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Wirtschafts- und Handelsforum zwischen beiden Seiten der Taiwan-Straße in Beijing eröffnet
2006/04/21

   2006-04-14 16:47:14    CRI

Das Wirtschafts- und Handelsforum zwischen beiden Seiten der Taiwan-Straße ist am Freitag in Beijing eröffnet worden. Die daran teilnehmenden hochrangigen Persönlichkeiten der Kommunistischen Partei Chinas und der Chinesischen Kuomintang vertreten übereinstimmend die Auffassung, dass die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten ein großes Potential aufweist, die Landsleute auf beiden Seiten der Taiwan-Straße müssen diese Chance nutzen, ihre Kooperation verstärken und die gemeinsamen Interessen ständig ausbauen, um einen gegenseitigen Nutzungseffekt zu verwirklichen.

Einig waren sich im letzten April der Generalsekretär des ZK der KP Chinas, Hu Jintao, und der damalige Vorsitzende der Chinesischen Kuomintang, Lien Chan, dieses Wirtschafts- und Handelsforum zu veranstalten. Top-Themen des Forums sind nun der Handelsaustausch zwischen beiden Seiten und die Schaffung direkter Verkehrsverbindungen. Die Teilnehmer des Forums werden Einflüsse des beiderseitigen Handelsaustausches auf die Wirtschaft hüben und drüben sowie die Zusammenarbeit im Agrarbereich, die Schaffung direkter Verkehrsverbindungen, den Tourismus und die Kooperation im Finanzwesen erörtern.

Das ständige Mitglied des Politbüros des ZK der KP Chinas und Vorsitzender des Landeskomitees der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes, Jia Qinglin, hat in seiner Rede auf der Eröffnungszeremonie einen Vier-Punkte-Vorschlag zum Ausbau der beiderseitigen Wirtschaftskooperation vorgelegt.

"Erstens, von der Anstrebung des Wohls des Volkes ausgehend soll eine gemeinsame Entwicklung und Prosperität der beiderseitigen Wirtschaft realisiert werden. Zweitens, mit direkten Verkehrsverbindungen als Durchbruch soll eine neue Situation für die normale Entwicklung der gegenseitigen Wirtschaftsbeziehungen geschaffen werden. Drittens, mit der Erhöhung des technischen Niveaus und der Konkurrenzfähigkeit als Schwerpunkt soll eine nachhaltige gesunde Entwicklung der beiderseitigen Wirtschaftsbeziehungen gefördert werden. Und viertens sollen mit der Verstärkung des Austauschs und der Konsultation Weisheit und Kräfte beider Seiten zur Vorantreibung der gegenseitig nutzbringenden Zusammenarbeit konzentriert werden."

Nach einer über 20-jährigen Entwicklung haben Zusammenarbeit und Austausch der Wirtschaft beider Seiten bereits eine relativ feste Grundlage großen Ausmaßes. Bis Ende letzten Jahres haben über 50.000 Taiwaner Unternehmen auf dem chinesischen Festland investiert, und das direkte und indirekte Handelsvolumen beider Seiten hat zirka 500 Milliarden US-Dollar betragen. Damit ist das chinesische Festland zum größten Exportmarkt und gleichzeitig zum größten Garanten der positiven Handelsbilanz für Taiwan geworden.

Bei Austausch und Kooperation der Wirtschaft beider Seiten ist eine gute Entwicklungstendenz zu beobachten. Allerdings gibt es noch verschiedene von Menschenhand gemachte Barrikaden und politische Störungen.

Jia Qinglin sagte in seiner Rede weiter, dass die von der KP Chinas und der Chinesischen Kuomintang errichtete Plattform für Austausch und Konsultation einen breiten Raum biete. Es könnten alle offenen Themen behandelt werden. Alles, was dem Wohl der Landsleute beider Seiten, der Förderung des beiderseitigen Austausches und der friedlichen und stabilen Entwicklung der Beziehungen zwischen beiden Seiten diene, könne erörtert werden.

Lien Chan, Ehrenvorsitzender der Chinesischen Kuomintang, hielt ebenfalls eine Rede auf der Forumseröffnung. Er meinte, angesichts der wirtschaftlichen Globalisierung sei es wichtig, regional wirtschaftlich zusammenzuarbeiten. Er appellierte an die Behörden auf Taiwan, von einer pragmatischen Stellung ausgehend die Überlegenheit Taiwans in Kapital, Technik und Personal mit dem wirtschaftlichen Aufstieg des Festlands zu verknüpfen.

"2000 ist die Demokratische Fortschrittspartei (DPP) in Taipeh an die Macht gekommen. Seitdem sind Konflikte, Reibereien und die Vergrößerung des Abstandes zwischen der politischen Ideologie der DPP und den Bedürfnissen der wirtschaftlichen Entwicklung Taiwans an der Tagesordnung. Obwohl die Behörden die Türen geschlossen haben, hat doch die Bevölkerung die Türen wieder geöffnet."

Zwar wurden Austausch und Zusammenarbeit zwischen beiden Seiten und die Umsetzung des Konsenses zwischen der KMT und der KP im vergangenen Jahr von den Behörden auf Taiwan behindert, aber die gemeinsamen Bemühungen beider Parteien hätten ein Fenster für die Zusammenarbeit und gegenseitige Hilfe zwischen beiden Seiten der Taiwan-Straße aufgeschlagen, meinte Lien Chan. Er schlug vor, dass das Festland und Taiwan den Austausch und die Zusammenarbeit in denjenigen Bereichen verstärken sollen, die vorteilhaft für beide Seiten sind, die die Bevölkerung braucht und dem wenig im Weg steht, zum Beispiel in der Landwirtschaft, im Finanzwesen und im Energiebereich. Lien Chan schlug außerdem vor, dass sich beide Seiten verstärkt um die direkten Handels-, Post- und Verkehrsverbindungen bemühen müssten.

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