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Geldtransfers nach Taiwan
2009/02/13

Zukunftweisendes Abkommen mit Taiwan regelt Geldüberweisungen, die Verbindung zur Weltgesundheitsorganisation und die Zusammenarbeit bei der Informationstechnologie zwischen dem chinesischen Festland und der Insel. Noch in diesem Monat sollen die neuen Dienstleistungen verfügbar sein.

Pressesprecherin Fan Liqing

Geldsendungen von und nach Taiwan werden bald das erste Mal seit der Gründung der Volksrepublik vor 60 Jahren getätigt werden, verkündet eine Beamte in Beijing auf dem chinesischen Festland. Die Beamte kündete auch eine verstärkte Zusammenarbeit mit der Inselprovinz bezüglich Gesundheitsfragen sowie einem speziellen Seminar zum Ankurbeln der Entwicklung der Hightechindustrie auf beiden Seiten der Taiwan-Straße an. Frau Fan Liqing, eine Pressesprecherin des staatlichen Rates für Taiwangeschäfte auf dem Festland, erklärte: "Poststellen auf dem Festland und in Taiwan führen bereits technische Inspektionen durch und der Service wird verfügbar sein, sowie diese abgeschlossen sind."

Fan selbst gab kein exaktes Startdatum für den Geldüberweisungsservice bekannt, die taiwanesische Zeitung Chunghwa Post Co schrieb jedoch, dass dies bereits Mitte Februar der Fall sein sollte. Das chinesische Festland und Taiwan unterschrieben schon letzten November mehrere Meilensteinabkommen bezüglich direkten Post-, Flug- und Seeverbindungen. Diese starteten offiziell am 15. Dezember vergangenen Jahres.

Maximal 30.000 US-Dollar. Wie die Medien in Taiwan berichteten, werden die Geldüberweisungen in US-Dollar abgewickelt, mit einem Maximalvolumen von 30.000 US-Dollar (rund 22.500 Euro) pro Transaktion. Zwischenhändlerin wird dabei die New Yorker Citibank sein. Fan sagte, dass nach erfolgreichem Beginn der beidseitigen Überweisungen auch die Möglichkeit eines Services für Postauslieferungen und Onlinebestellungen diskutiert würden.

Direkte Verbindung zur WHO. Fan sagte gestern auch, dass Taiwan nun eine direkte Verbindung zum Gesundheitsalarmsystem der Weltgesundheitsorganisation (WHO) besitze. Die WHO würde ihre weltweiten öffentlichen Gesundheitswarnungen direkt nach Taiwan schicken, statt erst auf das Festland. Ebenso würde das taiwanesische Zentrum für Krankheitskontrolle in die Diskussionen zur Bekämpfung von Epidemien miteinbezogen und die WHO würde im Falle einer Epidemie Experten auf die Insel schicken.

Informationstechnologieforum. Die Pressesprecherin kündete außerdem an, dass das Festland und Taiwan ein Forum über Informationstechnologiestandards durchführen würden. Dies soll bereits am 26. und 27. Februar in der südwestchinesischen Metropole Chongqing geschehen. Themen des Forums schließen künftige Audio- und Videoverschlüsselungsstandards, die dritte Generation der Mobilfunktechnologie, Mobilespeichergeräte, die Grüne Revolution in der Elektronik, LED sowie Internetfernsehen mit ein. Mehr als 300 Unternehmer, Geschäftsleute und Fachkräfte von beiderseits der Meeresenge werden erwartet.

Quelle: Xinhua

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