacht. Dies hat weitreichende Einflüsse und verkörpert die Erwartung der Völker auf beiden Seiten der Taiwan-Straße. Unser Anliegen ist, die Frage zu beantworten, wie wir in einer friedlichen Umwelt den Handel und die Wirtschaft beider Seiten vorantreiben können und das gemeinsame Ziel des gegenseitigen Nutzens und einer gemeinsamen Prosperität erreichen."

Mehrere Taiwaner Forumteilnehmer meinten, dass die beschlossenen Maßnahmen davon zeugen, wie sehr sich das chinesische Festland um die Interessen der Taiwaner Landsleute kümmert. Demnächst wird man sehen, ob die Taiwaner Behörden den Willen der Taiwaner Landsleute wirklich ernsthaft anhören und berücksichtigen. Das KMT-Mitglied Chu Feng-chi, sagte:

"Ich meine, dass das Festland eine sehr aktive Haltung gegenüber den Fragen, die die Taiwaner Landsleute mit großer Aufmerksamkeit verfolgen, eingenommen und diese Maßnahmen beschlossen hat und sie in die Tat umsetzen wird. Alles, was das chinesische Festland tun kann, hat es nach allen Kräften getan."

Das Thema des Forums lautete "Wirtschafts- bzw. Handelstausch und direkte Verkehrsverbindungen zwischen beiden Seiten". Dies gilt als die Hauptachse der wirtschaftlichen Entwicklung beider Seiten. In den letzten Jahren war die Taiwaner Wirtschaft deprimiert. Landwirtschaftliche Produkte lassen sich trotz großer Erträge nur schwer absetzen. Unter den Umständen der immer engeren Handelsverbindungen beider Seiten der Taiwan-Straße müssen Unternehmen hohe Kosten tragen, weil es zwischen beiden Seiten keine direkten Verkehrsverbindungen gibt. Für eine wirtschaftliche Entwicklung des chinesischen Festlandes ist auch die gegenseitig nutzbringende Zusammenarbeit mit der Insel Taiwan sehr wichtig. Vom Blickwinkel der wirtschaftlichen Globalisierung aus betrachtet gilt eine Kooperation beider Seiten als ein dringendes Muss. Die Forumteilnehmer meinten, dass immer mehr Taiwaner Landsleute durch die verstärkte beiderseitige Wirtschaftszusammenarbeit an der schnellen Wirtschaftsentwicklung des Festlandes teilnehmen und davon profitieren könnten.

Nach Beendung des Forums hat der Generalsekretär des ZK der KP Chinas, Hu Jintao, in Beijing den Ehrenvorsitzenden der chinesischen KMT-Partei, Lien Chan, empfangen. Dabei bekräftigte Hu Jintao erneut, dass das chinesische Festland alle Zusagen an die Taiwaner Landsleute unbeirrt erfüllen wird. Dies werde nicht wegen Windungen und Wendungen der Lage sowie Störung einiger weniger Menschen verändert. Hu Jintao legte zudem einen Vier-Punkte-Vorschlag zur Entwicklung der beiderseitigen Beziehungen vor:

"Erstens, der 'Konsens vom Jahr 1992' über das Ein-China-Prinzip muss eingehalten werden. Dies gilt als die wichtige Grundlage zur Realisierung der friedlichen Entwicklung der beiden Seiten. Zweitens, eine Anstrebung des Wohls der Landsleute beider Seiten ist das fundamentale Ergebnis zur Verwirklichung der friedlichen Entwicklung der beiderseitigen Beziehungen. Drittens, eine Vertiefung der gegenseitig nutzbringenden Kooperation und des Austausches ist der effektive Weg zur Realisierung der friedlichen Entwicklung der beiderseitigen Beziehungen. Und viertens, eine Entfaltung der gleichberechtigten Konsultationen gilt als der notwendige Weg zur Verwirklichung der friedlichen Entwicklung der beiderseitigen Beziehungen."

Experten der Taiwan-Frage meinten, die erfolgreiche Veranstaltung des Beijinger Forums habe für die Wirtschafts- und Handelsentwicklung beider Seiten gute Chancen aufgezeigt. Tatsachen hätten bewiesen, dass die gegenseitig nutzbringende Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten der Taiwan-Straße den gemeinsamen Wunsch der Landsleute auf beiden Seiten darstelle. Frieden und Entwicklung seien die Tendenz der Entwicklung der beiderseitigen Beziehungen.

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